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Uneinheitlich ist indes der Handel mit Puts auf den Bund Future. Nachdem das Rentenbarometer am Freitag im Zuge überraschend guter Arbeitsmarktdaten aus den USA unter Druck geriet nehmen im frühen Montagshandel einige Anleger, die bereits am Freitag in Puts engagiert waren ihre Gewinne mit. Andere steigen erst jetzt in diese Scheine ein und spekulieren auf ein weiteres Absinken des Bund Future auf 120 Punkte. Am Morgen notiert der Index nahezu unverändert bei 120,3 Punkten.
Bei den Investitionen in Derivate auf Einzelaktien stehen heute die Aktien von mobilcom und der Münchener Rück im Zentrum. Die Aktie des Mobilfunkdienstleisters mobilcom, die am Dienstag vergangener Woche einen deutlichen Kurssprung verzeichnete, nachdem der US-Investmentfonds Texas Pacific seinen Einstieg gemeldet hatte, gab am Vormittag um mehr als 1,5 Prozent auf rund 17 Euro ab. Das Unternehmen meldete am Morgen seine Quartalsergebnisse für die ersten drei Monate 2005 und verzeichnete einen Umsatzzuwachs im Kerngeschäft von rund 30 Prozent und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Nachdem die Kursabschläge bei mobilcom im frühen Handel einige Stop-Losses in Calls auf die Aktie ausgelöst hatten, kommt es im weiteren Vormittagsverlauf zu erneuten Käufen in diesen Scheinen.
Ebenfalls Quartalszahlen gab es vom weltgrößten Rückversicherer Münchener Rück. Trotz einiger Großschäden im ersten Quartal konnte das Unternehmen den Gewinn in den ersten drei Monaten 2005 deutlich steigern und die Analystenerwartungen deutlich übertreffen. Nach dem bewussten Verzicht auf unrentables Geschäft geht das Unternehmen nun nicht mehr von weiteren Umsatzrückgängen aus. Trotz dieser positiven Meldungen gibt die Aktie am Morgen leicht um 1 Prozent nach, worauf die Anleger an der EUWAX mit Verkäufen von Calls reagieren.
Im Bereich der klassischen Optionsscheine spielt Osteuropa am Vormittag eine wichtige Rolle. Das zeigt sich zum einen in deutlichen Käufen von Calls auf den Wiener ATX, der aufgrund einer engen wirtschaftlichen Verknüpfung vieler seiner Indexteilnehmer auch als Barometer für die Kursentwicklung in Osteuropa angesehen wird. Nach einem steilen Kursanstieg im vergangenen Jahr korrigierte der ATX seit Anfang März von rund 2.800 auf inzwischen 2.564 Punkte. Heute steigt der Index entgegen der Marktentwicklung der übrigen europäischen Börsen um rund 1 Prozent.
Ebenfalls gefragt sind Calls auf den tschechischen Generika-Hersteller Zentiva, der heute mehr als 2 Prozent auf rund 800 Tschechische Kronen verliert. Damit kämpft die Aktie mit einer leichten charttechnischen Unterstützung, von der die Anleger an der EUWAX erwarten, dass sie hält.
Die Börse Stuttgart ist Deutschlands zweitgrößter Handelsplatz mit einem aktuellen Marktanteil von 34 Prozent im deutschen börslichen Präsenzhandel. Segmente sind EUWAX als Handelsplattform für verbriefte Derivate, Bond-X für festverzinsliche Wertpapiere und 4-X für den Handel mit ausländischen Aktien.
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die Smarthouse Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.
| 10.10.2008 | Münchener Rück neues Kursziel | Morgan Stanley | |
| 10.10.2008 | Münchener Rück verkaufen | Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) | |
| 09.10.2008 | Münchener Rück hold | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 09.10.2008 | Münchener Rück outperform | Cheuvreux SA | |
| 30.09.2008 | Münchener Rück neues Kursziel | Cheuvreux SA |
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