Devisen: Eurokurs deutlich gestiegen - Robuster ifo-Index stützt
"Der deutlich gestiegene ifo-Geschäftsklimaindex aus Deutschland und die schwachen Auftragseingänge aus den USA belasteten den Dollar", sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Der ifo-Index war im März überraschend zum dritten Mal in Folge gestiegen. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft stieg trotz der Rezessionsgefahren in den USA und dem hohen Dollarkurs von 104,1 Punkten im Vormonat auf 104,8 Punkte. Volkswirte hatten zuvor mit einem Rückgang auf 103,4 Punkte gerechnet. In den USA hingegen sanken die Auftragseingänge im Februar und deuten laut Praefcke auf einen Rückgang der Investitionen hin. Nachdem das am Dienstag veröffentlichte Verbrauchervertrauen auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallenen war, trübten sich gleichzeitig auch die Aussichten für die Unternehmen ein, sagte Praefcke.
Beflügelt worden sei der Euro auch durch die Rede von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet der klar gemacht habe, dass man in der Eurozone nicht dem Beispiel der US-Notenbank folgen werde, sondern die Leitzinsen auf absehbare Zeit unverändert lassen werde, sagte Praefcke. Vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlamentes sagte Trichet, dass "wir uns in einem anderen Umfeld bewegen". "Wir haben andere Bedingungen zu meistern", sagte der Notenbankchef, nachdem er erneut auf Aufwärtsrisiken für die Inflation hingewiesen hatte. Die US-Notenbank hatte zuletzt in der vergangenen Woche den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent reduziert. Weitere Leitzinssenkungen gelten laut Praefcke angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in den USA als sicher.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78810 (0,78105) britische Pfund , 155,89 (155,90) japanische Yen und auf 1,5684 (1,5728) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 946,75 (926,75) gefixt./js/jkr/wiz
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