07.04.2008 10:23
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DAX am Morgen: Freundlicher Wochenauftakt, Telekom und Premiere im Blick

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die positiven Vorgaben aus Asien führen am deutschen Aktienmarkt zu einem freundlichen Start in die Woche. Momentan kann der DAX um 0,83 Prozent vorrücken auf 6.819,49 Indexpunkte. Beim MDAX ist gleichzeitig ein Aufschlag von 1,00 Prozent auf 9.158,01 Zähler auszumachen. Ungeachtet des enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts wurden aus Fernost teils deutliche Gewinne gemeldet. Unter anderem verbesserten sich hier der Nikkei-Index um 1,2 Prozent und der Shanghai Composite um 4,5 Prozent. Am Abend wird dann der US-Aluminiumkonzern Alcoa traditionell die Berichtssaison einläuten.

Der Gesundheitskonzern FMC rechnet auch nach dem am Freitag ergangenen Gerichtsentscheid im Zusammenhang mit Patentstreitigkeiten mit Baxter weiterhin nicht mit einer nennenswerten Beeinträchtigung des Produktgeschäfts mit Dialysemaschinen in den USA. Der Konzern geht weiterhin davon aus, dass die betreffenden Patente von Baxter nichtig und somit nicht mehr durchsetzbar sind. Die FMC-Aktie verliert aber dennoch 0,5 Prozent.

Daimler liegen mit einem Plus von 0,8 Prozent im Markt. Einem Pressebericht zufolge ziehen die Stuttgarter einen Zukauf im Lkw-Geschäft in Betracht. Auch die Übernahme einer Pkw-Marke wollte Daimler-Chef Zetsche nicht komplett ausschließen. Papiere der Deutschen Telekom legen 0,7 Prozent zu. Am heutigen Montag hat in Frankfurt der Musterprozess um den Börsengang des Telekommunikationsriesen begonnen. Insgesamt verlangen rund 16.000 Anleger von dem Konzern Schadenersatz. Gestützt auf einen positiven Analystenkommentar rücken E.ON als Spitzenreiter um 1,9 Prozent vor. Dicht dahinter folgen Volkswagen und die HRE.

Im MDAX richten sich die Blicke mitunter auf Premiere. Der Bezahlfernsehsender ist laut einem Pressebericht an dem zum Medienkonzern ProSiebenSat.1 gehörenden Fernsehsender Sat.1 interessiert. Während die Premiere-Aktie ein knappes Prozent zulegen kann, preschen Titel von ProSiebenSat.1 um mehr als 3 Prozent nach oben.

Unternehmensmeldungen:

Die beiden Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) und Electricite de France (EDF) (ISIN FR0010242511/ WKN A0HG6A) haben einem Pressebericht zufolge Verhandlungen mit der britischen Centrica plc (ISIN GB00B033F229/ WKN A0DK6K) über ein mögliches Übernahmeangebot für den führenden britischen Atomkraftkonzern British Energy Group plc (ISIN GB00B04QKW59/ WKN A0DPS5) aufgenommen. Laut einem Bericht der "Financial Times" seien die Gespräche jedoch noch in einem recht frühen Stadium. Centrica sei laut dem Bericht selbst nicht in der Lage, ein Übernahmeangebot für British Energy abzugeben, da der Konzern nicht über die finanziellen Rahmenbedingungen verfüge. Eine mögliche Kombination zwischen einem ausländischen Interessenten und Centrica hätte dabei außerdem den Vorteil, dass eventuelle wettbewerbsrechtliche Bedenken seitens der zuständigen Behörden zerstreut werden könnten.

Der Automobilkonzern Daimler AG (ISIN DE0007100000/ WKN 710000) zieht Presseangaben zufolge einen Zukauf im Lkw-Geschäft in Betracht. Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe unter Berufung auf einer Interview mit Dieter Zetsche berichtete, kann sich der Daimler-Chef im Nutzfahrzeuggeschäft einen Zukauf durchaus vorstellen. Die Übernahme einer Pkw-Marke wollte Zetsche zwar nicht ausschließen, jedoch glaube er nicht "dass ein solches Ziel der Begierde für uns bei den Pkw-Herstellern zu sehen wäre." Zudem prüft Daimler laut dem Magazin derzeit den Aufbau weiterer Produktionskapazitäten in Osteuropa. Die Entscheidung, ob das neue Werk in Polen, Tschechien oder Rumänien stehen wird, soll noch im zweiten Quartal fallen. Darüber hinaus will Daimler künftig Lkw in Russland produzieren, hieß es.

Die Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) meldete heute, dass ihre US-Tochter Fresenius Medical Care Holdings Inc. auch nach dem am Freitag ergangenen Gerichtsentscheid im Zusammenhang mit Patentstreitigkeiten mit der Baxter Healthcare Corp. weiterhin nicht mit einer nennenswerten Beeinträchtigung des Produktgeschäfts mit Dialysemaschinen in den USA rechnet. Den Angaben zufolge hatte das Bundesbezirksgericht für Nordkalifornien in dem laufenden Verfahren den Antrag von Baxter auf ein neues Verfahren Ende letzter Woche abgelehnt. Das Gericht hat jedoch in erster Instanz angeordnet, dass FMC für seine Dialysemaschine 2008K Lizenzzahlungen an Baxter leisten müsse und die Maschine von Januar 2009 an in den USA mit der derzeitigen Touchscreen-Benutzeroberfläche nicht mehr verkaufen dürfe. Aufgrund der bestehenden Sachlage geht FMC aber weiterhin davon aus, dass die betreffenden Patente von Baxter - wie vom US-Patentamt in einer Neubewertung festgestellt - nichtig und somit nicht mehr durchsetzbar sind.

Die Premiere AG (ISIN DE000PREM111/ WKN PREM11) ist laut einem Pressebericht an dem zum Medienkonzern ProSiebenSat.1 Media AG (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) gehörenden Fernsehsender Sat.1 interessiert. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" erklärte der Premiere-Vorstandschef Michael Börnicke: "Wir sind daran interessiert, Sat 1 zu kaufen. Der Berliner Sender würde ideal zu uns passen." Der Vorstand von ProSiebenSat 1 will vom Verkauf seines Senders jedoch anscheinend nichts wissen. "Es gibt darüber keine Gespräche", sagte eine Konzernsprecherin gegenüber der Wirtschaftszeitung. Allerdings hat es laut dem Bericht in der Vergangenheit Spekulationen gegeben, dass die Sendergruppe geteilt werden könnte. Sat.1 kämpft mit schlechten Zuschauerquoten und enttäuschenden Zahlen. (07.04.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

RWE 75,7 -1,9%
Daimler 41,1 +2,4%
Fresenius Medical Care 34,9 +3,8%
Premiere 11,3 +0,2%
ProSiebenSat1 Media vz 6,2 +11,3%
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