DGAP-News: Deutsche Post World Net: Erstes Quartal verläuft nach Plan
Deutsche Post AG / Quartalsergebnis
14.05.2008
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Deutsche Post World Net: Erstes Quartal verläuft nach Plan
? Konzernumsatz steigt um 1,8 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro
? EBIT vor Einmaleffekten steigt trotz fehlender Arbeitstage um
6,4 Prozent auf 1 Milliarde Euro; berichtetes EBIT um
15 Prozent niedriger
? EXPRESS Americas Thema bei Aufsichtsratssitzung am 28. Mai
Bonn, 14. Mai 2008: Die Deutsche Post World Net ist mit einem soliden
Quartalsergebnis in das Jahr 2008 gestartet: Das operative Ergebnis (EBIT)
vor Einmaleffekten stieg im ersten Quartal um 6,4 Prozent auf rund 1
Milliarde Euro und lag damit trotz des Fehlens zweier Arbeitstage im Rahmen
der Planungen des Konzerns. Das berichtete EBIT ging um 14,7 Prozent auf
851 Millionen Euro zurück. Hierbei schlugen Einmalaufwendungen bei der
Deutschen Postbank in Folge der Finanzmarktkrise negativ zu Buche. Der
Umsatz lag mit 15,7 Milliarden Euro um 1,8 Prozent über dem
Vorjahreszeitraum, bereinigt um negative Wechselkurseffekte lag der Anstieg
sogar bei rund 6 Prozent. 'Angesichts der fehlenden Arbeitstage und der
konjunkturellen Eintrübung war das Geschäft im ersten Quartal sehr
zufrieden stellend,' sagte Finanzvorstand John Allan. 'Sowohl das Express-
als auch das Logistikgeschäft sind weiter organisch gewachsen und auch bei
der Umsetzung unseres Kapitalmarktprogramms Roadmap to Value haben wir gute
Fortschritte gemacht.' Der Konzern bestätigte seine Ergebnisprognose für
das Jahr 2008.
Konzerngewinn
Der Konzerngewinn nach Minderheiten sank im ersten Quartal um 18,4 Prozent
auf 407 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei 34 Cent im Vergleich
zu 41 Cent im Vorjahreszeitraum. Der operative Cash Flow ging auf 141
Millionen Euro von 250 Millionen Euro zurück, was unter anderem auf das
Fehlen der beiden Arbeitstage zurückzuführen ist. Der Free Cash Flow
erhöhte sich auf Grund höherer Einnahmen durch Immobilienverkäufe und
niedrigerer Zahlungen für Akquisitionen auf 117 Millionen Euro im ersten
Quartal 2008 von minus 65 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Roadmap to Value
Der Konzern hat im ersten Quartal verschiedene Meilensteine auf seinem Weg
hin zur Wertsteigerung erreicht:
Um die Profitabilität zu verbessern, wurden allein im ersten Quartal
Maßnahmen in Höhe von 70 Millionen Euro umgesetzt, wozu vor allem die
Bereiche EXPRESS und LOGISTIK beitrugen. Insgesamt wurden bereits mehr als
100 Initiativen identifiziert, die dabei helfen sollen, das EBIT-Wachstum
bis Ende 2009 mit 1 Milliarde Euro zu untermauern.
Ein Bestandteil der Roadmap to Value ist der konsequente Fokus auf
Geschäftsbereiche, die nicht den Renditeerwartungen des Konzerns
entsprechen. In diesem Kontext ist die Deutsche Post World Net zur Zeit
dabei, ihre Pläne für eine wesentliche Performanceverbesserung des
EXPRESS-Amerikas-Geschäfts zum Abschluss zu bringen. Der Aufsichtsrat wird
sich am 28. Mai mit dem Thema befassen.
Im Hinblick auf die Steigerung der Liquidität ist schon heute klar, dass
der Konzern sein Ziel, bis Ende 2009 mindestens 1 Milliarde Euro aus
Immobilienverkäufen einzunehmen, übererfüllen wird. Zusätzlich zu den seit
November 2007 vereinbarten Veräußerungen im Wert von 350 Millionen Euro,
hat der Konzern Anfang April den Verkauf von rund 1.300 Immobilien für 1
Milliarde Euro an den U.S.-Investor Lone Star bekannt gegeben. Darüber
hinaus tragen die Anstrengungen zur Verringerung des Working Capitals erste
Früchte. Im ersten Quartal verbesserte sich diese Kenngröße um 30 Millionen
Euro.
Im Rahmen ihrer Transparenzinitiative hat die Deutsche Post World Net ihr
SERVICES-Segment entflochten und berichtet ihre Quartalszahlen nun zum
ersten Mal nach der neuen Struktur. Außerdem weist der Konzern erstmalig
Cashflow und Capex nach Sparten aus und veröffentlicht Volumenangaben für
das EXPRESS-Geschäft.
Ebenfalls gute Fortschritte hat die Deutsche Post World Net in Bezug auf
das organische Wachstum gemacht. Der Konzern ist im ersten Quartal in den
Schwellenländern schneller als der Markt gewachsen. Außerdem ist das Global
Customer Services-Geschäft, das die rund 100 größten Kunden der Deutschen
Post World Net umfasst, im Berichtszeitraum um 8,9 Prozent gewachsen.
Unternehmensbereich BRIEF
Der Umsatz im Briefbereich ging im ersten Quartal um 1,4 Prozent auf 3,9
Milliarden Euro zurück. Hier machte sich das Fehlen der Arbeitstage
besonders bemerkbar. Insgesamt lag der Umsatz je Arbeitstag über dem
Vorjahreswert. Das EBIT im Unternehmensbereich BRIEF sank auf Grund des
Arbeitstagseffekts um 9,2 Prozent auf 599 Millionen Euro.
Die Auswirkungen der vollständigen Öffnung des deutschen Briefmarkts zum 1.
Januar 2008 hielten sich bisher in Grenzen. Die Deutsche Post konnte ihre
Stellung bei ihren großen Kunden behaupten und hat insgesamt mehr Kunden
dazu gewonnen als verloren. Im Geschäftsfeld Brief Kommunikation ist der
Umsatz um 3,9 Prozent gesunken, was sowohl auf den intensiveren Wettbewerb
als auch auf die zunehmende Nutzung elektronischer Kommunikationsformen
zurückzuführen ist. Im Dialog Marketing ging der Quartalsumsatz trotz
höherer Volumina bei den unadressierten Werbesendungen um 2,7 Prozent
zurück. Im Geschäftsfeld Presse Services sank der Umsatz in Folge des
rückläufigen Anzeigengeschäfts um 3,3 Prozent.
Im Geschäftsfeld Paket Deutschland wirkte sich die Ausweitung des
Onlinehandels positiv aus: So führten gestiegene Absatzmengen bei Privat-
und Geschäftskunden zu einem Umsatzanstieg von 1,3 Prozent im ersten
Quartal. Der Umsatz in den Geschäftsfeldern Global Mail und Corporate
Information Solutions stieg sogar um 2,1 Prozent.
Unternehmensbereich EXPRESS
Im Unternehmensbereich EXPRESS haben alle Regionen außer den USA gute
Wachstumsraten erzielt. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der
Umsatz im Unternehmensbereich EXPRESS um 1 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.
Hier wirkten sich vor allem Währungseffekte mit 225 Millionen Euro negativ
aus, da über die Hälfte des Expressumsatzes außerhalb der Eurozone
erwirtschaftet wurde. Das organische Umsatzwachstum in lokaler Währung lag
bei 6,5 Prozent, wobei vor allem die Nachfrage nach den Produkten Time
Definite International und Day Definite Domestic zulegte. Hier stiegen die
Volumina um 2,5 Prozent, beziehungsweise um 7,4 Prozent. Das EBIT im
Unternehmensbereich EXPRESS sank um 32 Prozent auf 21 Millionen Euro. Die
beiden Hauptursachen für den Rückgang waren die fehlenden Arbeitstage, die
sich vor allem auf das Geschäft in Europa auswirkten, sowie die
Wirtschaftsentwicklung in den USA. In Europa stieg der Umsatz um 4,4
Prozent, wozu sowohl die Region Zentraleuropa mit Polen, Ungarn und
Rumänien als auch Frankreich und die Beneluxländer beitrugen. In der Region
Americas ging der Umsatz währungsbedingt um 10 Prozent zurück. In lokalen
Währungen verzeichnete die Region ein organisches Umsatzplus von 2,2
Prozent, was sowohl auf Zuwächse in Lateinamerika als auch auf zunehmende
Volumina im Day Definite-Bereich und im internationalen Geschäft in den USA
zurückzuführen ist. In der Region Asia Pacific stieg der Umsatz um 6,3
Prozent, in der Region EEMEA (Osteuropa, Naher Osten und Afrika) sogar um
13,4 Prozent, wobei auch in diesen beiden Regionen Wechselkurseffekte das
Wachstum bremsten.
Unternehmensbereich LOGISTIK
Operativ hat sich der Unternehmensbereich LOGISTIK im ersten Quartal in
allen Geschäftsbereichen gut entwickelt, wobei das EBIT noch schneller als
der Umsatz gewachsen ist. Rechnet man den Einmalgewinn in Folge des
Verkaufs der Vfw AG von 59 Millionen Euro im Vorjahr sowie negative
Währungseffekte in Höhe von 15 Millionen Euro im ersten Quartal 2008
heraus, lag das Ergebnisplus bei erfreulichen 23 Prozent. Das berichtete
EBIT belief auf 173 Millionen Euro im Vergleich zu 201 Millionen Euro.
Negative Wechselkurseffekte in Höhe von 390 Millionen Euro dämpften auch
das Umsatzwachstum im ersten Quartal. Dabei blieb der Umsatz nahezu
unverändert bei 6,2 Milliarden Euro. In lokaler Währung lag das organische
Umsatzplus bei 6,6 Prozent.
Der Umsatz im Geschäftsfeld DHL Global Forwarding ist insgesamt trotz
negativer Währungseffekte um 7,4 Prozent gestiegen. In der Luftfracht
wuchsen die Volumina mit 6,6 Prozent schneller als der Markt. Besonders gut
entwickelte sich das Geschäft in Osteuropa, dem Nahen Osten und Afrika.
Auch das Seefrachtgeschäft wuchs mit 10,9 Prozent schneller als der Markt.
Im Geschäftsbereich DHL Exel Supply Chain sank der Umsatz auf Grund
negativer Wechselkurseffekte um 4,2 Prozent. Das organische Umsatzplus in
lokalen Währungen lag bei 3,7 Prozent. Erfreulich ist, dass sich der
Kundentrend des Vorquartals fortgesetzt hat: So gelang es dem
Geschäftsbereich, Neugeschäft in Höhe von 250 Millionen Euro (auf
Jahresbasis) zu generieren und 90 Prozent der Verträge, die zur
Verlängerung anstanden, zu erneuern. Im Bereich DHL Freight stieg der
Umsatz leicht um 0,9 Prozent. Dabei entwickelte sich vor allem das Geschäft
in den Beneluxstaaten, Osteuropa und Deutschland gut.
Im März wurde der Unternehmensbereich LOGISTIK in die beiden operativen
Einheiten Supply Chain und Corporate Information Solutions unter der
Leitung von Bruce Edwards sowie Global Forwarding und Freight unter der
Leitung von Hermann Ude aufgespalten. Die neue Struktur, nach der ab den
kommenden Halbjahreszahlen berichtet wird, reflektiert das zunehmende
Geschäftsvolumen und die beiden unterschiedlichen Geschäftsmodelle.
Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN
Die FINANZ DIENSTLEISTUNGEN, die hauptsächlich die Deutsche Postbank
abbilden, steigerten ihren Quartalsumsatz um 11,4 Prozent auf 2,8
Milliarden Euro. Das EBIT vor Einmaleffekten stieg um 36 Prozent auf 364
Millionen Euro. Das berichtete EBIT sank auf Grund der Turbulenzen an den
Finanzmärkten um 22 Prozent auf 190 Millionen Euro. Bei der Deutschen
Postbank verringerte sich das Vorsteuerergebnis in den ersten drei Monaten
um 25 Prozent auf 166 Millionen. Die Postbank hat ihre Quartalsergebnisse
bereits am 8. Mai separat vorgelegt.
Corporate Center / Andere
Der Bereich SERVICES wurde entflochten und die Berichtsstruktur angepasst.
Die Kosten der Global Business Services sind den operativen Einheiten
zugeordnet worden und die Filialen stehen seit Jahresbeginn in der
Verantwortung des Unternehmensbereichs BRIEF. Im neuen Bereich Corporate
Center / Andere verbesserte sich das EBIT auf minus 132 Millionen Euro im
Vergleich zu minus 137 Millionen Euro.
Ausblick
Die Deutsche Post World Net ist sich den Unsicherheiten bezüglich der
weltweiten konjunkturellen Entwicklung bewusst. Gleichwohl sieht das
Unternehmen zu diesem Zeitpunkt keinen Grund, von seiner
Gesamtjahresprognose eines EBIT vor Einmaleffekten von rund 4,2 Milliarden
Euro sowie eines Vorsteuergewinns von rund 3,2 Milliarden Euro abzuweichen.
Der Unternehmensbereich BRIEF geht von einem EBIT von rund 1,95 Milliarden
Euro aus. Für den EXPRESS-Bereich wird ein EBIT von rund 500 Millionen Euro
vorhergesagt, während das EBIT des Unternehmensbereichs LOGISTIK auf rund
1,05 Milliarden Euro steigen wird. Der Bereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN
rechnet mit einem EBIT von rund 1,2 Milliarden Euro. Für den Bereich
Corporate Center / Andere wird ein EBIT-Verlust von rund 550 Millionen Euro
vorhergesagt. Auch bei den Unternehmensbereichen beziehen sich die
Vorhersagen auf das EBIT vor Einmaleffekten.
Für das Jahr 2009 wird nach wie vor ein EBIT vor Einmaleffekten von rund
4,7 Milliarden Euro erwartet.
Hinweise:
Der vollständige Quartalsbericht ist unter
http://investors.dpwn.de/de/index.htm erhältlich. Ein Interview mit
Finanzvorstand John Allan finden Sie unter www.dpwn.de.
Kontakt für Presseanfragen:
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Silje Skogstad
Nicole Mommsen
Tel.: 0228/182 99 44
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14.05.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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