PARIS (dpa-AFX) - EADS-Chef Louis Gallois sieht den Konzern bei der Entwicklung des neuen Langstreckenjets Airbus A350 XWB auf Kurs. Etwa 70 bis 80 Prozent der Arbeiten seien bereits vergeben worden, sagte Gallois am Dienstag vor Journalisten in Paris. Er hoffe, dass dieser Prozess bis Ende des Jahres abgeschlossen sei. "Es gibt keine Änderung am Zeitplan für den A350", sagte er. Das Flugzeug soll im Jahr 2013 in Dienst gehen.
Das bereits angekündigte zusätzliche Sparprogramm bei der Tochtergesellschaft Airbus soll noch in Kürze konkrete Formen annehmen. Er erwarte eine entsprechende Ankündigung noch vor dem Sommer, sagte Gallois. Das Vorhaben, das unter dem Namen "Power8 plus" gehandelt wird, soll über das bereits laufende Sanierungsprogramm "Power8" hinausgehen.
Der im Zuge von "Power8" geplante Verkauf von Werken in Deutschland und Frankreich hat laut Gallois keine Eile. Verhandlungen mit der deutschen OHB Technology und der französischen Latecoere als potenziellen Investoren waren gescheitert. Derzeit gliedert Airbus die Werke in eigenständige Unternehmen aus.
Gallois bekräftigte zudem, dass EADS kein Gebot für seinen US-Konkurrenten DRS Technologies abgeben will. Die italienische Finmeccanica bietet bereits für DRS./gt/FX/stw/edh/wiz