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31.08.07 Obwohl die US-Indizes gestern kaum vom Fleck gekommen waren, wurde an den asiatischen Börsen heute wieder wacker zugekauft. Zuvor hatte die „Washington Post“ gemeldet, dass US-Präsident Bush heute Maßnahmen zur Linderung der Subprime-Krise ankündigen werde. Dies bestärkte die Hoffnung, dass das Thema künftig weniger stark die Schlagzeilen und den Markt beherrschen sollte. Gleichzeitig unterfütterten die guten nachbörslichen Zahlen von Dell das Sentiment für den Technologiesektor. Die Rohstoffnotierungen waren ebenfalls vorangekommen und zogen die Aktien der entsprechenden asiatischen Förderer und Minenkonzerne mit nach oben.
Vor allem in Japan zeigte man sich heute ungewohnt euphorisch. Der Nikkei 225 kam um stolze 2,6 Prozent nach oben auf 16.569 Punkte; der breitere Topix gewann ebenfalls 2,6 Prozent auf 1608 Zähler hinzu. Unter anderem bei den Technologiewerten gab es üppige Aufschläge. So konnten sich etwa Sony um 5,5 Prozent verbessern, Toshiba stiegen um 2,5 Prozent und Advantest um 3,7 Prozent. Fujitsu verteuerten sich um 6,3 Prozent. Ein Gericht in Tokio hat zuvor eine Patentrechts-Klage des Konzerns gegen Nanya Technology aufrechterhalten. Im Autosektor stiegen Toyota Motor um 3,7 Prozent, nachdem der Konzern erklärt hatte, seinen US-Umsatz trotz einer dort möglichen Wirtschaftsflaute weiter steigern zu wollen. Honda Motor gewannen daraufhin 4,4 Prozent hinzu, Nissan Motor legten 3,1 Prozent zu.
In Korea erholte sich der Kospi um weitere 1,7 Prozent auf 1873 Zähler und hat damit diese Woche unterm Strich deutlich zugelegt. Auch hier kamen die Technologieaktien, die sich in den vergangenen Monaten eher unterdurchschnittlich entwickelt haben, zu ihrem Recht. So stiegen etwa Samsung Electronics um 3,32 Prozent. LG Electronics konnten sich um 2,4 Prozent verbessern, nachdem der Konzern einen sehr optimistischen Ausblick für das Europa-Geschäft abgegeben hatte. Die Aktie des Stahlriesen Posco zog um 2,9 Prozent an. Unter den Bautiteln legten Samsung Corp um 2,4 Prozent und Hyundai Engineering & Construction 4,4 Prozent zu. Ssangyong Cement kletterten um 4,43 Prozent nach oben.
In Taiwan zog der TAIEX um 2,4 Prozent auf 8982 Stellen an. Gesucht waren vor allem Aktien von Unternehmen mit einer starken Präsenz in China. So schossen die Papiere der Elektronik-Handelskette Synnex Technology um die in Taipeh maximal möglichen 7 Prozent nach oben; die Aktie des Lebensmittelkonzerns Uni-President verbesserte sich um 5,5 Prozent. Unter den Auftrags-Herstellern von Notebooks verteuerten sich Quanta Computer im Vorfeld des Zahlenwerks um 1,5 Prozent, die Titel des Konkurrenten Compal Electronics gewannen 2,2 Prozent hinzu. Dagegen verloren Hon Hai Precision Industry nach enttäuschenden Quartalszahlen 0,8 Prozent. Im Halbleiter-Bereich stiegen Taiwan Semiconductor um 3,64 Prozent und United Microelectronics um 1,65 Prozent.
In Hongkong stieg der Hang Seng Index um weitere 2,1 Prozent und markierte damit bei 23.984 Zählern einen neuen Schlussrekordstand. Vorübergehend war erstmals auch die 24.000-Punkte-Linie überschritten worden. Nach der gestrigen kleinen Korrektur kauften sich die Anleger heute weiter in einschlägige China-Titel ein. So zogen Aluminium Corp. of China um weitere 10,4 Prozent an, China Mobile legten 3,8 Prozent und China Construction Bank 4,2 Prozent zu. Die Aktie des Ölförderers CNOOC gewannen nach den gestrigen Zahlen 3,4 Prozent hinzu. Der Börsenbetreiber Hong Kong Exchanges and Clearing verteuerte sich um 4,5 Prozent. Shanghai Electric Group sprangen um 42,2 Prozent nach oben. Der Versorger hat angekündigt, die Tochtergesellschaft Shanghai Power Transmission via Aktientausch einzubinden.
In China kam der Shanghai Composite Index um 0,99 Prozent auf 5218 Punkte voran, was ebenfalls einem neuen Schlussrekord entsprach. Der Shanghai A-Share Index verbesserte sich um 0,99 Prozent auf 5480 Stellen.