22.05.2008 10:14
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DAX am Morgen: Schwache Vorgaben und Ölpreis im Blick, Deutsche Lufthansa unter Druck

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist mit Verlusten in den heutigen Feiertagshandel gestartet. Beim DAX ist derzeit ein Abschlag von 0,64 Prozent auszumachen auf 6.995,43 Punkte. Für den MDAX geht es daneben um 0,94 Prozent nach unten auf 9.608,54 Zähler.

Die Wall Street hatte am Vorabend mit kräftigen Verlusten zu kämpfen. Dabei sorgten zum einen die überraschend zurückgegangenen Öllagerbestände und der in der Folge neue Rekordölpreis für rückläufige Kurse. Zu der schlechten Stimmung trugen auch die Fed-Minutes zur letzten Sitzung des Offenmarktausschusses bei. In der Folge nahm auch der Euro wieder deutlich an Fahrt auf. Ungeachtet der schlechten Nachrichtenlage konnte der japanische Nikkei-Index heute zulegen.

Papiere der Allianz und der Deutschen Börse stechen mit deutlichen Abschlägen ins Auge. Die kräftigen Verluste sind jedoch optischer Natur, beide Werte werden ex-Dividende gehandelt. Belastet von mehreren Negativfaktoren verlieren Titel der Deutschen Lufthansa 3,5 Prozent. Neben dem hohen Ölpreis und enttäuschenden Zahlen des französischen Mitbewerbers Air France-KLM steht insbesondere eine Meldung aus den USA im Blick. So kündigte AMR, die Muttergesellschaft von American Airlines, am Vorabend angesichts der hohen Ölpreise eine drastische Kürzung der Inlandsflüge an. Im SDAX sackt die Aktie von Air Berlin um gut 2 Prozent ab.

Belastet vom starken Euro und einer negativen Analystenstudie fallen außerdem Volkswagen um knapp 3 Prozent zurück. Daimler und BMW geben daneben 1,7 bzw. lediglich 0,2 Prozent ab. Auf der anderen Seite können E.ON (+1,4 Prozent) und RWE (+1 Prozent) weiter zulegen und die Verluste im DAX begrenzen.

Unternehmensmeldungen:

Die Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125/ WKN 823212) ist aktuellen Presseberichten zufolge an der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines AG (ISIN AT0000620158/ WKN 875224) interessiert. Dies berichtete das "Handelsblatt" am Mittwoch in seiner Online-Ausgabe. Demnach hat Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber heute in London Interesse an der Übernahme der angeschlagenen Airline bekundet. Die Lufthansa habe bisher kein Gebot für die österreichische Fluggesellschaft abgegeben, so Mayrhuber. Mayrhuber sagte der Zeitung zufolge weiter, dass die Buchungen bei der Lufthansa für Juli und August "extrem" gestiegen seien. Daher wolle der Konzern seine Kapazitäten in diesem Sommer um 7 Prozent ausweiten. Der Konzernchef bekräftigte den Angaben zufolge, dass das operative Ergebnis im laufenden Jahr mindestens so hoch ausfallen werde wie 2007. (22.05.2008/ac/n/m)

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