FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 250.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken sind am Dienstag in der dritten Runde fortgesetzt worden. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte vor Beginn der Gespräche mit einer Ausweitung der Protestaktionen gedroht. "Es muss heute ein verhandlungsfähiges Angebot geben", sagte ver.di-Verhandlungsführer Uwe Foullong am Mittag. Sonst würden die stundenweisen Warnstreiks ausgedehnt. ver.di fordert für die Beschäftigten acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 260 Euro pro Monat mehr. Dabei verweist ver.di auf die hohe Teuerung in Deutschland. Zudem verlangt die Gewerkschaft unter anderem den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.
Die Arbeitgeber weisen die Gehaltsforderung als überzogen zurück und haben bislang kein Angebot vorgelegt. Der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) und der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) kündigten an, auch bei der dritten Verhandlungsrunde nicht über eine Gehaltserhöhung allein zu diskutieren, sondern nur über ein Gesamtpaket verhandeln zu wollen. Mit Warnstreiks hatte ver.di in den vergangenen Wochen versucht, den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Vor einer Woche hatten in Frankfurt mehr als 800 Bank-Mitarbeiter für mehr Geld demonstriert. Am Montag beteiligten sich in Berlin 700 Mitarbeiter an einer Aktion. /mt/DP/sb