03.04.2008 07:48
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Demag Cranes mit 2. Quartal bisher sehr zufrieden - FTD

   HAMBURG (Dow Jones)--Der Kranhersteller Demag Cranes ist bisher kaum von der durch die US-Hypothekenkrise ausgelösten wirtschaftlichen Abschwächung betroffen. "Wir sind mit dem Verlauf des zweiten Quartals sehr zufrieden", sagte der Vorstandsvorsitzende Harald Joos der "Financial Times Deutschland" (FTD-Donnerstagausgabe). Eine Rezession in den USA habe für das Unternehmen relativ geringe Bedeutung.

   Rund die Hälfte des US-Umsatzes von 100 Mio EUR entfalle auf das weniger zyklische Dienstleistungsgeschäft der Demag Cranes AG. Geringe negative Konjunktureffekte bei den Industriekränen würden zurzeit durch das starke Wachstum in Brasilien, Russland, Indien und China (Bric) überkompensiert.

   Wie die Zeitung schreibt, werde infolge dieser Entwicklungen einer Erhöhung der Prognose für dieses Geschäftsjahr immer wahrscheinlicher. Zu einer möglichen Anhebung der Prognose wollte sich Joos gegenüber der "FTD" nicht äußern.

   Ende Januar hatte der Vorstandsvorsitzende einen verbesserten Ausblick unter anderem an eine gute Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal geknüpft und die aktuelle Jahresprognose als "konservativ" bezeichnet. Danach soll der Umsatz um mindestens 5% auf 1,13 Mrd bis 1,16 Mrd EUR steigen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll überproportional um 16% auf 110 Mio EUR zulegen.

   Anfang Mai wird das 189 Jahre alte Unternehmen die genauen Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen. Das Geschäftsjahr endet bei Demag Cranes Ende September.

   Das Düsseldorfer Unternehmen ist mit der Marke Gottwald Weltmarktführer bei mobilen Hafenkränen und zählt zu den führenden Herstellern von Industriekränen. Rund die Hälfte des Geschäfts entfällt auf Industriekräne, Hafentechnik und Servicegeschäft kommen in etwa auf jeweils 25%. Vor allem die Hafentechnik profitiert vom wachsenden Warenverkehr.

   Trotz dieser Perspektiven musste Demag Cranes ausgerechnet wegen der Hafentechnik 2007 eine Gewinnwarnung herausgeben. Ursache war eine übertriebene Standardisierung der Modelle. Dies macht der Vorstand nun zum Teil wieder rückgängig. "Wir liegen bei der Senkung der Herstellkosten im Plan", bekräftigte Joos. Die Durchlaufzeiten in der Produktion hätten sich seit Einführung der Standardisierung von mehr als 60 Arbeitstagen auf mittlerweile rund 40 Tage verringert. Der Weltmarktanteil sei in dieser Zeit von 45% auf 47% gestiegen.

   Planmäßig entwickele sich auch die Stärkung der Finanzkraft. "Jetzt können wir wieder ernsthaft über Zukäufe nachdenken", sagte Joos. Ziel sei es, den Umsatzanteil der Schwellenländer am Gesamtgeschäft auf 40% von zurzeit 25% zu erhöhen.

Webseite: http://www.ftd.de DJG/kla/nas (END) Dow Jones Newswires

   April 03, 2008 01:35 ET (05:35 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 35 AM EDT 04-03-08

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