07.04.2008 15:24
Drucken |

Schrift:

E.ON will trotz Militär-Einspruch vor England Windkraftanlage bauen

        LONDON (dpa-AFX) - Ungeachtet eines Einspruchs des britischen Verteidigungsministeriums will der Energiekonzern E.ON  vor der englischen Nordseeküste eine der größten Windkraftanlagen des Königreichs bauen. Für die Bedenken des Militärs müsse so rasch wie möglich eine Lösung gefunden werden, erklärte das Unternehmen am Montag bei der Bekanntgabe der Pläne.

 

    Das Verteidigungsministerium in London hatte geltend gemacht, die Windflügelanlage könne militärische Radaraktivitäten stören und daher ein Sicherheitsproblem darstellen. Die Anlage vor der Küste der Grafschaft East Yorkshire in Nordost-England soll 700 Millionen Pfund (rund 890 Millionen Euro) kosten und 300 Megawatt erzeugen - genug Strom, um fast 200.000 Haushalte zu versorgen.

 

    In Großbritannien wird die Entscheidung über den Bauantrag als Testfall für die Entschlossenheit der Regierung gesehen, den Kohlendioxidausstoß durch alternative Methoden der Energiegewinnung zu senken. "Dieses Projekt würde jedes Jahr die Kohlendioxid- Emissionen um hunderttausende Tonnen senken und damit wertvolle Beiträge zur Erfüllung der Regierungsziele bei erneuerbaren Energien leisten", sagte der Direktor des britischen E.ON-Unternehmensteils, Paul Golby. Das Unternehmen verwies auch darauf, dass das Verteidigungsministerium keine Einwände geltend machte, als es 2004 bei ersten Projektstudien konsultiert worden sei./tb/DP/fj

 

Aktien in diesem Artikel

EON 127,6 -0,7%
Immer mehr Staus auf Autobahnen: Wofür plädieren Sie?
Mehr Autobahnen bauen
Überholverbot für LKW
Preis für Bahnfahrkarten senken
Mineralölsteuer erhöhen
PKW-Maut erheben




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige