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Europa-Schluss: Airlines schwächer, Quartalszahlen im Fokus
Unter Druck standen insbesondere Aktien von Fluggesellschaften. Nach Angaben der britischen Polizei konnten schwere Terroranschläge auf Passagierflugzeuge verhindert werden. Unter anderem verloren British Airways mehr als 5 Prozent und Air France-KLM rund 3 Prozent. Bei der französischen Airline standen zudem die Umsatzzahlen im ersten Fiskalquartal auf der Agenda. So lag der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum bei 5,80 Mrd. Euro (+11,9 Prozent).
In Amsterdam stehen Finanztitel im Fokus. Papiere des größten Finanzdienstleisters in den Niederlanden ING Groep, der seinen Gewinn im zweiten Quartal um 30 Prozent gesteigert hat, verlieren 1,3 Prozent. Grüne Vorzeichen prägen das Bild indes bei Aktien des Versicherungskonzerns AEGON, der im zweiten Quartal einen geringer als erwarteten Gewinnrückgang ausweisen musste. Anteilsscheine des Sicherheitsdienstleisters Securitas brechen in Stockholm nach Zahlen um mehr als 10 Prozent ein.
Daneben wurden im Finanz- und Handelssektor einige Quartalszahlen veröffentlicht. Hier konnte vor allem die ING Groep für positive Impulse sorgen. Der größte Finanzdienstleister in den Niederlanden konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 30 Prozent steigern, was auf höhere Einnahmen im Bereich Online Banking und gestiegene Erträge im Versicherungsbereich in Asien und Europa zurückzuführen ist. Die Aktie legte entgegen den Trend 2,6 Prozent zu.
Bei den Einzelhändlern sorgte die niederländische Ahold für Furore. Die Aktie gewann 2,7 Prozent, nachdem der Einzelhandelskonzern im zweiten Quartal einen Umsatz auf Vorjahresniveau erzielt hatte. Der Gesamtumsatz des weltweit viertgrößten Einzelhandelskonzerns lag im Berichtszeitraum bei 10,48 Mrd. Euro, nach 10,45 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.
Die Aktie des österreichischen Sportwettenanbieters bwin verzeichnete heute eine Achterbahnfahrt. Zunächst hatte der Lizenzentzug in Sachsen für einen Kurseinbruch bis auf 19,55 Euro gesorgt. Nach dem das Unternehmen Klage gegen diesen Lizenzentzug ankündigte erholte sich die Aktie wieder und legt bis zum Abend über 7 Prozent auf 24,70 Euro zu.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.675,44 (-0,86 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.427,45 (-0,83 Prozent)
EURONEXT 100: 857,46 (-0,79 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der niederländische Versicherungskonzern AEGON N.V. (ISIN NL0000301760/ WKN 858185) verbuchte im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang, konnte beim operativen Ergebnis jedoch zulegen. Wie der Versicherungskonzern heute erklärte, lag der operative Gewinn im Berichtsquartal bei 680 Mio. Euro, nach 475 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil hatte dabei die starke operative Entwicklung in allen Ländern, wobei insbesondere das Lebensversicherungsgeschäft in Großbritannien stark zulegen konnte. Der Vorsteuergewinn verringerte sich im Vorjahresvergleich von 1,04 Mrd. Euro auf 777 Mio. Euro, während der Nettogewinn von 751 Mio. Euro auf 664 Mio. Euro zurückging. Dabei konnte AEGON im Vorjahreszeitraum einen positiven Einmaleffekt aus dem Verkauf einer spanischen Versicherungstochter verbuchen.
Der britische Versicherungskonzern Royal & Sun Alliance Insurance Group plc (ISIN GB0006616899/ WKN 920494) konnte im ersten Halbjahr 2006 ein kräftiges Gewinnwachstum erzielen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, lag der Nettogewinn mit 238 Mio. Britischen Pfund (GBP) um 22 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresquartals von 195 Mio. GBP. Gleichzeitig kletterte der operative Gewinn um 24 Prozent von 329 Mio. GBP auf 409 Mio. GBP.
Der belgische Finanzdienstleister Fortis (ISIN BE0003801181/ WKN 982570) verbuchte im ersten Halbjahr aufgrund der starken operativen Entwicklung in den Kernsegmenten Bank- und Versicherungen einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Allfinanzkonzern heute erklärte, lag der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn im ersten Halbjahr bei 2,72 Mrd. Euro, nach 2,11 Mrd. Euro im Vorjahreshalbjahr. Dabei konnte man im Bank-Segment einen Anstieg von 1,50 Mrd. Euro auf 2,05 Mrd. Euro vorweisen. Im Versicherungssegment verbuchte Fortis eine Ergebnisverbesserung von 684 Mio. Euro auf 720 Mio. Euro.
Die Raiffeisen International Bank-Holding AG (ISIN AT0000606306/ WKN A0D9SU) verbuchte im ersten Halbjahr aufgrund der deutlich gestiegenen Kundenzahl sowie der guten Ergebnisentwicklung in Osteuropa einen Ergebnisanstieg. Wie das österreichische Kreditinstitut heute erklärte, lag der Periodenüberschuss vor Steuern bei 421,0 Mio. Euro, nach 273,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Überschuss nach Steuern und Anteilen Dritter verbesserte sich von 185,8 Mio. Euro auf 289,2 Mio. Euro. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Ergebnisverbesserung hatten dabei die deutlich gestiegenen Provisionsüberschüsse, welche im Vorjahresvergleich von 180,3 Mio. Euro auf 415,2 Mio. Euro verbessert werden konnten. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge verbesserte sich von 472,3 Mio. Euro auf 664,8 Mio. Euro. Das Handelsergebnis war hingegen im Vorjahresvergleich mit 71,3 Mio. Euro (Vorjahresperiode: 123,5 Mio. Euro) rückläufig.
Der belgische Einzelhandelskonzern Delhaize Group S.A. (ISIN BE0003562700/ WKN 853151) gab heute bekannt, dass er im zweiten Quartal eine starke Geschäftsentwicklung verzeichnet hat. Der Konzernumsatz legte demnach um 6,8 Prozent auf 4,90 Mrd. Euro zu. Das operative Ergebnis kletterte um 10,6 Prozent auf 228,3 Mio. Euro, was einer operativen Marge von 4,7 Prozent (Vorjahr: 4,5 Prozent) entspricht. Der Gewinn vor Steuern und nicht fortgeführten Aktivitäten erhöhte sich um 20,7 Prozent 159,0 Mio. Euro, während der Nettogewinn um 23,1 Prozent auf 94,6 Mio. Euro zunahm. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum von 4,5 bis 5,5 Prozent (zuvor: 4 bis 5 Prozent) in konstanten Währungen. Der operative Gewinn soll nach wie vor um 4 bis 6 Prozent steigen, der Nettogewinn um 8 bis 12 Prozent.
Die schwedische Securitas AB (ISIN SE0000163594/ WKN 883870), der größte Sicherheitsdienstleister der Welt, meldete heute, dass sie ihren Umsatz im zweiten Quartal steigern konnte. Das Ergebnis hat sich jedoch mehr als halbiert. Der Konzernumsatz belief sich demnach auf 17,24 Mrd. Schwedische Kronen (SEK), was einem Wachstum von 7 Prozent entspricht. Dabei wurden Währungs-, Akquisitions- und Desinvestitionseffekte ausgeklammert. Der Gewinn vor Steuern reduzierte sich von 847 Mio. SEK im Vorjahr auf 449 Mio. SEK, wobei er ohne Sonderbelastungen um 6 Prozent gestiegen wäre. Der Nettogewinn sank von 628 Mio. SEK bzw. 1,69 SEK pro Aktie auf 294 Mio. SEK bzw. 0,80 SEK pro Aktie. (10.08.2006/ac/n/m)
| 02.07.2008 | British Airways sell | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 20.05.2008 | British Airways neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 16.05.2008 | British Airways sell | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 07.05.2008 | British Airways neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 05.02.2008 | British Airways neutral | JP Morgan Chase & Co. |
Aktien in diesem Artikel
| British Airways | 2,6 | -3,4% | |
| RoyalSun Alliance Insurance Group | 1,6 | +2,6% | |
| ING Groep | 19,8 | -3,5% | |
| Raiffeisen International Bank-Holding | 77,6 | -5,0% | |
| Fortis | 9,8 | -3,4% | |
| Ahold | 8,3 | +0,5% | |
| Delhaize Group | 40,7 | +2,7% | |
| SECURITAS AB | 7,3 | +3,6% | |
| Air France-KLM | 14,2 | -2,1% | |
| bwin Interactive Entertainment | 16,8 | -3,9% |
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