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EADS gliedert deutsche Werke aus - Verkauf erst später
Damit ist der ursprünglich geplante gleichzeitige Verkauf deutscher, britischer und französischer EADS-Werke gescheitert. Denn die Verkaufsverhandlungen für die Werke Laupheim sowie Méaulte und Saint-Nazaire Ville (Frankreich) und Filton (England) sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden. Dabei könnte EADS allerdings jeweils Mehrheitseigner bleiben.
PROBLEM WÄHRUNGSRISIKEN
Wegen der Dollarschwäche und der Risiken bei der Entwicklung des Airbus A350 erwarten Marktexperten, dass die GAC-Werke auf absehbare Zeit bei EADS bleiben. Die beiden deutschen Kaufinteressenten Voight und OHB haben wegen des Währungsrisikos und Finanzierungsproblemen die Gespräche mit EADS abgebrochen.
Der US-Interessent Spirit stieß als frühere Boeing-Tochter auf wenig Gegenliebe bei Gewerkschaften und Bundesregierung und hat seine Kaufpläne mittlerweile wegen der Probleme bei der Boeing 787 und der Kreditkrise ebenfalls hintenan gestellt. EADS sei weiter mit Interessenten im Gespräch, versicherte Bayle. Ein Verkaufsabschluss sei aber derzeit nicht abzusehen.
VERÄRGERUNG IN FRANKREICH
Die französischen Gewerkschaften reagierten verärgert auf die Gründung der GAC. "Wenn die Deutschen bei EADS bleiben, dann wollen wir das auch", sagte Vertreter der Gewerkschaft Force Ouvrière des zum Verkauf stehenden Werks Méaulte, Claude Cliquet, der Zeitung "Le Journal du Dimanche" (JDD). Ein Streik sei nicht ausgeschlossen. "Ich befürchte, dass das explodiert", sagte Cliquet. Die Gewerkschaften befürchten, dass die Werkskäufer Teile der Fertigung und der Entwicklung ins Ausland verlegen und zudem die Lohnkosten drücken.
Der französische Zulieferer Latécoère soll nach unbestätigten Informationen 40 Prozent der zum Verkauf stehenden französischen Airbus-Werke übernehmen. Latécoère investiert derzeit in Produktionen in Marokko. Die britische GKN soll in Filton einsteigen./hn/DP/ck
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