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Drägerwerk mit Gewinneinbruch im ersten Quartal - Ausblick bestätigt
Im ersten Jahresviertel habe sich das operative Ergebnis (EBIT) mit 17,5 Millionen Euro auf dem Vorjahresniveau (17,4 Mio Euro) gehalten, teilte das im TecDAX notierte Unternehmen am Donnerstag in Lübeck mit. Branchenexperten waren im Schnitt von einem EBIT in Höhe von 11,3 Millionen Euro ausgegangen. Drägerwerk verbuchte im Berichtszeitraum in Zusammenhang mit der Restrukturierung Einmalaufwendungen in Höhe von 7,1 Millionen Euro, so dass das EBIT nach den Aufwendungen um 40,2 Prozent auf 10,4 Millionen Euro fiel. Unter dem Strich wies der Konzern einen Gewinneinbruch von 6,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,5 Millionen Euro aus. Insgesamt sei bei Drägerwerk im Quartal ein höherer Zinsaufwand von 7,9 Millionen Euro angefallen.
MITTELFRISTIGE PROGNOSE
Mittelfristig strebe der Konzern eine EBIT-Marge von 10 Prozent und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (ROCE) von 20 Prozent an. Langfristig seien die Zielgrößen deutlich ambitionierter. So werde ein durchschnittliches Umsatzwachstum von mehr als 10 Prozent und eine EBIT-Marge von mehr als 15 Prozent erwartet. Einmalaufwendungen sollen 2008 bei 20 bis 25 Millionen Euro liegen. 2007 erzielte Drägerwerk einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro, ein Prozent mehr als 2006. Der Jahresüberschuss sank um 17,7 Prozent auf 60,8 Millionen Euro.
Der Auftragseingang des Dräger-Konzerns stieg von Januar bis März um 11,0 Prozent auf 493,8 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs wegen des starken Euro nur um 3,4 Prozent auf 405,7 Millionen Euro, übertraf aber damit die Analystenprognosen von 399,6 Millionen Euro. Während auf Konzernebene der Umsatz in den USA um 13,4 Prozent fiel, erhöhte sich der Erlös in der Region Asien-Pazifik um 13,3 Prozent. Bei stabilen Wechselkursen wären sowohl Auftragseingang als auch Umsatz laut Drägerwerk um rund vier Prozentpunkte stärker gestiegen.
In der Sparte Medizintechnik steigerte Drägerwerk den Auftragseingang im ersten Quartal um 16,1 Prozent auf 320,0 Millionen Euro, während der Umsatz mit 264,1 Millionen Euro 1,6 Prozent über dem Vorjahr lag. Währungsbereinigt stiegen der Auftragseingang um 20,4 Prozent und der Umsatz um 5,6 Prozent. In der Sicherheitstechniksparte wurde das Ergebnis ebenfalls vom starken Euro belastet. Der Konzern wies für die Sparte ein operatives Ergebnis von 9,5 Millionen Euro und damit 22,8 Prozent weniger als im Vorjahr aus.
Die Zahlen von Drägerwerk fielen nach Einschätzung eines Börsianers gemischt aus. "Der Auftragseingang war stark, auch der Umsatz fiel leicht besser als erwartet aus. Aber das EBIT nach Sonderaufwendungen ist nicht besonders inspirierend." Die Experten der Unicredit bestätigten den Titel mit "Buy" und einem Kursziel von 56 Euro./ep/tw
| 14.05.2008 | Drägerwerk kaufen | AC Research | |
| 09.05.2008 | Drägerwerk kaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 30.04.2008 | Drägerwerk Downgrade | equinet Institutional Services AG | |
| 24.04.2008 | Drägerwerk kaufen | Der Aktionär | |
| 21.04.2008 | Drägerwerk kaufen | Die Actien-Börse |
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