28.04.2008 10:05
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DAX am Morgen: Freundlicher Wochenauftakt, Vorgaben stützen

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist mit grünen Vorzeichen in die neue Woche gestartet. Gestützt auf positive Vorgaben aus Übersee gewinnt der DAX aktuell 0,48 Prozent auf 6.929,79 Indexpunkte. Der MDAX verbucht ein Plus von 1,28 Prozent auf 9.390,13 Zähler. Der Dow Jones hat am Freitag nach einem schwachen Auftakt fester geschlossen. Aus Tokio wurden heute ebenfalls leichte Gewinne gemeldet. Darüber hinaus hat der GfK-Konsumklimaindex für Mai positiv überrascht.

Mit einem Aufschlag von 1,6 Prozent übernehmen Papiere der HRE die Indexspitze. Auf den Plätzen folgen die Commerzbank, Infineon und die Deutsche Postbank. Siemens legen 0,6 Prozent zu. Hier steht ein Pressebericht im Blick, wonach Versicherer für einen Teil des Schadens in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre bei dem Industriekonzern aufkommen sollen.

TUI wiederum tendieren kaum verändert. In einem Presseinterview hat sich der Großaktionär John Fredriksen enttäuscht über das Konzernmanagement geäußert und mit einem möglichen Ausstieg gedroht. MAN, Continental und Bayer verlieren allesamt deutlicher. Alle drei Werte werden allerdings ex-Dividende gehandelt.

Titel des Beteiligungsunternehmens ARQUES, das sämtliche Anteile an dem Paketzusteller Agencia Servicios Mensajeria für einen symbolischen Kaufpreis übernommen hat, kommen im MDAX kaum von der Stelle. An der Indexspitze springen K+S um knapp 5 Prozent, gefolgt von Symrise.

Unternehmensmeldungen:

Der Großaktionär des Reise- und Schifffahrtskonzerns TUI AG (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00, John Fredriksen, hat sich in einem Zeitungsinterview enttäuscht über das Konzernmanagement geäußert und mit einem möglichen Ausstieg bei TUI gedroht. "Ich kann mein Geld auch woanders investieren", erklärte der norwegische Großaktionär in einem Interview mit der "WELT am Sonntag". Derzeit ist Fredriksen mit einem Anteil von 11,75 Prozent inzwischen der größte Einzelaktionär des im DAX30 notierten Konzerns. Fredriksen moniert im Rahmen des Zeitungsinterviews vor allem die Unzuverlässigkeit des TUI-Managements. In diesem Zusammenhang forderte Fredriksen die Ablösung von TUI-Aufsichtsratschef Jürgen Krumnow.

Versicherer sollen einem Pressebericht zufolge für einen Teil des Schadens in Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre beim Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) aufkommen. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, hat der Konzern bei einem Konsortium unter der Führung der Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) einen Schaden von bis zu 250 Mio. Euro aus der Managerhaftpflicht gemeldet. Über diese Summe hatte der Konzern bei dem Konsortium für 2004 bis 2007 eine sogenannte Directors' and Officers' Liability Insurance (D&O) abgeschlossen. Mit der D&O-Deckung sichern Konzerne ihre Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder gegen mögliche Schadensersatzansprüche ab - von Dritten oder vom eigenen Unternehmen. Geldstrafen, Steuernachzahlungen und Ermittlungskosten im Zusammenhang mit der Affäre summieren sich Siemens zufolge auf über 1,6 Mrd. Euro.

Das Beteiligungsunternehmen ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) meldete heute, dass seine spanische Tochter ARQUES Iberia sämtliche Anteile an dem Paketzusteller Agencia Servicios Mensajeria (ASM) für einen symbolischen Kaufpreis übernommen hat. Verkäufer ist die Grupo Agbar, eine der größten spanischen Industrie-Holdings, und die JPL Noray SL. Den Angaben zufolge übernimmt ASM Kurier-, Transport- und spezielle Logistikdienstleistungen für Großkunden aus den Bereichen Telekommunikation, Banken und Versicherungen sowie aus der Pharma-Industrie. Das spanische Unternehmen, das über 50 Niederlassungen und Außenposten in Spanien, Portugal und Andorra verfügt, beschäftigt rund 350 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2007 einen Umsatz von über 45 Mio. Euro. (28.04.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

TUI 18,0 +2,6%
Siemens 76,9 +2,1%
Allianz SE 129,5 +0,2%
ARQUES Industries 9,5 -0,4%

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