Deutsche Anleihen: Fester - Enttäuschende Konjunkturdaten
Die Eurozone rutscht nach Einschätzung der Commerzbank immer tiefer in die Rezession. Der Wirtschaftsstimmungsindikator (ESI) brach von 74,9 Punkten im Vormonat auf 67,1 Punkte ein. Dies ist der niedrigste Stand der Kennzahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Januar 1985. "Der Einbruch des ESI untermauert, dass es sehr schlecht um die Konjunktur im Euroraum bestellt ist", heißt es in einer Studie der Commerzbank. Damit steige der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB), die Zinsen schnell weiter zu senken. Die EZB dürfte ihren Leitzins in den kommenden Monaten um weitere 1,50 Prozentpunkte auf dann 1,00 Prozent senken.
Die Bank of England hat ihren Leitzins wie erwartet um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent reduziert. Die Daten aus der Eurozone zeigten einen deutlichen Rückgang der Binnennachfrage, sagte David Page Volkswirt bei Investec. Am Markt verstärke sich die Einschätzung, dass die Eurozone in einem ähnlichen Umfang leiden werde wie Großbritannien oder die USA.
Auch die Signale aus Deutschland bleiben ernüchternd. Die Aufträge in der deutschen Industrie brachen nach Angaben des Wirtschaftsministerium im November preis- und saisonbereinigt um 6,0 Prozent zum Vormonat ein. Volkswirte hatten nach dem Einbruch im Vormonat mit einem deutlich geringeren Rückgang gerechnet. Im Vormonat waren die Auftragseingänge um revidiert 6,3 Prozent zurückgegangen. Die Aktienmärkte tendierten vor diesem Hintergrund schwach./js/gr
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