19.02.2008 19:21
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Deutz-CEO kündigt höhere Dividende an - FAZ

   FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutz AG, Köln, zahlt ihren Aktionären nach dem als "hervorragend" eingestuften Geschäftsjahr 2007 zum ersten Mal seit zwanzig Jahren wieder eine Dividende. Wie der Vorstandsvorsitzende Helmut Leube im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ - Mittwochausgabe) ankündigte, wird der Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung sogar höher ausfallen als die zunächst angepeilten bis zu 0,15 EUR je Aktie.

   Der vom Autozulieferer Webasto nach Köln gewechselte neue Deutz-Vorstandsvorsitzende begründete dies mit dem außerordentlichen Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf von Power Systems. Das auf Gasmotoren für die dezentrale Energieerzeugung ausgerichtete Geschäftsfeld war im Juli für 360 Mio EUR an den britischen Finanzinvestor 3i gegangen.

   Leube hat seinen Posten als Nachfolger von Gordon Riske am 1. Februar angetreten. Bei Deutz setzt er auf Kontinuität. Änderungen im Management plant er nicht.

   Im vorigen Jahr war Deutz mit der Motorenlieferung kaum nachgekommen, weil die Kapazitäten für den hohen Auftragseingang nicht ausreichten. Diese Engpässe seien weitgehend überwunden.

   Sein Ziel sei es, die EBIT-Marge im laufenden Jahr "in die Nähe von 7%" zu bringen, sagte Leube. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte sich dieser Kennwert in der Motorensparte ohne Power Systems schon von 5,6% auf 6,3% verbessert. Leube kündigte für 2008 Investitionen von rund 100 Mio EUR an. Davon werde ein erheblicher Teil in die "Optimierung" am Standort Köln fließen. Auch die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter sei geplant. Zahlen dazu nannte er noch nicht.

   Den von Riske eingeschlagenen Internationalisierungskurs will der neue Deutz-Vorstand konsequent fortsetzen und vor allem den Ausbau des Joint Ventures mit dem Lastwagenhersteller FAW in China vorantreiben. "Die Produktion im Werk von Dalian wird in diesem Jahr hochgefahren und der Einkauf von Bauteilen auf chinesische Lieferanten umgestellt. Ziel ist es, 2009 den Breakeven zu schaffen", sagte er. Die Fabrik in Dalian ist bisher auf eine Kapazität von rund 150.000 Motoren im Jahr ausgelegt.

   Auch auf dem US-Markt sieht der Deutz-Vorstandsvorsitzende trotz Finanzmarktkrise und schwachem Dollar weiterhin gute Wachstumschancen. "Wir peilen eine Umsatzsteigerung für den Konzern um 10% bis 15% an. Dazu wird das US-Geschäft seinen geplanten Beitrag leisten. Der Auftragseingang stimmt uns zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen", sagte er. Die Vereinigten Staaten sind mit einem Absatz von jährlich rund 50.000 Motoren der wichtigste Einzelmarkt hinter Europa.

   Den schwachen Dollar nimmt Leube gelassen. Die Währungsentwicklung "erleichtert unseren US-Kunden das Exportgeschäft, und davon profitieren wir auch". Um die "Technologieführerschaft" zu sichern, werde Deutz die Aktivitäten in der Abgasnachbehandlung verstärken und die Eigenfertigung von Komponenten ausbauen. Leube kann sich dazu sowohl Übernahmen als auch Kooperationen vorstellen.

Webseite: http://www.faz.net DJG/nas/jhe (END) Dow Jones Newswires

   February 19, 2008 13:15 ET (18:15 GMT)

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