03.07.2008 09:56
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DAX am Morgen: Kräftige Verluste, Ölpreis weiter auf Rekordjagd, HRE unter Druck

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte haben am Donnerstagmorgen mit teils kräftigen Verlusten zu kämpfen. Beim DAX ist aktuell ein Minus von 1,28 Prozent auf 6.224,61 Indexpunkte auszumachen. Der MDAX fällt daneben um 2,70 Prozent zurück auf 8.332,81 Zähler. Der Dow Jones beendete den Handel am Vorabend mit einem satten Abschlag von 1,5 Prozent. Dabei hat sich die Rekordjagd bei den Preisen für Rohöl weiter fortgesetzt. Am Nachmittag steht die Zinsentscheidung der EZB zur Veröffentlichung an. In den USA werden außerdem wichtige Arbeitsmarktdaten bekannt gegeben.

Angesichts der äußerst getrübten Stimmung liegt derzeit kein einziger DAX-Wert im Plus. Recht stabil präsentieren sich die Allianz mit -0,4 Prozent und FMC mit -0,1 Prozent. Dagegen knicken Infineon um mehr als 4 Prozent ein. Titel der HRE fallen ebenfalls um gut 4 Prozent zurück. Der Immobilienfinanzierer konnte eigenen Angaben zufolge im zweiten Quartal trotz der anhaltenden Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten einen Gewinn erwirtschaften. Allerdings hat die Ratingagentur S&P unter anderem die Counterparty Credit Ratings zurückgenommen.

Mit im unteren Indexdrittel mit Abschlägen von bis zu knapp 4 Prozent finden sich unter anderem auch ThyssenKrupp, METRO und Daimler. Anteilsscheine der Deutschen Lufthansa verlieren angesichts des Ölpreisrekords 2,1 Prozent. Titel der Deutschen Bank geben 0,9 Prozent ab. Wie am Vorabend bekannt wurde, übernimmt der Konzern für 709 Mio. Euro die Commercial Banking-Aktivitäten in den Niederlanden von ABN AMRO.

Im MDAX ist rot ebenfalls die bestimmende Farbe. Das Schlusslicht bilden K+S mit -7,1 Prozent. Kaum besser ist es um KlöCo und LEONI bestellt. Im SDAX gewinnen Titel der IKB mehr als 3 Prozent. Der Verlust der Mittelstandsbank fiel im abgelaufenen Geschäftsjahr geringer aus als befürchtet.

Unternehmensmeldungen:

Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) gab am Mittwoch bekannt, dass sie im Rahmen der ABN AMRO-Übernahme die Commercial Banking-Aktivitäten in den Niederlanden übernimmt. Wie aus der gemeinsamen Mitteilung mit dem ABN AMRO-Miteigentümer, dem belgisch-niederländischen Finanzdienstleister Fortis S.A. (ISIN BE0003801181/ WKN 982570), hervorgeht, wird die Deutsche Bank 709 Mio. Euro in bar für die übernommenen Aktivitäten bezahlen. Die Übernahme steht dabei im Zusammenhang mit den von der EU-Kommission gemachten Vorgaben für die Übernahme von ABN AMRO. Von der Übernahme sind rund 35.000 Geschäftskunden und 8.000 Privatkunden sowie 1.400 Mitarbeiter betroffen.

Die Hypo Real Estate Holding AG (HRE) (ISIN DE0008027707/ WKN 802770) konnte auch im zweiten Quartal trotz der anhaltenden Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten einen Gewinn erwirtschaften. Für den weiteren Verlauf erwartet der Hypothekenanbieter trotz der vorgenommenen Senkung einiger Ratings durch die Agentur Standard & Poor's (S&P) einen weiterhin stabilen Geschäftsverlauf. Wie die HRE weiter ausführte, hat sie die schweren Turbulenzen im Finanzsektor und an den Kapitalmärkten bereits in den vergangenen Monaten zum Anlass genommen, Risikopositionen in ihren Portfolios abzubauen. Auch im zweiten Quartal habe man die diese konservative Risikopolitik erfolgreich umgesetzt, wobei es der HRE gelungen sei, trotz des weltweit schwierigen Bankenumfelds profitabel zu arbeiten.

Die Mittelstandsbank IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) meldete heute, dass ihr Vorstand die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2007/08 für den IKB-Konzern (nach IFRS) erstellt und den Jahresabschluss 2007/08 für die IKB AG (nach HGB) aufgestellt hat. Den Angaben zufolge belief sich der Jahresverlust (nach Steuern) im Konzern auf 24 Mio. Euro. Die positive Differenz zu dem vom Vorstand Ende April angekündigten Jahresverlust von 0,2 Mrd. Euro erklärt sich aus deutlich geringeren latenten Steuern als ursprünglich erwartet, hieß es. Die AG weist einen Jahresfehlbetrag von 1,76 Mrd. Euro vor Verlusttragung der Genusscheine und stillen Einlagen auf. (03.07.2008/ac/n/m)

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