Einzelhandel gegen Ausweitung von ermäßigter Mehrwertsteuer
BERLIN (AFP)--Der deutsche Einzelhandel hat sich dagegen ausgesprochen, für weitere Produkte sowie arbeitsintensive und lokal erbrachte Dienstleistungen eine ermäßigte Mehrwertsteuer einzuführen. Dieser Vorschlag der EU würde nur die Unübersichtlichkeit des Umsatzsteuersystems erhöhen, erklärte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Mittwoch in Berlin.
Bezahlen müssten diese Subventionen mittelfristig alle Verbraucher: "Denn was der Staat hier ausgibt, wird er sich über kurz oder lang an anderer Stelle wieder holen, etwa durch die Anhebung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes oder andere Steuererhöhungen", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Die EU-Kommission hatte sich am Montag dafür ausgesprochen, die bislang üblichen Sondersteuersätze für bestimmte Produkte und Dienstleistungen in der EU einfacher und einheitlicher zu gestalten. Die EU-Staaten könnten dann einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 5% bis 15% zum Beispiel für Friseure, Gebäudereinigung und Gastronomiebetriebe ansetzen. Die Bundesregierung lehnt eine Ausweitung des ermäßigten Steuersatzes jedoch ab.
Webseite: http://www.einzelhandel.de
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July 09, 2008 10:15 ET (14:15 GMT)
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