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DAX am Morgen: Mäßige Verluste, BMW nach Zahlen im Plus, Allianz unter Druck
Gegen den Trend wechseln BMW auf die Überholspur und legen als Spitzenreiter 1,4 Prozent zu. Der Automobilhersteller hat im ersten Quartal wegen der Auswirkungen der Finanzkrise, den weiter steigenden Rohstoffpreisen sowie der Schwäche des Dollars weniger verdient, die Erwartungen der Analysten allerdings übertroffen. Papiere des Einzelhandelskonzerns METRO, der mit einem kräftigen Wachstum bei Umsatz und EBIT ins Geschäftsjahr 2008 gestartet ist, rücken um 0,6 Prozent vor.
Dagegen fallen Anteilsscheine von Continental um 1 Prozent zurück. Der Automobilzulieferer musste im ersten Quartal aufgrund von Belastungen in Zusammenhang mit der Übernahme der Geschäftssparte VDO einen Ergebnisrückgang vorweisen. Im Finanzsektor geht es für Titel der Allianz um 1,2 Prozent nach unten. Wie der Allfinanzkonzern heute mitteilte, erwartet er im ersten Quartal Wertberichtigungen von rund 900 Mio. Euro, die infolge der anhaltenden Finanzmarktkrise im Bereich der strukturierten Finanzprodukte der Dresdner Bank vorzunehmen sind. Ferner rechnet der Konzern für den Berichtszeitraum mit einem deutlich rückläufigen operativen Ergebnis. Papiere der Deutschen Bank verlieren daneben 0,7 Prozent. Das Kreditinstitut ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht.
Im MDAX rücken Vossloh um gut 2 Prozent vor. Der Bahntechnikkonzern verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg. ALTANA und Krones geben nach Zahlen jeweils leicht ab. Titel der IKB tendieren im SDAX gut behauptet. Die Mittelstandsbank musste im ersten Halbjahr 2007/08 ein negatives Ergebnis ausweisen. Trotz des Verlusts bekräftigt die IKB die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr.
Unternehmensmeldungen:
Der Allfinanzkonzern Allianz SE (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) gab heute bekannt, dass er im ersten Quartal 2008 Wertberichtigungen von knapp 0,9 Mrd. Euro erwartet, die infolge der anhaltenden Finanzmarktkrise im Bereich der strukturierten Finanzprodukte der Dresdner Bank vorzunehmen sind. Wie der Konzern mitteilte, rechnet er für das abgelaufene Quartal mit einem deutlich rückläufigen operativen Ergebnis. Aufgrund der ungünstigen Börsenkurse wurden im ersten Quartal 2008 die Realisierungsgewinne aus Kapitalanlagen bewusst niedrig gehalten. Daher liegt der erwartete Quartalsüberschuss deutlich unter dem Vorjahreswert. "Fast 2 Mrd. Euro operatives Ergebnis in diesem schwierigen Marktumfeld unterstreichen unsere nachhaltige Profitabilität. Wir halten daher unser mittelfristiges Ergebnisziel für 2009 nach wie vor für erreichbar, auch wenn dies umso schwieriger wird, je länger die Finanzmarktkrise andauert", so Allianz-Vorstand Helmut Perlet.
Die Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) hat für das erste Quartal 2008 einen Nettoverlust sowie einen Vorsteuerverlust bekannt gegeben. Wie das Kreditinstitut heute erklärte, verringerten sich die Erträge um rund die Hälfte. Ferner entstand ein Verlust vor Steuern, gegenüber einem deutlichen Gewinn vor Steuern im Vergleichsquartal 2007. Gemäß der gesellschaftseigenen Zielgrößendefinition, bei der bestimmte signifikante Gewinne (nach Abzug damit verbundener Aufwendungen) unberücksichtigt bleiben, ergab sich sogar ein noch deutlich höherer Vorsteuerverlust von 1,1 Mrd. Euro. Der Verlust nach Steuern belief sich auf 141 Mio. Euro, verglichen mit einem Gewinn nach Steuern von 2,1 Mrd. Euro im Vergleichsquartal 2007.
Der Einzelhandelskonzern METRO AG (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) gab heute bekannt, dass er mit einem kräftigen Wachstum bei Umsatz und EBIT ins Geschäftsjahr 2008 gestartet ist. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 7,3 Prozent. In Deutschland wuchs der Umsatz um 0,9 Prozent. Unter Berücksichtigung der Standortabgaben bei Real war das organische Wachstum deutlich höher. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte um 8 Prozent gesteigert werden. Das Periodenergebnis war leicht rückläufig. Für das laufende Geschäftsjahr 2008 rechnet der Konzern mit einem Umsatzwachstum von mehr als 6 Prozent. Beim EBIT wird vor Sondereffekten ein Wachstum von 6 bis 8 Prozent erwartet. Darin sind mögliche Aufwendungen im Rahmen der angekündigten Straffung des Filialnetzes bei Real Deutschland nicht enthalten.
Der Automobilzulieferer Continental AG (ISIN DE0005439004/ WKN 543900) musste im ersten Quartal aufgrund von Belastungen in Zusammenhang mit der Übernahme der Geschäftssparte VDO einen Ergebnisrückgang vorweisen. Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden bekräftigt. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz um 68 Prozent. Beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbuchte der Konzern einen leichten Anstieg. Beim Konzernergebnis nach Anteilen Dritter wurde indes ein Rückgang um 39 Prozent ausgewiesen.
Der Automobilhersteller Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) legte heute die Geschäftszahlen für das erste Quartal vor. Demnach wurde das Ergebnis des Automobilherstellers im Berichtszeitraum durch die Auswirkungen der Finanzkrise, weiter steigende Rohstoffpreise sowie die Schwäche des Dollars negativ beeinflusst. Der Überschuss ging um 17,0 Prozent zurück. Dabei übertraf der Automobilabsatz im ersten Quartal den Vorjahreswert. Entsprechend stieg der Konzernumsatz um 11,2 Prozent. Währungsbereinigt wäre der Konzernumsatz um 16,6 Prozent gestiegen, so BMW weiter. Bereinigt um den Sondereffekt aus der Rolls-Royce Umtauschanleihe im Jahr 2007 will der Münchener Automobilhersteller im laufenden Geschäftsjahr ein Konzernergebnis vor Steuern erreichen, das über dem Niveau des Vorjahres liegt.
Der Technologiekonzern Infineon Technologies AG (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) hat seine Aktivitäten im Bereich Power-Management-Applikationen durch die Übernahme des US-Unternehmens Primarion Inc. verstärkt. Wie der Konzern am Montagabend erklärte, gehört Primarion zu den führenden Unternehmen in den Bereichen Design, Fertigung und Marketing von Chips für digitales Power-Management in Computer-, Grafik- und Kommunikationsanwendungen. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.
Die Vossloh AG (ISIN DE0007667107/ WKN 766710) verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, konnte der Konzernüberschuss um 62 Prozent gesteigert werden. Beim Umsatz verzeichnete der Bahntechnikkonzern einen Anstieg um 28,8 Prozent. Bei der Vorlage der Quartalszahlen bekräftigte Vossloh erneut die Planzahlen für die Jahre 2008 und 2009.
Der Spezialchemiekonzern ALTANA AG (ISIN DE0007600801/ WKN 760080) gab heute bekannt, dass er sich im ersten Quartal 2008 weiter positiv entwickelt hat. Sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Der Umsatz erhöhte sich um 3 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 16 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern (EAT) ging um 28 Prozent zurück.
Die Krones AG (ISIN DE0006335003/ WKN 633500) konnte im ersten Quartal trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihren Wachstumskurs ungebremst fortsetzen und hat im Anschluss die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bestätigt. Wie der im Konzern heute erklärte, stieg der Gesamtumsatz um 17,9 Prozent. Der Gewinn nach Steuern legte um 34,1 Prozent zu. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Abfüllanlagenhersteller, dass der Umsatzzuwachs 2008 am oberen Rand des langfristigen Plankorridors von 5 bis 10 Prozent liegen wird. Des Weiteren soll die Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) 2008 weiter verbessert werden (Vorjahr 7,1 Prozent).
Die IKB Deutsche Industriebank AG (ISIN DE0008063306/ WKN 806330) musste im ersten Halbjahr 2007/08 (1. April 2007 bis 30. September 2007) ein negatives Ergebnis ausweisen. Wie die Mittelstandsbank heute erklärte, belief sich der Verlust auf -1,0 Mrd. Euro. Trotz des Verlusts bekräftigt die IKB die Prognose für das Ergebnis im gesamten Geschäftsjahr von - 0,2 Mrd. Euro. Positive Effekte überwiegen insgesamt deutlich die seit dem 30. September 2007 erforderlichen erhöhten Wertberichtigungen von Portfolioinvestments, erklärte die IKB. Den weiteren Abgaben zufolge besteht ein großes Bieterinteresse an der IKB. Der Verkaufsprozess der Anteile der KfW (45,5 Prozent) und der Stiftung Industrieforschung (10,7 Prozent) an der IKB verlaufe planmäßig. (29.04.2008/ac/n/m)
| 13.05.2008 | Allianz overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 13.05.2008 | Allianz neues Kursziel | Citigroup Corp. | |
| 09.05.2008 | Allianz kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 09.05.2008 | Allianz buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 09.05.2008 | Allianz buy | Citigroup Corp. |
Aktien in diesem Artikel
| Allianz SE | 129,5 | +0,2% | |
| Deutsche Bank | 76,1 | -0,4% | |
| METRO | 51,5 | +2,7% | |
| Continental | 82,5 | +4,0% | |
| Bayerische Motoren Werke | 36,9 | +0,5% | |
| Infineon Technologies | 6,9 | +1,5% | |
| Vossloh | 96,3 | +1,7% | |
| ALTANA | 12,7 | +0,6% | |
| Krones | 57,9 | +0,1% | |
| IKB Deutsche Industriebank | 3,8 | -0,5% |
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