CNOOC 1 Aktie [WKN: 631636 / ISIN: US1261321095]

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25.07.2008 12:47
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EMFIS.COM - EM Stocks Review Asien: Ernüchterung und Gewinnmitnahmen

EMFIS.COM - Hongkong 25.07.2008 In Asien fühlte man sich nach den ordentlichen Aufschlägen der vergangenen Tage auf dem inzwischen wieder ereichten Niveau heute nicht mehr sehr wohl. Es bedurfte nur eines geringen Anstoßes, um die Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen zu bewegen. Dieser bestand vor allem in der gestrigen Korrektur an der Wallstreet, die deutlich eingeknickt war. Daneben waren vor allem die Daten aus dem US-Immobiliensektor mehr als ernüchternd ausgefallen. Dies weckte Befürchtungen, dass sich US-Konjunktur deutlich abkühlen könnte und auf die Banken weltweit weitere Subprime-Probleme zukommen dürften.

Der japanische Nikkei, der zuletzt um 800 Punkte nach oben gezogen war, knickte heute um 269 Punkte oder 2 Prozent auf 13.334 Zähler ein. Der breitere Topix fiel sogar um 2,6 Prozent auf 1298 Punkte. Nicht nur die Korrektur an der Wallstreet, sondern auch der gegenüber dem Yen gefallene Dollar belastete und zog unter anderem die Titel der export-orientierten Unternehmen nach unten. So verbilligten sich im Autosektor Toyota Motor um 3,5 Prozent und Honda Motor um 2,1 Prozent. Unter den Technologiewerten verloren Sony 4,2 Prozent, Toshiba 2,8 Prozent und Hitachi 2,9 Prozent. Die Titel von Fanuc rutschten um 7,2 Prozent nach unten, obwohl der Roboter-Hersteller ein Gewinnwachstum gemeldet hatte. Canon verloren nach dem gestrigen Zahlenwerk 4,9 Prozent. Daneben wurden auch die Bankenwerte sichtlich nach unten geprügelt. Mizuho Financial etwa schrammten um 8,2 Prozent abwärts, Mitsubishi UFJ gaben 5,4 Prozent ab. Gegen den allgemeinen Trend konnten sich die Titel der Reedereien gut behaupten. Nippon Yusen stiegen um 1,1 Prozent, nachdem die Frachtschifflinie einen Gewinnanstieg um 55 Prozent gemeldet hatte. Mitsui OSK Lines legten immerhin 0,1 Prozent zu.

Auch in Korea folgte auf die Erholung in den vergangenen Tagen heute die Ernüchterung. Zuvor hatte die koreanische Zentralbank gemeldet, dass der private Konsum im zweiten Quartal erstmals seit vier Jahren wieder geschrumpft sei. Der Kospi verlor daraufhin 1,7 Prozent auf 1597 Zähler. Auf Wochensicht ergab sich unterm Strich dennoch ein Plus von 5,8 Prozent. Schwer verprügelt wurden unter anderem die Titel von Samsung Electronics; die Aktie brach heute um 6,2 Prozent ein, nachdem der Konzern ein Gewinnwachstum von 51 Prozent gemeldet hatte, was unter den Markterwartungen lag. LG Electronics verloren daraufhin 3,1 Prozent, LG Display gaben 3,4 Prozent ab. Die Aktie des Speicherchip-Riesen Hynix Semiconductor fiel um 2,3 Prozent. Daneben verbilligten sich die Papiere des Stahlkochers Posco um 3,8 Prozent. Im Finanzsektor gingen Kookmin Bank um 2,1 Prozent und Woori Finance um 2,5 Prozent nach unten. Im Autobereich verloren Hyundai Motor 2,6 Prozent; Kia Motors fielen um 1,7 Prozent, nachdem der operative Gewinn des Konzerns nicht die Markterwartungen erfüllt hatte. Zu den wenigen Gewinnern gehörte die Aktie des Tabakkonzerns KT&G, die sich um 2,9 Prozent verbesserte.

Auch in Taiwan wurden in großem Stil Gewinne mitgenommen. Hier gab der TAIEX 1,82 Prozent auf 7233 Stellen ab, hat sich damit auf Sicht einer Woche aber dennoch um 6,14 Prozent verbessert. Angesichts schwacher makroökonomischer Daten aus den USA war man aber insbesondere für den Technologiesektor wieder skeptischer. AU Optronics gaben hier nach den schwachen gestrigen Quartalszahlen weitere 4,4 Prozent ab. Im Halbleitersektor gingen Taiwan Semiconductor um 1,9 Prozent nach unten, United Microelectronics fielen um 3,8 Prozent. Acer verloren moderate 0,7 Prozent, Asustek Computer fielen um 1,0 Prozent. Die Aktie von China Steel gab 2,1 Prozent ab. Die Anleger zeigten sich von den vorläufigen Zahlen des Unternehmens wenig beeindruckt. Im Baustoffsektor verbilligten sich Asia Cement um 2,9 Prozent, während sich Taiwan Cement um 0,5 Prozent verbessern konnten. Evergreen Marine legten angesichts guter Zahlen bei der japanischen Konkurrenz 2,1 Prozent zu. Die Aktie von Ambassador Hotel stieg um weitere 5,3 Prozent.

Der Hang Seng Index in Hongkong verlor heute 1,5 Prozent auf 22.740 Zähler und hat damit erneut die 23.000-Punkte-Linie nach unten durchbrochen. Deutliche Abschläge gab es vor allem bei den Rohstoffwerten. Im Kohle-Sektor rutschten etwa China Shenhua um 6,7 Prozent ab, China Coal verloren 3,5 Prozent. Die chinesische Regierung hatte gestern bekannt gegeben, ihre Preiskontrollen für Kohleverkäufe stärker kontrollieren zu wollen. Daneben gaben aber auch die Titel der Ölförderer PetroChina um 3,1 Prozent und CNOOC um 3,6 Prozent ab. Die Marktteilnehmer befürchteten zunehmend, dass eine sich abschwächende globale Konjunktur die Rohstoffnotierungen weiter nach unten bringen könnte. Jiangxi Copper fielen um 2,9 Prozent. Im Finanzsektor fielen HSBC um 1,0 Prozent und Bank of East Asia um 3,2 Prozent. Unter den China-Banken verbilligten sich China Construction Bank um 1,0 Prozent und Bank of Communications um 1,8 Prozent. Zu den robusten Werten gehörten heute Hutchison Whampoa, die sich um 0,1 Prozent verbesserten. Die Citigroup hatte zuvor ihre Kaufempfehlung für die Papiere des Mischkonzerns bekräftigt. Ein gewisses Kaufinteresse zogen auch die Hongkonger Versorger auf sich. Hier konnten CLP Holdings 1,8 Prozent und Hong Kong and China Gas 1,2 Prozent zulegen. Die Titel wurden in einem volatilen Umfeld heute als „sicherer Hafen“ angesehen. Dagegen brach die Aktie des chinesischen Stromproduzenten Datang Power um 5,9 Prozent ein, nachdem das Unternehmen heute eine Gewinnwarnung abgegeben hatte.

In China fiel der Shanghai Composite Index um 1,55 Prozent auf 2865 Punkte; der Shanghai A-Share Index gab 1,56 Prozent auf 3005 Zähler ab.
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