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DAX am Morgen: Schwacher Wochenauftakt, Deutsche Bank im Blick
Die Aktie der Deutschen Bank verliert im DAX-Mittelfeld 1,4 Prozent. Einem Pressebericht zufolge wird das Finanzinstitut ihr selbst gestecktes Ergebnisziel im Privat- und Firmenkundengeschäft in diesem Jahr voraussichtlich verfehlen. Für die Commerzbank und die HRE geht es daneben um jeweils gut 2 Prozent nach unten.
Zu den größten Verlierern zählen außerdem Infineon, Daimler und BMW. Gestützt auf positive Analystenkommentare verfestigen sich indes die Deutsche Lufthansa und ThyssenKrupp leicht.
Wacker Chemie fallen im MDAX nach einem negativen Analystenranking um 3,4 Prozent zurück. Titel von Air Berlin sacken - ebenfalls nach einem negativen Kommentar - im SDAX um mehr als 11 Prozent ab. Anteilsscheine des Pharmazulieferers Gerresheimer, der mit einem hervorragenden ersten Quartal in das Geschäftsjahr 2008 gestartet ist, tendieren kaum verändert.
Unternehmensmeldungen:
Presseangaben zufolge wird das Privatkundengeschäft der Deutsche Bank AG (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) in diesem Jahr sein Ergebnisziel verfehlen. Wie die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe berichtete, wird das Kreditinstitut in diesem Jahr voraussichtlich das selbst gesteckte Ziel verfehlen, im Privat- und Firmenkundengeschäft das Ergebnis vor Steuern von 1,15 Mrd. Euro im vergangenen Jahr auf 1,3 Mrd. Euro zu steigern. Insider würden nicht davon ausgehen, dass die Vorgabe erreichbar ist, da das Wertpapiergeschäft als wichtige Ertragssäule derzeit einbreche. "Wenn sich nichts grundlegend ändert, werden wir kaum mehr als eine Milliarde erzielen", sagte ein Aufsichtsrat dem Magazin.
Der Automobilkonzern Bayerische Motoren Werke AG (BMW) (ISIN DE0005190003/ WKN 519000) will sich vor dem schwachen Dollar nicht nur durch die Erhöhung der Produktion im US-Werk Spartanburg absichern, sondern künftig auch den Anteil von Zulieferteilen aus den USA deutlich erhöhen. Dies berichtete die "WirtschaftsWoche" am Samstag in einer Vorabausgabe. Wie BMW-Finanzchef Michael Ganal gegenüber dem Magazin mitteilte, will der Konzern einerseits in seinem Werk in Spartanburg die Kapazität auf 240.000 Fahrzeuge hochfahren, andererseits im Dollar-Raum deutlich mehr einkaufen
Das Beteiligungsunternehmen ARQUES Industries AG (ISIN DE0005156004/ WKN 515600) hat den Getriebehersteller Jahnel-Kestermann an den südkoreanischen Strategen PSM Inc. verkauft und damit im laufenden Jahr bereits die dritte Beteiligung aus ihrem Portfolio erfolgreich veräußert. Wie der Konzern heute erklärte, beträgt der Transaktionserlös zwischen 20 und 21 Mio. Euro. ARQUES hatte den Bochumer Getriebehersteller im April 2005 für einen symbolischen Preis übernommen und damals eine mögliche Insolvenz des Unternehmens abgewendet. ARQUES rechnet für 2008 mit insgesamt fünf bis sieben Exits.
Der Pharmazulieferer Gerresheimer AG (ISIN DE000A0LD6E6/ WKN A0LD6E) meldete heute, dass er mit einem hervorragenden ersten Quartal in das Geschäftsjahr 2008 gestartet ist. Der Umsatz erhöhte sich um 18,2 Prozent, bereinigt um Währungseffekte lag das Wachstum bei 21,8 Prozent. Das bereinigte Konzernergebnis, das die operative Stärke des Unternehmens abbildet, vervierfachte sich nahezu. Insgesamt profitierte das Unternehmen in erster Linie von der hohen Nachfrage im Bereich Pharma & Life Science, in dem es drei Viertel des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Für das Gesamtjahr 2008 strebt Gerresheimer eine Umsatzsteigerung von 13 bis 15 Prozent und eine verbesserte Adjusted EBITDA-Marge von über 19 Prozent an. (14.04.2008/ac/n/m)
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