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Europa-Schluss: Deutliche Abschläge, Finanzwerte im Fokus
Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 1,35 Prozent auf 3.287,60 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab wiederum 1,09 Prozent auf 2.837,82 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Minus von 1,73 Prozent auf 750,59 Punkte.
Finanzwerte stehen dabei verstärkt unter Abgabedruck. Belastet von Spekulationen um weiteren Kapitalbedarf mussten am Vorabend die Titel der beiden US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac kräftig Federn lassen. In London brachen Papiere der Bank of Ireland um über 10 Prozent ein. Der Konzern sieht für das erste Halbjahr angesichts der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanzmärkten deutlich negative Auswirkungen auf das Konzernergebnis.
In Zürich lagen UBS leicht im Minus. Die Schweizer Großbank hat heute eine Reihe wichtiger Maßnahmen vorgestellt, die das bereits rasch wachsende Nahost-Geschäft verstärkt vorantreiben sollen.
Nestlé büßten 0,4 Prozent ein. Der Nahrungsmittelkonzern meldete heute, dass er den Verkauf von 24,8 Prozent der von Alcon ausgegebenen und ausstehenden Aktien an Novartis abgeschlossen hat. Novartis-Papiere legten dagegen 2,4 Prozent zu.
Die Geschäftsleitung der Schweizer Börse SWX hat heute die SMI-Zusammensetzung geändert. Dabei werden die Aktien des biopharmazeutischen Konzerns Actelion in den Schweizer Leitindex aufgenommen. Dafür scheiden die Aktien des Spezialchemiekonzerns Clariant aus dem Index aus. Während die Actelion-Aktie heute leicht nachgab, schloss die Clariant-Aktie 3 Prozent leichter.
Die Aktie des Automobilkonzerns Peugeot, dessen Absatz im ersten Halbjahr um 4,6 Prozent gestiegen ist, gab in Paris 1,4 Prozent ab. Das Absatzplus wurde auf neue Modelle und ein Wachstum in Lateinamerika und Russland zurückgeführt.
Persimmon, der zweitgrößte Baukonzern für Eigenheime in Großbritannien, hat seit Jahresbeginn rund 1.100 Arbeitsplätze abgebaut, was mit dem schwachen Häusermarkt zusammenhängt. Die Aktie reagierte mit einem Plus von 3,4 Prozent.
Der italienische Automobil- und Industriekonzern Fiat wird nach Angaben des Branchenmagazins "Automotive News Europe" mit BMW bei der Entwicklung einer neuen Plattform für Kleinwagen zusammenarbeiten. Daneben ziehen die beiden Konzerne auch die gemeinsame Entwicklung einer neuen Familie von Benzin- und Dieselmotoren in Betracht. Die Fiat-Aktie gab 3,7 Prozent nach. (08.07.2008/ac/n/m)
Aktien in diesem Artikel
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