EU/Verheugen: Strengere CO2-Vorschriften verzögern sich
FRANKFURT (AP)--Die strengeren CO2-Vorschriften für Neuwagen in der Europäischen Union kommen offenbar später als vorgesehen. Die Pläne der EU-Kommission zur Verringerung des Schadstoffausstoßes ließen sich nicht wie geplant bis 2012 umsetzen, erklärte EU-Industriekommissar Günter Verheugen und verwies auf Forderungen des EU-Parlaments. Im Streit um eine am CO2-Aussstoß orientierte Kfz-Steuer in Deutschland stellte sich derweil Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) gegen die Pläne von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD).
Das Ziel der EU-Kommission, als nächsten Schritt einen Durchschnittwert von 120 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer zu erreichen, unterstütze er "voll und ganz", sagte Verheugen laut "Bild am Sonntag". "Ohne gesetzliche Regelung schafft die Industrie es nicht. Es ist schon enttäuschend, wie wenig manche Autobauer in den letzten zehn Jahren für den Klimaschutz getan haben", erklärte der SPD-Politiker. Jetzt komme es aber darauf an, die Regeln so zu machen, "dass sie den Wettbewerb zwischen den Autobauern nicht verfälschen und die Autos nicht unnötig verteuern".
Eine Einschränkung der Autowerbung zum Klimaschutz lehnte Verheugen ab. Allgemein warnte er davor, die Bürger mit immer neuen Vorschriften zu bevormunden; es gebe ja schon Menschen, die von einer Ökodiktatur sprächen.
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May 12, 2008 08:05 ET (12:05 GMT)
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