21.01.2008 12:31
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EM Stocks Review: Asien-Börsen beziehen weiter schwere Prügel

EMFIS.COM - 21.01.08 An den asiatischen Börsen hagelte es heute weitere heftige Abschläge. So gut wie alle Branchen waren davon betroffen. Die Anleger fürchteten insbesondere eine Rezession in den USA und neue Hiobsbotschaften aus dem Bankensektor. Zuvor hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley weitere Verluste aus dem Hypotheken-Geschäft angekündigt. Zudem hatten sich BNP Paribas skeptisch zur Bank of China geäußert und auch hier Milliarden-Verluste aus amerikanischen Subprime-Anleihen prognostiziert. Vo allem zyklische Werte, export-orientierte Titel und Finanzaktien standen dementsprechend stark unter Beschuss.

In Japan gab der Nikkei 225 3,9 Prozent auf 13.325 Punkte ab und landete damit auf dem tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Der Topix ging um 3,6 Prozent nach unten auf 1293 Stellen. Neben der allgemeinen Furcht vor einer US-Rezession belasteten hier noch schwache Daten vom Arbeitsmarkt und vom Immobiliensektor. Insbesondere im Finanzsegment waren Verluste zu beklagen. Hier rutschten Mitsubishi UFJ um 6,2 Prozent ab, Mizuho Financial verloren 5,2 Prozent und Nomura Holdings 3,7 Prozent. Dagegen konnten sich Shinsei Bank um 2,3 Prozent nach oben arbeiten. Dort haben die Aktionäre zugestimmt, dass der amerikanische Großinvestor J.C. Flowers seinen Anteil an dem Unternehmen auf bis zu 32 Prozent aufstocken darf. Im Autosektor verloren Honda Motor 4 Prozent und Toyota Motor 3,3 Prozent. Die Aktie des Elektronikriesen Matsushita gab 4 Prozent ab.

Vergleichsweise glimpflich kam der taiwanesische Aktienmarkt davon. Hier ereignete sich beim TAIEX lediglich ein Abschlag um 0,91 Prozent auf 8110 Punkte. Die dort notierten Werte profitierten weiterhin von der Hoffnung, dass die Insel unter ihrer neuen Regierung wirtschaftlich enger an die Volksrepublik China heranrücken werde. Cathay Real Estate schossen angesichts dessen um 7 Prozent nach oben; Shinkong Textile zogen ebenfalls um 7 Prozent an. Die Aktie von China Airlines stiegen dank fallender Treibstoffpreise um 4,5 Prozent. Gemieden wurde allerdings der Technologiesektor. Hier gingen Taiwan Semiconductor um 2,4 Prozent und United Microelectronics um 2,4 Prozent nach unten. Acer konnten sich allerdings leicht um 0,4 Prozent erholen.

In Korea knickte der Kospi um 3 Prozent auf 8110 Stellen ein. Besonders schwer unter Druck geriet hier der Schiffsbausektor. Hier rutschten Samsung Heavy um 10,4 Prozent ab. Ein koreanisches Gericht hat jetzt die Reederei für die Öl-Havarie im Dezember des vergangenen Jahres verantwortlich gemacht. Hyundai Heavy und Daewoo Shipbuilding gaben jeweils 5,8 Prozent und 6,5 Prozent ab. Die Aktie des Stahlriesen Posco verlor 1,1 Prozent. Halbwegs unbeschadet entwickelten sich dagegen die Papiere aus dem Chipsektor. So gaben Samsung Electronics lediglich 0,5 Prozent ab, Hynix Semiconductor zogen sogar um 2 Prozent an. Ebenfalls gefragt waren die Papiere von Hyundai Motor. Offenbar ist der „Genesis“, die neue Luxuskarosse des Konzerns, auf dem Heimatmarkt auf viel Aufmerksamkeit gestoßen.

In Hongkong durchbrach der Hang Seng Index mit enormer Wucht die 24.000-Punkte-Linie nach unten. Er kam erst bei 23.818 Zählern zum Stehen, was einem Abschlag von 5,49 Prozent entspricht. Dies stellte gleichzeitig den viertgrößten Kurssturz in der Geschichte der Hongkong Stock Exchange dar. Unter anderem die Exporttitel wurden abermals stark in Mitleidenschaft gezogen. So schrammten Esprit um 5,7 Prozent nach unten, Li & Fung gaben 2,9 Prozent und Foxconn 7,3 Prozent ab. Unter den Bankaktien fielen Bank of China um 6,4 Prozent und ICBC um 7,8 Prozent. Auch die Telekom-Werte tendierten deutlich nach unten. China Telecom etwa knickten um 7,8 Prozent ein. Der Konzern hat zuletzt zahlreiche Kunden an die Mobilfunk-Konkurrenz verloren. Allerdings gaben auch China Mobile 4,3 Prozent und China Unicom 7,2 Prozent ab.

Auch die chinesischen Inlandsbörsen standen heute schwer unter Druck. So rutschte der Shanghai Composite Index um 5,14 Prozent auf 4914 Stellen ab und landete damit wieder unter der 5000-Punkte-Linie. Der Shanghai A-Share-Index ging um 5,14 Prozent nach unten auf 5157 Zähler.
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