09.07.2008 16:18
Drucken |

Schrift:

Einzelhandel gegen Ausweitung von ermäßigter Mehrwertsteuer

   BERLIN (AFP)--Der deutsche Einzelhandel hat sich dagegen ausgesprochen, für weitere Produkte sowie arbeitsintensive und lokal erbrachte Dienstleistungen eine ermäßigte Mehrwertsteuer einzuführen. Dieser Vorschlag der EU würde nur die Unübersichtlichkeit des Umsatzsteuersystems erhöhen, erklärte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) am Mittwoch in Berlin.

   Bezahlen müssten diese Subventionen mittelfristig alle Verbraucher: "Denn was der Staat hier ausgibt, wird er sich über kurz oder lang an anderer Stelle wieder holen, etwa durch die Anhebung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes oder andere Steuererhöhungen", erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

   Die EU-Kommission hatte sich am Montag dafür ausgesprochen, die bislang üblichen Sondersteuersätze für bestimmte Produkte und Dienstleistungen in der EU einfacher und einheitlicher zu gestalten. Die EU-Staaten könnten dann einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 5% bis 15% zum Beispiel für Friseure, Gebäudereinigung und Gastronomiebetriebe ansetzen. Die Bundesregierung lehnt eine Ausweitung des ermäßigten Steuersatzes jedoch ab.

Webseite: http://www.einzelhandel.de

DJG/kth (END) Dow Jones Newswires

   July 09, 2008 10:15 ET (14:15 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 15 AM EDT 07-09-08

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Wie beurteilen Sie die Leistung von Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Steinbrück in der aktuellen Finanzkrise?
Sehr gut
Gut
Zufriedenstellend
Ausreichend
Mangelhaft
Ungenügend




Wie bewerten Sie diese Seite?   sehr gut        schlecht
 

Anzeige

Anzeige