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Deutsche Bank berät Conti im Abwehrkampf gegen Schaeffler
FRANKFURT (Dow Jones)--Im Kampf gegen die Avancen des fränkischen Familienunternehmens Schaeffler hat die Continental AG sein Abwehrteam aufgestockt. Der Hannoveraner Automobilzulieferer hat am Freitag die Deutsche Bank mandatiert, wie der DAX-Konzern bestätigte. Damit stößt das größte deutsche Bankhaus zu dem Kreis um die US-Investmentbank Goldman Sachs und JP Morgan.
Die Spezialisten von Perella Weinberg beraten darüber hinaus den Aufsichtsrat. Weitere Banken könnten hinzukommen, hieß es von einer mit der Materie vertrauten Person. Ziel der Abwehrhelfer sei es, Investoren gegen Schaeffler zu mobilisieren.
Die Deutsche Bank war ursprünglich für Schaeffler mandatiert, hatte sich aber vor den umstrittenen Finanzierungsgeschäften zur geplanten Übernahme von Conti zurückgezogen. Zu den Gründen wollte sich die Bank nicht äußern.
Schaeffler hatte sich mit Hilfe verschiedener Banken unter anderem durch nicht meldepflichtige Swap-Geschäfte 36% an Conti gesichert und dabei den niedrigen Aktienkurs der Hannoveraner ausgenutzt.
Das Conti-Kontrollgremium hatte am Mittwoch über mögliche Abwehrstrategien gegen das als feindlich betrachtete Schaeffler-Angebot in Höhe von 11,3 Mrd EUR beraten. In Frage käme neben einem Weißen Ritter auch ein zweiter starker Großaktionär oder eine Kapitalerhöhung, die den Einstieg für Schaeffler verteuern soll. Zudem baut Conti auf ein Veto der Finanzaufsicht BaFin.
Der weltweit fünftgrößte Automobilzulieferer hatte dem fränkischen Familienkonzern Gespräche angeboten, sollte sich Schaeffler mit einer strategischen Beteiligung von rund einem Fünftel zufrieden geben oder einen höheren Preis bieten.
Webseiten: http://www.conti-online.com http://www.schaeffler-gruppe.de -Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/nas (END) Dow Jones NewswiresJuly 25, 2008 10:39 ET (14:39 GMT)
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