Devisen: Euro hält sich in ruhigem Umfeld über 1,57 Dollar
"Mangels entscheidender Impulse rangiert der Euro seit Wochenbeginn bei 1,57 Dollar", sagte Devisenexperte Karl-Heinz Stern von der BayernLB. Weder die wenigen Konjunkturdaten des Tages noch Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hätten entscheidend bewegen können. "Die Äußerungen Trichets enthielten keine neuen Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der EZB." Trichet hatte am Morgen vor dem Europäischen Parlament keine Signale für eine weitere Leitzinserhöhung im Euroraum gegeben.
"Es scheint so, als befinden wir uns derzeit in einer Art Sommerloch", sagte Stern. So sei auch im weiteren Wochenverlauf nicht mit wesentlichen Impulsen für den Devisenhandel zu rechnen. Zentrales Ereignis sei die Zinsentscheidung der britischen Notenbank am Donnerstag. Ein Zinsschritt der Bank of England sei allerdings nicht zu erwarten. "Die Bank of England sieht sich derzeit dem Dilemma einer hohen Inflation einerseits und einer schwächeren Wachstumsdynamik andererseits ausgesetzt, weswegen die Notenbank zunächst stillhalten dürfte", sagte Experte Stern.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79655 (0,79440) britische Pfund , 168,87 (167,96) japanische Yen und auf 1,6225 (1,6098) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 927,25 (921,00) Dollar gefixt./bf/jkr/fj
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