21.04.2008 09:55
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DAX am Morgen: Knapp behauptet, Volkswagen und Fresenius im Blick

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Trotz positiver Vorgaben aus Übersee geht es für die deutschen Standardwerte zum Wochenauftakt mehrheitlich leicht nach unten. Der DAX verbucht aktuell ein Minus von 0,16 Prozent auf 6.832,02 Zähler. Der MDAX zieht dagegen um 0,05 Prozent an auf 9.185,81 Indexpunkte. Beflügelt von positiv aufgenommenen Unternehmensergebnissen hat die Wall Street am Freitag deutlich im Plus geschlossen. Die asiatischen Börsen konnten dem Trend heute folgen. Unter anderem verbesserte sich der japanische Nikkei-Index um 1,6 Prozent. Am Nachmittag dürften mitunter die Quartalszahlen der Bank of America für Aufsehen sorgen.

Anteilsscheine von Volkswagen fallen dabei um ein halbes Prozent zurück. Einem Pressebericht zufolge will das Land Niedersachsen offenbar seine Beteiligung an den Wolfsburgern aufstocken, um die Macht des VW-Großaktionärs Porsche einzudämmen. Die Porsche-Aktie verliert im breiten Markt ebenfalls ein halbes Prozent.

Am DAX-Ende findet sich die Deutsche Börse mit -1,1 Prozent, gefolgt von SAP und der Allianz. Auf der anderen Seite gewinnen Infineon als Spitzenreiter 2,7 Prozent. Gesucht sind ferner die HRE und Merck. Im MDAX stehen Fresenius im Blick. Der Gesundheitskonzern kündigte am Wochenende die Mehrheitsübernahme des indischen Generikaherstellers Dabur Pharma an. Die Fresenius-Aktie tendiert gegenwärtig kaum verändert. An der Indexspitze gewinnen HOCHTIEF mehr als 2 Prozent, wogegen Pfleiderer um 1,5 Prozent absacken.

Unternehmensmeldungen:

Das Land Niedersachsen will einem Pressebericht zufolge offenbar seine Beteiligung an der Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) aufstocken. Laut einem Bericht der "WirtschaftsWoche" zieht der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff derzeit alle Möglichkeiten in Betracht, um die Macht des VW-Großaktionärs Porsche Automobil Holding SE (ISIN DE0006937733/ WKN 693773) einzudämmen. Sollte es dem Land gelingen, seinen Anteil auf über 25 Prozent zu erhöhen, wäre Porsche in allen wichtigen Fragen auf die Zustimmung Niedersachsens angewiesen. Selbst dann wenn die 80-Prozent-Regelung fallen sollte und für wichtige Beschlüsse der Hauptversammlung (etwa Satzungsänderungen oder Kapitalerhöhungen) nur noch die übliche 75-Prozent-Mehrheit gelten würde.

Der Gesundheitskonzern Fresenius SE (ISIN DE0005785638/ WKN 578563) gab am Sonntag bekannt, dass Fresenius Kabi seine Wachstumsstrategie auf dem Gebiet intravenös verabreichter Arzneimittel fortsetzt. Der Unternehmensbereich erwirbt demnach 73,3 Prozent der Aktien der indischen Dabur Pharma Ltd. für umgerechnet 139 Mio. Euro. Gemäß den Vorgaben des indischen Rechts hat Fresenius Kabi gestern ebenfalls angekündigt, bis zu 20 Prozent der verbleibenden Aktien im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots zu erwerben. Dabur Pharma mit Sitz in Neu-Delhi ist ein führender Hersteller von generischen Arzneimitteln und Wirkstoffen zur Krebsbehandlung. (21.04.2008/ac/n/m)

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