09.07.2008 10:06
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DAX am Morgen: Positiver Auftakt nach starken US-Vorgaben, Finanzwerte auf Erholungskurs

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwochmorgen in guter Verfassung. Nach den deutlichen Vortagesverlusten rückt der DAX aktuell um 1,01 Prozent vor und notiert bei 6.368,38 Indexpunkten. Für den MDAX geht es um 2,11 Prozent auf 8.585,88 Zähler gen Norden. Die Wall Street hat am Vorabend mit kräftigen Gewinnen geschlossen, außerdem hat der Aluminiumkonzern Alcoa nach Handelsschluss Zahlen im Rahmen der Erwartungen auf den Tisch gelegt. Dagegen hat die Börse in Tokio nach einem starken Auftakt nur gut behauptet geschlossen.

Finanzwerte befinden sich dabei deutlich auf Erholungskurs. An der DAX-Spitze legen Titel der Deutschen Bank knapp 3 Prozent zu. Anteilsscheine der Commerzbank folgen nur knapp dahinter. Bei der HRE und der Deutschen Postbank sind Zuwächse von 2,3 bzw. 1,2 Prozent auszumachen. Die am Vortag arg gebeutelte Aktie der Deutschen Börse findet sich mit +2,7 Prozent ebenfalls im oberen Indexdrittel. Ferner greifen die Anleger verstärkt bei TUI, Henkel und Infineon zu.

Volkswagen tendieren etwas schwächer. Einem Pressebericht zufolge plant der Konzern ein groß angelegtes Investitionsprogramm in den USA. Auch Anteilsscheine von FMC kommen kaum vom Fleck. Der Gesundheitskonzern meldete heute, dass er exklusive Lizenzvereinbarungen über die Eisenpräparate Venofer und Ferinject abgeschlossen hat. E.ON sacken als schwächster Wert um 0,2 Prozent ab.

Nach den starken Verlusten der vergangenen Tage übernehmen ProSiebenSat.1 mit einem Plus von knapp 5 Prozent die Spitze im MDAX. Nach der starken Vortagesentwicklung geht es für KlöCo (+3,6 Prozent) weiter nach oben. Der Konzern gab zuvor bekannt, dass er den Verkauf der kanadischen Tochter Namasco an die Samuel, Son & Co. abgeschlossen hat. Im SDAX stechen ARQUES mit einem satten Aufschlag von fast 15 Prozent hervor. Die Anleger honorieren damit eine Meldung, wonach ARQUES Immobilien aus seinem Bestandsportfolio verkauft hat.

Unternehmensmeldungen:

Der Pharmakonzern Merck KGaA (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) hat mit der klinischen Phase-III-Studie mit dem Krebsmedikament Erbitux zur Behandlung von Magenkrebs begonnen. Wie der Konzern heute erklärte, wurde der erste Patient in die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie EXPAND bei Magenkarzinomen aufgenommen. Die Studie untersucht den klinischen Nutzen des zielgerichteten Krebstherapeutikums Erbitux in Kombination mit Cisplatin und Capecitabin als Erstlinientherapie bei Patienten mit fortgeschrittenen/metastasierten Adenokarzinomen des Magens einschließlich Adenokarzinomen des gastroösophagalen Übergangs (GEJ). Primärer Endpunkt der Studie ist die progressionsfreie Überlebenszeit.

Die Volkswagen AG (ISIN DE0007664005/ WKN 766400) plant einem Pressebericht zufolge ein groß angelegtes Investitionsprogramm in den USA. Demnach will Konzernchef Martin Winterkorn nach Informationen des "Handelsblatt" insgesamt rund 600 Mio. Euro in ein neues US-Werk investieren. Der VW-Vorstand befasse sich heute mit Winterkorns Plan. "Wir entscheiden erst einmal grundsätzlich über die Investition", sagte Volkswagens Betriebsratschef und Aufsichtsrat Bernd Osterloh dem "Handelsblatt". "Die Frage, ob wir Fabriken für Motoren und Getriebe bauen, wird zu einem späteren Zeitpunkt geklärt." Branchenkenner schätzen die dafür anfallenden Kosten auf noch einmal mindestens 300 Mio. Euro.

Der Gesundheitskonzern Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA (FMC) (ISIN DE0005785802/ WKN 578580) meldete heute, dass er exklusive Lizenzvereinbarungen über die intravenös verabreichten Eisenpräparate Venofer (ein Eisen-Saccharose-Komplex) und Ferinject (Ferric Carboxymaltose) abgeschlossen hat. Venofer und Ferinject werden zur Behandlung von Blutarmut bei Dialysepatienten eingesetzt. Venofer ist das weltweit umsatzstärkste intravenös verabreichte Eisenpräparat. Den Angaben zufolge bilden die Galenica Ltd. und ihre Tochter Vifor Pharma mit FMC ein strategisches Joint Venture im Bereich Dialyse mit dem Ziel, die Produkte Venofer und Ferinject in Europa, dem Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika zu vermarkten und zu vertreiben. In Nordamerika erhält FMC außerdem eine Sublizenz zur exklusiven Herstellung und zum Vertrieb von Venofer für Anwendungen in der Dialyse in den USA.

Die Klöckner & Co AG (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) gab heute bekannt, dass sie gestern den Verkauf der kanadischen Tochter Namasco Ltd. an die Samuel, Son & Co. Ltd. abgeschlossen hat. Die Übernahme wurde von der kanadischen Kartellbehörde genehmigt. Den Angaben zufolge ist Namasco vorrangig in der Anarbeitung von Flachstahlprodukten für die nordamerikanische Automobilindustrie tätig. Diese Art des Großkundengeschäfts gehört jedoch nicht zum Kerngeschäft des Klöckner & Co-Konzerns, hieß es.

Die ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) gab heute bekannt, dass sie Immobilien aus ihrem Bestandsportfolio verkauft hat. Der Veräußerungserlös beträgt 32 Mio. Euro. Käufer ist der renommierte US-Immobilienfond W.P. Carey. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden die Immobilien im Rahmen des Erwerbs der Actebis Peacock GmbH mit übernommen. Dabei handelt es sich um den Hauptsitz der Actebis in Soest und ein dazugehöriges Logistikzentrum in Bad Wünnenberg (NRW). (09.07.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Merck 78,1 +0,4%
Volkswagen 203,7 -0,8%
Fresenius Medical Care 36,6 -1,3%
KloecknerCo 27,4 +1,7%
ARQUES Industries 9,2 -1,8%
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Unverändert




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