22.04.2008 10:17
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DAX am Morgen: Knapp behauptet, Infineon auf der Überholspur

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte liegen am Dienstagmorgen überwiegend leicht im Minus. Aktuell ist beim DAX ein Abschlag von 0,11 Prozent auf 6.779,27 Indexpunkte auszumachen. Der MDAX verliert daneben 0,16 Prozent auf 9.129,41 Zähler. Die Wall Street konnte gestern im Vergleich zum Handelsschluss in Deutschland noch etwas zulegen. Belastet von Gewinnmitnahmen ging es allerdings an der japanischen Börse deutlicher nach unten, der Nikkei-Index verlor heute 1,1 Prozent.

Die Aktie von Infineon gewinnt nach einem schwachen Auftakt an der DAX-Spitze mehr als 2 Prozent. Anfangs litt der Titel unter den enttäuschenden Zahlen der Speicherchip-Tochter Qimonda. Allerdings verkündete Infineon, dass man die Veräußerung und die daraus folgende Dekonsolidierung seiner Beteiligung an Qimonda weiter vorbereitet. Mit einigem Abstand folgen Henkel und die Commerzbank.

RWE tendieren nahezu unverändert. Einem Pressebericht zufolge hat der Energieversorger die Preisspanne für die Aktie der US-Wassertochter American Water gegenüber der Planung um etwa 10 Prozent abgesenkt. Am Indexende verlieren TUI 1,4 Prozent.

Im SDAX ziehen Balda um 4 Prozent an. Der Handy-Ausrüster musste im Jahr 2007 erneut rote Zahlen ausweisen, bestätigte zugleich aber die Erwartungen für 2008. Papiere des Bau- und Maschinenbaukonzerns BAUER, der die erfolgreiche Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Fiskaljahr weiter fortsetzen konnte und dabei die im vergangenen Jahr mehrmals angehobenen Ziele übertraf, legen 3,5 Prozent zu. Für Sixt geht es um mehr als 2 Prozent nach oben. Der Fahrzeugvermieter präsentierte seinen endgültigen Jahresabschluss 2007 und kündigte die vierte Dividendenerhöhung in Folge an. Titel des Online-Brokers comdirect bank verfestigen sich nach Zahlen um 1,5 Prozent.

Unternehmensmeldungen:

Der Technologiekonzern Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) bereitet die Veräußerung und die daraus folgende Dekonsolidierung seiner Beteiligung an der Qimonda AG weiter vor. Wie der Konzern heute erklärte, hat der Prüfungsausschuss des Infineon-Aufsichtsrats die Entscheidung bestätigt, die Vermögensgegenstände und Schulden von Qimonda in der Konzernbilanz von Infineon zum 31. März 2008 in die Position Assets Held for Sale umzugliedern. Daraus hat sich eine Differenz zwischen Buch- und Zeitwert ergeben, der einen Abschreibungsbedarf in Höhe von 1 Mrd. Euro zur Folge hat. Dieser Wert wird im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres den "Überschuss/Fehlbetrag aus nicht fortgeführten Aktivitäten" belasten.

Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) wird aus dem Börsengang der US-Wassertochter American Water voraussichtlich nicht die erhofften Einahmen erzielen. Wie die "Börsen Zeitung" unter Berufung auf Aussagen von Thomas Deser, Fondsmanager bei Union Investment, berichtet, wurde die Preisspanne für die Aktie im Zuge der gerade laufenden Roadshow in Europa gegenüber der Planung um etwa 10 Prozent auf 22 bis 23 Dollar abgesenkt. RWE wollte die Information auf Anfrage nicht kommentieren. Ursprünglich waren laut dem Anfang April bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokument 24 bis 26 Dollar angepeilt. "Die Absenkung der Preisspanne deutet darauf hin, dass das Interesse der Investoren nicht gerade überbordend groß ist", sagte Deser gegenüber der Wirtschaftszeitung.

Die zur Bayer AG (ISIN DE0005752000/ WKN 575200) gehörenden Tochtergesellschaften Bayer Schering Pharma AG und Bayer HealthCare Pharmaceuticals haben eine Patentverletzungsklage beim U.S. Federal Court für den Southern District of New York (New York) gegen die Watson Pharmaceuticals Inc. (ISIN US9426831031/ WKN 885798), die Watson Laboratories Inc. und die Sandoz Inc. eingereicht. Watson Pharmaceuticals und Sandoz hatten bei der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA Anträge auf Zulassung generischer Versionen des oralen Verhütungsmittels Yasmin der Bayer Schering Pharma AG eingereicht.

Die Balda AG (ISIN DE0005215107/ WKN 521510), die komplette Baugruppen aus Kunststoff, Metall und Elektronikkomponenten sowie Touch-Sensoren entwickelt und produziert, veröffentlichte heute ihr Jahresergebnis. Den Angaben zufolge stieg der Umsatz der Gruppe 2007 in den fortgeführten Bereichen um 64 Prozent. Das Vorsteuer-Ergebnis war weiter negativ, konnte aber deutlich verbessert werden. Ohne einen Sondereffekt wurde das EBT-Ziel der fortgeführten Bereiche nahezu erreicht. Für das Gesamtjahr 2008 wird in den fortgeführten Bereichen unverändert ein Umsatz von 600 Mio. Dollar erwartet. Das EBT soll bei rund 35 Mio. Dollar liegen.

Die BAUER AG (ISIN DE0005168108/ WKN 516810) konnte die erfolgreiche Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Fiskaljahr weiter fortsetzen und übertraf dabei die im vergangenen Jahr mehrmals angehobenen Ziele. Dabei profitierte der Bau- und Maschinenbaukonzern vom guten wirtschaftlichen Umfeld, der internationalen Präsenz sowie von der strategischen Ausrichtung auf zukunftsgerichtete Geschäftsfelder. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz um 23,7 Prozent. Das Periodenergebnis vor Anteilen Dritter konnte mehr als verdoppelt werden.

Der Online-Broker comdirect bank AG (ISIN DE0005428007/ WKN 542800) meldete heute, dass er über alle Kompetenzfelder gewachsen und mit einem sehr guten Ergebnis in das Jahr gestartet ist. Demnach wurde im ersten Quartal ein Anstieg beim Vorsteuerergebnis erzielt. Dabei stiegen die Gesamterträge um 14 Prozent. Insbesondere der Zinsüberschuss hat dazu beigetragen.

Der Fahrzeugvermieter Sixt AG (ISIN DE0007231326/ WKN 723132) plant die vierte Dividendenerhöhung in Folge. Wie der Konzern heute erklärte, werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2007 pro Stammaktie 1,18 Euro (Vorjahr 1,05 Euro) und pro Vorzugsaktie 1,20 Euro (Vorjahr: 1,07 Euro) auszuschütten. Die Ausschüttungssumme würde damit um 13 Prozent auf 29,7 Mio. Euro ansteigen. Der endgültige Jahresabschluss 2007 verzeichnete Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis. Der operative Konzernumsatz aus Vermiet- und Leasing-Geschäften (ohne Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge) erhöhte sich um 14 Prozent. Der Konzernüberschuss stieg um 26,9 Prozent. (22.04.2008/ac/n/m)

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