23.07.2008 15:12
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Druckindustrie senkt Umsatzprognose - Starker Kostendruck

        FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutsche Druckindustrie hat ihre Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Es sei nur noch mit einem realen Wachstum von 1,5 Prozent zu rechnen, teilte der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) am Mittwoch in Frankfurt mit. Zum Jahreswechsel war der Verband noch von 1,8 Prozent ausgegangen. Hintergrund seien das schlechtere Konsumklima und der Rückgang bei Werbematerialien. Die Branche hänge zu fast zwei Dritteln von den Werbeaufwendungen der Wirtschaft ab.

    Im vergangenen Jahr und auch in den ersten Monaten 2008 hatte die Druckindustrie ihren Wachstumstrend noch fortsetzen können. Die Umsätze kletterten 2007 real um 2,4 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro. Dabei stiegen die Umsätze mit ausländischen Auftraggebern um 6,9 Prozent, die mit inländischen Bestellern um 1,6 Prozent.

    Probleme bereitet der Branche der Kostendruck durch höhere Preise für Energie, Farbe und Papier. Daher seien Preiserhöhung notwendig. "Kein Unternehmen kann Produkte und Leistungen auf Dauer zu Selbstkosten oder darunter anbieten. Deshalb sind Preiserhöhungen in unserer Branche unvermeidlich", sagte Verbandspräsident Rolf Schwarz.

    Erstmals seit sechs Jahren gab es in der Branche 2007 wieder einen Anstieg der Beschäftigung, hieß es weiter. Insgesamt waren in der Druckindustrie 173.000 Menschen tätig, das waren 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Seit dem Jahr 2000 sei die Beschäftigtenzahl in der Branche allerdings um rund 50.000 Stellen zurückgegangen./rg/DP/zb

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