18.07.2008 10:17
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DAX am Morgen: Kaum verändert, Commerzbank an der Spitze

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den deutlichen Gewinnen der vergangenen Tage legt der deutsche Aktienmarkt am letzten Handelstag der Woche erst einmal eine Verschnaufpause ein. Der DAX verliert aktuell 0,11 Prozent und steht bei 6.264,44 Punkten. Gleichzeitig fällt der MDAX um 1,09 Prozent auf 8.374,58 Zähler zurück.

Gestützt auf einen weiteren Ölpreisrückgang hat die Wall Street am Vorabend kräftige Gewinne eingefahren. Nachbörslich kamen allerdings eine Reihe wichtiger Geschäftszahlen auf den Tisch, die mehrheitlich enttäuscht haben. So hat beispielsweise die Investmentbank Merrill Lynch im zweiten Quartal erneut einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet und die Erwartungen verfehlt. Wenig begeistert waren die Anleger offenbar auch von den Ergebnissen von Microsoft, Google und AMD. Alle genannten Werte fielen im nachbörslichen US-Handel deutlich.

Trotz der enttäuschenden Zahlen von Merrill Lynch gewinnen Papiere der Commerzbank an der Indexspitze über 2 Prozent. Infineon zeigen sich ebenfalls unbeeindruckt von den in den USA vorgestellten Unternehmensergebnissen und legen an zweiter Stelle 2 Prozent zu. Kursgewinne von jeweils mehr als 1 Prozent fahren noch MAN und die Deutsche Lufthansa ein, wobei letztere vom jüngsten Ölpreisrückgang profitieren.

Die Aktie von Continental tritt indes auf der Stelle. Hier steht ein Pressebericht im Blick, wonach die Schaeffler-Gruppe trotz anderweitiger Behauptungen doch die Zerschlagung des Automobilzulieferers anstrebt. Am Indexende geben Henkel 1,8 Prozent ab. Daneben trennen sich die Anleger verstärkt von Linde, ThyssenKrupp und Volkswagen.

Papiere von Douglas geben im MDAX rund 1 Prozent ab. Der Konzern will sich auf seinem geplanten Expansionskurs einem Pressebericht zufolge nun doch vornehmlich auf Europa konzentrieren und auf den Einstieg in Wachstumsmärkte wie China, Indien und Saudi-Arabien verzichten. Fresenius fallen um 1,4 Prozent zurück. Wie gestern Abend bekannt wurde, konnte eine Pflichtumtauschanleihe erfolgreich platziert werden. Die rote Laterne liegt bei K+S mit -5,4 Prozent. HeidelbergCement gewinnen an der Spitze 4,5 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Die Schaeffler-Gruppe strebt einem Pressebericht trotz anderweitiger Behauptungen doch die Zerschlagung des Automobilzulieferers Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) an. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, will Schaeffler demnach nicht nur die Reifensparte von Continental abspalten, sondern plant auch den Verkauf der Conti Tech AG. Den Angaben zufolge wurde der Spezialist für Kautschuk- und Kunststofftechnologie dem Finanzinvestor Carlyle angeboten. Die beiden geplanten Veräußerungen sollen dabei der Refinanzierung der Conti-Übernahme dienen. Continental hatte erst kürzlich die von der Schaeffler Gruppe vorgelegte Übernahmeofferte als unzureichend abgelehnt.

Die Douglas Holding AG (ISIN DE0006099005/ WKN 609900) will sich auf ihrem geplanten Expansionskurs nach Aussage ihres Vorstandschefs Henning Kreke nun doch vornehmlich auf Europa konzentrieren und auf den Einstieg in Wachstumsmärkte wie China, Indien und Saudi-Arabien verzichten. "Wir haben beschlossen, uns auf die Expansion in Europa zu konzentrieren", erklärte der Manager in einem Interview mit der Tageszeitung "DIE WELT". Auch das USA-Geschäft stehe möglicherweise vor dem Verkauf. Wie es weiter heißt, sieht man das Unternehmen auf dem derzeitigen Kursniveau als deutlich unterbewertet an. Der Kreke/Eklöh-Clan, der zusammen mit der Familie Oetker die Mehrheit an Douglas hält, stocke seine Beteiligung angesichts des gesunkenen Aktienkurses weiter auf.

Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) gab am Donnerstag bekannt, dass er erfolgreich seine 554 Millionen Euro- Pflichtumtauschanleihe in Stammaktien der Fresenius Medical Care platziert hat. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 3 Jahren. Bei Fälligkeit hat der Emittent eine minimale Anzahl von 14,24 Mio. Aktien und eine maximale Anzahl von 16,80 Mio. Aktien zu liefern, was entsprechend ca. 4,80 Prozent und ca. 5,66 Prozent des gesamten gezeichneten Kapitals der Fresenius Medical Care ausmacht, so die Mitteilung weiter. (18.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Continental 74,0 +0,0%
DOUGLAS 30,4 -0,9%
Fresenius SE Vz 54,1 -1,8%
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