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DAX am Morgen: Freundlicher Wochenauftakt, Deutsche Postbank im Blick, Fresenius auf Talfahrt
Papiere der Deutschen Postbank rangieren mit einem leichten Abschlag im unteren Indexdrittel. Einem Pressebericht zufolge könnte der Verkauf des Konzerns möglicherweise an überzogenen Preisvorstellungen der Konzernmutter Deutsche Post (-0,8 Prozent) scheitern. Anteile der Deutschen Bank, die nach wie vor an einem Kauf interessiert sei, jedoch keinesfalls mehr als 10 Mrd. Euro bezahlen wolle, legen dagegen ein knappes Prozent zu. Papiere der Commerzbank gewinnen 0,6 Prozent.
Nach einer positiven Analystenstudie rücken Infineon um 1 Prozent vor. ThyssenKrupp verfestigen sich als Spitzenreiter um 2,5 Prozent. Kräftige Gewinne sind außerdem bei Continental, Bayer und Linde auszumachen. Außerdem greifen die Anleger bei den Versorgerschwergewichten E.ON und RWE zu.
Im MDAX ziehen Wincor Nixdorf um mehr als 2 Prozent an. Presseangaben zufolge hat der Geldautomatenhersteller seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigt und peilt eine Dividendenerhöhung an. Dagegen stechen Fresenius mit einem satten Abschlag von mehr als 11 Prozent ins Auge. Der Gesundheitskonzern gab zuvor bekannt, dass Fresenius Kabi Verträge zum Erwerb des amerikanischen Generikaherstellers APP Pharmaceuticals unterzeichnet hat. Der Barkaufpreis einschließlich aller Wandlungs- und Optionsrechte beträgt vor einer Erfolgsbeteiligung rund 3,7 Mrd. Dollar.
Für Air Berlin geht es im SDAX um 1,6 Prozent nach unten. Die Fluggesellschaft meldete heute, dass sie im Juni mehr Passagiere befördert hat. Anteilsscheine des Online-Brokers comdirect bank geben nach der Vorlage der Orderzahlen für Juni 1,5 Prozent ab.
Unternehmensmeldungen:
Der Verkauf der Deutsche Postbank AG (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) könnte einem Pressebericht zufolge möglicherweise an überzogenen Preisvorstellungen der Konzernmutter Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200) scheitern. Wie die "WirtschaftsWoche" unter Berufung auf Kreise des Bundesfinanzministeriums berichtet, sieht die Post den Wert ihrer Banktochter bei mehr als 10 Mr. Euro. Die bisherigen unverbindlichen Gebote lägen aber zwischen 8 und 9 Mrd. Euro. Laut dem Bericht besteht der Aufsichtsrat jedoch auf einem zweistelligen Milliardenangebot, was jedoch jenseits der Gebote der Kaufinteressenten liegt. Zudem soll es bei der Post zunehmend Bedenken geben, die stabile Finanztochter abzugeben, weil das Kerngeschäft Logistik wegen des hohen Ölpreises unter Druck gerät. Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) sei den Angaben zufolge nach wie vor an einem Kauf interessiert, will jedoch keinesfalls mehr als 10 Mrd. Euro bezahlen. Aus dem Rennen um die Postbank ausgeschieden sei hingegen die Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200), die sich künftig auf eine Fusion mit der zur Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) gehörenden Tochter Dresdner Bank konzentrieren wolle.
Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) gab heute bekannt, dass Fresenius Kabi Verträge zum Erwerb der APP Pharmaceuticals Inc. (ISIN US00202H1086/ WKN A0M7Z7) unterzeichnet hat. APP ist einer der führenden nordamerikanischen Hersteller von intravenös verabreichten generischen Arzneimitteln. Der Barkaufpreis für alle ausstehenden Aktien des Unternehmens einschließlich aller Wandlungs- und Optionsrechte beträgt vor der Erfolgsbeteiligung rund 3,7 Mrd. Dollar. Fresenius erwartet, dass sich die Akquisition entsprechend dem Finanzierungsplan im ersten Jahr neutral und ab dem zweiten Jahr deutlich positiv auf das Ergebnis pro Aktie auswirken wird.
Der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf AG (ISIN DE000A0CAYB2/ WKN A0CAYB) hat seine Ziele für das Gesamtjahr bestätigt und peilt eine Dividendenerhöhung an. "Wir halten an unserer Ausschüttungspolitik fest. Eine Anhebung ist deshalb durchaus vorstellbar", sagte Vorstandschef Eckard Heidloff der "WirtschaftsWoche". Trotz der im Zwischenbericht genannten eingetrübten Rahmenbedingungen ist Heidloff überzeugt, die angestrebten Ergebnisse zu erreichen. "Wir sind sicher, dass wir wie geplant 8 Prozent mehr Umsatz und ein Plus im operativen Ergebnis von 10 Prozent schaffen. Bisher haben wir immer geliefert." Dabei nannte der Vorstandschef die Erwartungen der Analysten, die beim Ergebnis je Aktie sogar ein Plus von 15 Prozent erwarten, realistisch: "Der Anstieg des Gewinns nach Steuern und Zinsen wird in der Tat höher ausfallen als der Zuwachs im Betriebsergebnis", so der Manager.
Die Fluggesellschaft Air Berlin plc (ISIN GB00B128C026/ WKN AB1000) meldete heute, dass sie im Monat Juni 2008 insgesamt 2.704.655 Passagiere (Vorjahr: 2.706.088) befördert hat. Die Auslastung der Flugzeuge war mit 80,9 Prozent um 0,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Der Umsatz pro angebotenem Sitzplatzkilometer (ASK) erhöhte sich im Juni 2008 um 9 Prozent von 4,88 auf 5,32 Cent, hieß es.
Der Online-Broker comdirect bank AG (ISIN DE0005428007/ WKN 542800) konnte die Zahl der Wertpapierorders im Monat Juni steigern. Wie der Konzern heute erklärte, lag die Zahl der abgewickelten Transaktionen im Berichtsmonat bei 637.373, nach 614.833 im Mai. Die Kundenzahl der comdirect bank erhöhte sich im Juni auf 1.213.718 (Mai: 1.177.590). Ende Juni wurden 665.368 Wertpapierdepots geführt (Mai: 662.632). Die Zahl der Girokonten stieg auf 368.376 (Mai: 362.757), die Zahl der Tagesgeld PLUS Konten auf 647.798 (Mai: 616.753). Wie der Online-Broker weiter ausführte, verringerte sich das betreute Kundenvermögen im Vergleich zum Vormonat von 22,04 Mrd. Euro auf 21,72 Mrd. Euro. (07.07.2008/ac/n/m)
| 02.10.2008 | Deutsche Postbank buy | Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA | |
| 23.09.2008 | Deutsche Postbank neues Kursziel | Merrill Lynch & Co., Inc. | |
| 16.09.2008 | Deutsche Postbank akkumulieren | Independent Research GmbH | |
| 15.09.2008 | Deutsche Postbank Downgrade | WestLB AG | |
| 15.09.2008 | Deutsche Postbank hold | Société Générale Group S.A. (SG) |
Aktien in diesem Artikel
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