Sino Land Aktie [WKN: 866305 / ISIN: HK0083000502]

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10.03.2008 12:47
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EM Stocks Review: Asien fällt - Hongkong erholt

EMFIS.COM - 10.03.08 Die asiatischen Märkte setzten heute größtenteils ihre Talfahrt fort, nachdem auch die US-Börsen am Freitag weiter in die Knie gegangen waren. Auch die Rohstoffwerte waren, im Gegensatz zu den vorangegangenen Handelstagen, heute keine Stütze mehr. Enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA untermauerten die Befürchtung, dass die größte Volkswirtschaft der Welt bereits in eine Rezessionsphase abgeschlittert sein könnten. Später gab es dann Gerüchte, dass die FED eine vorgezogene Leitzinssenkung durchführen könnte. Die meisten Asien-Börsen hatten da aber bereits geschlossen und konnten von dieser Entwicklung nicht mehr profitieren.

In Japan ging der Nikkei 225 heute um weitere 2,0 Prozent auf 12.532 Punkte nach unten. Er landete damit auf dem niedrigsten Schlussstand seit September 2005. Auch die am Morgen gemeldeten Auftragseingänge im Maschinenbausektor, die überraschend gut ausgefallen waren, konnten den fortgesetzten Kursrutsch nicht stoppen. Der breitere Topix fiel um 1,9 Prozent auf 1224. Ein wichtiger Belastungsfaktor war einmal mehr der starke Yen, der sich gegenüber dem Dollar auf ein neues 8-Jahres-Hoch hochgearbeitet hatte. Dies belastete etliche Titel aus dem Exportsektor. So verbilligten sich die Papiere des Baumaschinen-Herstellers Komatsu um 4,3 Prozent; Sony fielen um 5 Prozent. Im Autosektor gingen Toyota Motor um 4,1 Prozent nach unten, Mazda Motor rutschten um 6,2 Prozent ab. Auch im Rohstoffsektor wurden Abschläge vorgenommen. Hier verbilligten sich etwa Marubeni um 8,3 Prozent und Mitsubishi Corp. um 4,2 Prozent. Gesucht waren dagegen Titel aus konjunktur-unabhängigen Branchen. So kam die Aktie des Versorgers Tokyo Electric Power um 2,5 Prozent voran; Asahi Breweries verteuerten sich um 2,1 Prozent.

Auch in Korea stand der Markt weiter unter Druck. Der Kospi fiel um 2,3 Prozent auf 1625 Zähler, was einem neuen 5-Wochen-Tief entspricht. Neben dem allgemein schwachen Trend in ganz Asien belastete hier zusätzlich noch das bevorstehende Auslaufen von Futures und Optionen. Vor allem die eher zyklischen Werte gerieten heute stark unter Beschuss. So brachen unter den Schiffsbau-Titeln etwa Doosan Heavy um 6,2 Prozent und Hyundai Heavy sogar um 7,5 Prozent ein. Im Finanzsektor gaben Mirae Securities 2,3 Prozent und Daewoo Securities 2,7 Prozent ab. Hyundai Motor fielen um 0,6 Prozent, Posco gingen um 1,2 Prozent nach unten. Dagegen konnten sich Samsung Electronics, die bereits am Freitag in die Knie gegangen waren, um 0,7 Prozent erholen. Daneben waren auch die Telekom-Titel als „sicherer Hafen“ gefragt. SK Telecom verbesserten sich um 0,8 Prozent und KT um 1,9 Prozent.

In Taiwan ging der TAIEX sogar um 2,7 Prozent nach unten auf 8299 Zähler. Der taiwanesische Aktienmarkt hatte sich in den vergangenen Wochen besser als die meisten fernöstlichen Pendants entwickelt. Heute schienen jedoch einige Marktteilnehmer vor der allgemeinen Krisen-Stimmung kapituliert zu haben. Auch in Taiwan schätzt man die Chancen auf eine Entkopplung von den US-Börsen nun offenbar nicht mehr als allzu hoch an. Dabei traf es heute gerade die Aktien aus dem Binnensektor, der sich zuletzt recht robust gezeigt hatte, außerordentlich hart. So brachen Taiwan Cement um 5,23 Prozent, die Aktie des Nahrungsmittelkonzerns Uni-President rutschte um 5,7 Prozent ab. Daneben verbilligten sich Far Eastern Textile um 5,1 Prozent und Cathay Financial um 2,7 Prozent. Auch im Technologiesektor sah es nicht sonderlich rosig aus. Hier gaben Taiwan Semiconductor 4,4 Prozent ab, nachdem der Chip-Riese für den Februar auf Monatssicht einen Umsatzrückgang um 5,8 Prozent gemeldet hatte. Die Titel des kleineren Konkurrenten UMC fielen um 1,9 Prozent. Im PC-Sektor verloren Acer 3,5 Prozent und Quanta Computer 1,5 Prozent.

In Hongkong stand der Hang Seng Index heute zunächst ebenfalls unter anhaltendem Verkaufsdruck. Gegen Handelsende konnte er sich diesem aber nach mehreren Tagen mit herben Abschlägen endlich entziehen. Begünstigt wurde dies von Gerüchten, dass die amerikanische Notenbank möglicherweise bereits heute eine weitere Leitzinssenkung vornehmen könnte. Hongkongs Leitindex drehte angesichts dessen wieder nach oben und schloss 0,9 Prozent im Plus bei 22.705 Stellen. Die Leitzins-Gerüchte ließen unter anderem die Aktie der Großbank HSBC um 2,9 Prozent nach oben schnellen. Die Titel des Börsenbetreibers Hong Kong Exchange verbesserten sich um 1 Prozent. Die Aktie des Festnetzbetreibers PCCW konnten nach dem Zahlenwerk aus der vergangenen Woche um 3,8 Prozent zulegen. Keinen klaren Trend gab es im Immobiliensektor. Hier stiegen etwa Sino Land um 4,2 Prozent. Dagegen wirkte bei Sun Hung Kai Properties das jüngste Downgrade der Citigroup nach, was die Aktie um weitere 3,2 Prozent nach unten brachte. 

In China rutschte der Shanghai Composite Index um 3,59 Prozent auf 4146 Punkte ab; der Shanghai A-Share Index verlor 3,59 Prozent auf 4350 Zähler.
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