Daimler produziert mehr Autos für den indischen Markt - Neues Werk
Das Unternehmen investiert laut Aulbur 50 bis 60 Millionen Euro in den neuen Standort. Die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 550 bis 600 werde dort mit dem Produktionsvolumen weiter wachsen. "Wir werden schrittweise neu einstellen", sagte er. Wegen der vergleichsweise niedrigen Stückzahl lohnt es sich laut Aulbur nicht, das Werk so stark zu automatisieren wie in Europa. Zudem will Mercedes-Benz sein Händlernetz in Indien ausbauen. Das Unternehmen produziert in Pune die Mercedes-Benz S-Klasse, E-Klasse und C-Klasse für den indischen Markt. Obwohl dort vor allem preiswerte Kleinwagen gefragt sind, steige auch die Nachfrage im Premium-Sektor, hieß es.
Zum Wochenbeginn hatte das Unternehmen die ersten Luxusreisebusse in Indien auf die Reise geschickt. Sie sind mit einem Fahrgestell von Mercedes-Benz ausgestattet - die Karosserie kommt vom indischen Partner Sutlej Motors. Mit dem Lebensstandard der Inder steige auch der Anspruch, erklärte Aulbur. Die Luxusbusse sollen auf Fernstrecken zwischen den großen Städten eingesetzt und eine Alternative zum Flugzeug werden. Voraussetzung sei, dass sich die Infrastruktur am Boden weiter bessere. Auf indischen Straßen kommen Fahrzeuge wegen vieler Schäden, Baustellen und Staus oft nur langsam voran.
Indien ist nach China der weltweit am stärksten wachsende große Automarkt. Experten schätzen, dass der Pkw-Absatz in Indien von 1,2 Millionen im vergangenen Jahr bis 2018 auf drei bis vier Millionen ansteigt. Marktführer sind Suzuki und Hyundai gefolgt vom indischen Tata-Konzern, die zusammen mehr als drei Viertel der Neuzulassungen auf sich vereinen. Seit dem Aufbau einer eigenen Produktion in Indien 1995 verkaufte Mercedes-Benz laut Aulbur insgesamt 23 000 Autos. Auch BMW und VW sind auf dem indischen Markt aktiv: VW baut derzeit in Pune ein eigenes Werk, das Anfang 2009 in Betrieb gehen soll./bg/DP/zb
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