DaxVestor-Kolumne: Gewinnen mit Platin und Palladium
Rohstoff für die Automobilindustrie
Neben der Schmucknachfrage ist bei Platin und Palladium vor allem die Automobilindustrie der größte Abnehmer. Verantwortlich hierfür sind die chemischen Eigenschaften der beiden Edelmetalle. Sie können Gase binden und kommen daher vor allem in der Katalysatortechnologie zum Einsatz. Beim Platin beträgt der Anteil der Automobilindustrie rund 50 Prozent des Jahresverbrauchs, auch beim Palladium wird diese Größenordnung erreicht. Daneben sind die Medizintechnik und die Messtechnik weitere wichtige Bereiche, in denen die Edelmetalle zum Einsatz kommen. Platin spielt zudem auch eine Rolle bei der Entwicklung der Brennstoffzelle. Aufgrund der ständig steigenden Nachfrage nach Platin hat sich der traditionelle Preisaufschlag dieses Edelmetalls im Vergleich zum Gold nochmals deutlich vergrößert.
Südafrika wichtigstes Förderland
Fast drei Viertel der weltweiten Platinproduktion erfolgen in Südafrika, das neben Russland das mit Abstand wichtigste Förderland ist. Beim Palladium liegt der Anteil südafrikanischer Produktion bei über 40 Prozent. Größter Abnehmer ist wie bereits erwähnt die Automobilindustrie. Die strengeren Abgasvorschriften dürften den Bedarf an Platin und Palladium weiter erhöhen. Mit dem Erstarken der Mittelschicht in Asien wird jedoch auch die Schmucknachfrage nach den Edelmetallen vor allem aus China immer größer. Das Reich der Mitte ist bereits jetzt der weltgrößte Platin-Konsument und muss fast seinen gesamten Bedarf an Platin importieren. Dies treibt naturgemäß die Preise.
Preisschub durch neue ETFs
Die jüngsten Preissteigerungen bei Platin und Palladium sind jedoch auch spekulativer Natur. Die Züricher Kantonalbank kündigte die Emission zweiter Exchange Traded Funds (ETFs) auf Platin und Palladium an. Diese sollen zwar erst am 10. Mai aufgelegt werden, dann allerdings wird sich auch die physische Nachfrage erhöhen, da die Fonds Lagerbestände aufbauen müssen. Für jeden verkauften Fondsanteil muss eine bestimmte Menge des zugrunde liegenden Rohstoffs am Markt erworben werden. Obwohl das Fondsvolumen bislang recht gering ist, befürchten Experten aufgrund der Marktenge eine zunehmende Volatilität. Die Analysten der Schweizer Bank UBS erhöhten bereits ihre Preisprognosen auf Sicht der nächsten drei Monate bei Platin auf 1.350 USD und bei Palladium auf 420 USD je Unze.
Fazit
Im Vergleich zu Gold und Palladium hat sich Platin auf Sicht der letzten zwölf Monate am besten entwickelt. Zuletzt konnte das Edelmetall bei 1.320 USD einen wichtigen Widerstand überwinden, was aus Sicht der Charttechnik weitere Kursgewinne erwarten lässt. Aber auch für Gold und Palladium scheint der Aufschwung noch nicht zu Ende. In der aktuellen Ausgabe des DaxVestor analysieren wir für unsere Abonnenten, wie man am besten und sichersten vom Aufwärtstrend bei Platin und Palladium profitieren kann.
Stefan Böhm (Diplom-Volkswirt) ist Chef-Redakteur des DaxVestor Börsenbriefs. Weitere Informationen finden Sie unter: www.dax-vestor.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
Top-Rankings
![]() | Die 30 bestbezahlten US-CEOs klicken Sie hier |
Die 30 weltgrößten Unternehmen klicken Sie hier |
















