17.06.2008 10:12
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DAX am Morgen: Positiver Auftakt, METRO im Blick

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte sind mit teils kräftigen Gewinnen in die heutige Sitzung gegangen. Beim DAX ist aktuell ein Plus von 0,59 Prozent auf 6.769,34 Indexpunkte auszumachen. Der MDAX klettert um 0,94 Prozent auf 9.728,17 Zähler. Dabei sind die Vorgaben aus New York und Tokio wenig hilfreich. Sowohl Dow Jones wie auch Nikkei haben leicht im Minus geschlossen. Dagegen profitiert der Markt von der jüngsten Entspannung beim Ölpreis. Neuen Schwung könnte im weiteren Handelsverlauf die Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturbarometers bringen.

Mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent übernehmen Infineon die Indexspitze. Spürbar fester liegen auch die Deutsche Börse, Daimler und METRO im Markt. Der Einzelhandelskonzern kommt einem Pressebericht zufolge mit der Sanierung der Supermarktkette Real voran. Beflügelt von der anhaltenden Konsolidierungsphantasie verfestigen sich außerdem die Commerzbank und die Allianz deutlich. BASF bleiben mit +0,4 Prozent hinter dem Gesamtmarkt zurück. Der Chemiekonzern hat bereits gestern weitere Preiserhöhungen für Acrylmonomere angekündigt. Leichte Verluste sind derzeit lediglich bei FMC, TUI und Henkel auszumachen.

DEUTZ gewinnen im MDAX gut 1 Prozent. Hier steht ein Pressebericht im Blick, wonach der Konzern nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Helmut Leube deutlich produktiver werden soll. Praktiker avancieren mit +2,6 Prozent zum Spitzenreiter. Daneben greifen die Anleger insbesondere bei LEONI und HOCHTIEF zu. Erstere profitieren von einem Zeitungsbericht, demzufolge der Konzern trotz der deutlich gestiegenen Rohstoffpreise an seinem Ergebnisziel für das laufende Fiskaljahr festhält.

Unternehmensmeldungen:

Der Einzelhandelskonzern METRO AG (ISIN DE0007257503/ WKN 725750) kommt nach Aussage des Finanzvorstands Thomas Unger mit der Sanierung der Supermarktkette Real voran. "Es gibt deutlich mehr Anzeichen, dass wir den Turnaround schaffen, als dass wir ihn nicht schaffen", erklärte der Manager gegenüber der "Börsen-Zeitung". Ein Durchbruch sei noch nicht geschafft, aber man sei auf einem guten Weg. Nach mehreren wenig erfolgreichen Anläufen wird Real derzeit mit einem neuen Management und neuen Ansätzen saniert. Unter anderem wurde laut dem Bericht der Verkauf der Warenhaussparte Galeria Kaufhof beschlossen. Unger trat den Spekulationen entgegen, dass es bereits konkrete Verkaufsgespräche gebe.

Der Chemiekonzern BASF SE (ISIN DE0005151005/ WKN 515100) hat am Montag weitere Preiserhöhungen für Acrylmonomere angekündigt. Demnach will der weltweit führende Chemiekonzern in den Regionen Europa/Afrika/Mittlerer Osten die Preise für Acrylsäure rein und alle Acrylsäureester je nach Produkt und Land sowie unter Berücksichtigung kundenspezifischer Bedingungen mit sofortiger Wirkung erhöhen. Acrylsäure ist das wichtigste Vorprodukt für die Herstellung von Superabsorbern, die ein Vielfaches ihres Gewichts an Flüssigkeit sicher aufnehmen können und deshalb vor allem in Babywindeln und anderen Hygieneprodukten enthalten sind.

Die DEUTZ AG (ISIN DE0006305006/ WKN 630500) soll nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Helmut Leube deutlich produktiver werden. "Wenn man die Prozesse mit denen in der Autoindustrie vergleicht, gibt es hier und da noch Einsparpotenzial", erklärte der Vorstandschef in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland". In diesem Zusammenhang will der im MDAX notierte Motorenhersteller in den kommenden Jahren nach dem Vorbild des japanischen Automobilherstellers Toyota Motor Corp. (ISIN JP3633400001/ WKN 853510) Materialaufwand und Vorratshaltung reduzieren sowie die Abläufe optimieren. Dadurch sollen in den kommenden drei Jahren Produktivitätssteigerungen in der Motorenfertigung von 5 bis 10 Prozent ermöglicht werden. Des Weiteren soll die Produktion im Ausland verstärkt werden, wobei man derzeit den Aufbau von Standorten in Indien und Nordamerika prüfe. Außerdem wolle der Konzern in China im kommenden Jahr die Gewinnschwelle erreichen.

Der Automobilzulieferer LEONI AG (ISIN DE0005408884/ WKN 540888) hält trotz der deutlich gestiegenen Rohstoffpreise an seinem Ergebnisziel für das laufende Fiskaljahr fest. "Wir können unser Ergebnis- und Umsatzziel für 2008 halten", sagt Vorstandschef Klaus Probst im Gespräch mit dem "Handelsblatt". "Wir haben für Kupfer eine Preisgleitklausel. Damit können wir die Preissteigerungen an unsere Kunden weitergeben." Bei Kupfer handelt es sich um den wichtigsten Rohstoff für den Nürnberger Spezialisten für Kabel- und Bordnetze. Der Kupferpreis ist deutlich schneller gestiegen als die Notierungen für Stahl, Aluminium und Rohöl. LEONI will in diesem Jahr 3 Mrd. Euro umsetzen, bei einem operativen Gewinn von 140 Mio. Euro. Probst sieht trotz der hohen Benzinpreise derzeit keinen Abschwung in der Autoindustrie, hieß es weiter. (17.06.2008/ac/n/m)

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