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Erste Bank verkauft Versicherungsgeschäft an Wiener Städtische
Den Angaben zufolge wurde heute ein entsprechender Vertrag im Anschluss an die Beschlüsse der jeweiligen Aufsichtsgremien von den Generaldirektoren Andreas Treichl und Günter Geyer unterzeichnet. Neben der Übernahme der Versicherungstöchter wurde von den beiden Konzernen auch ein gegenseitiges Vertriebskooperationsabkommen unterzeichnet. Dieses wurde auf 15 Jahre abgeschlossen und bildet die Basis für eine enge Vertriebskooperation zwischen der Erste Bank und der Wiener Städtischen.
Beide Parteien verpflichten sich darin, die Produkte des jeweils anderen Partners bevorzugt über ihr jeweiliges Vertriebsnetz zu vertreiben. Damit erhält die Wiener Städtische Zugang zu den über 2.900 Filialen sowie den über 16 Millionen Kunden der Ersten Bank in der Region. Die Erste Bank erhält im Gegenzug Zugang zu den rund 10 Millionen Kunden der Wiener Städtische in denjenigen Ländern, in denen beide Partner derzeit aktiv sind. Die Wiener Städtische ist bereits seit vielen Jahren Partner der Ersten Bank für das Sachversicherungsgeschäft. In diesem Zusammenhang wurde 2004 auch das Sachversicherungsgeschäft der tschechischen Versicherungstochter der Ersten Bank an die Wiener Städtische veräußert. Die Übertragung des Lebensversicherungsgeschäfts wird als ein diesbezüglich logischer Schritt angesehen und bedeutet die Fokussierung der Ersten Bank auf ihr Kerngeschäft, den Vertrieb von Finanzdienstleistungen.
Der Gesamtwert der Transaktion inklusive einer Bewertung für 100 Prozent der Versicherungsgesellschaften entspricht einem Kaufpreis von 1,6 Mrd. Euro. Entsprechend den Eigentumsverhältnissen erhält die Erste Bank insgesamt einen Betrag in der Höhe von 1,445 Mrd. Euro Dieser umfasst den Verkauf der Aktien aller Lebensversicherungsgesellschaften und der Sachversicherungstochter der BCR in Rumänien sowie die auf 15 Jahre abgeschlossenen Ländervertriebsverträge zwischen den lokalen Banken und den lokalen Versicherungen.
Der für die Erste Bank auf Konzernebene ergebniswirksame Nettoeffekt (nach Steuern und Minderheiten) beträgt knapp 1,0 Mrd. Euro. Die ebenfalls inkludierte Vertriebsprämie wird voraussichtlich nach IFRS über die Laufzeit von 15 Jahren abgegrenzt. Daher wird für das Jahr 2008 ein positiver Beitrag von über 600 Mio. Euro zum Jahresüberschuss erwartet. Das Closing der Transaktion ist ? vorbehaltlich der Zustimmung durch die EU- und der lokalen Behörden - für das dritte Quartal 2008 geplant.
Die Aktie der Ersten Bank schloss heute in Wien bei 37,33 Euro (-1,56 Prozent). Die Papiere der Wiener Städtischen gingen bei 50,55 Euro (-4,44 Prozent) aus dem Handel. (26.03.2008/ac/n/a)
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Aktien in diesem Artikel
| Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen | 38,3 | -1,9% | |
| Wiener Staedtische Versicherung | 40,0 | -6,1% |
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