28.04.2008 20:37
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Europa-Schluss: Deutliche Zugewinne, Quartalszahlen im Fokus

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Montag mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel. Im Fokus standen erneut einige Quartalszahlen.

Die EU-Kommission hat ihre Schätzung zum Wirtschaftswachstum im Euroraum für das laufende Jahr leicht zurückgenommen. Im Rahmen der Frühjahrsprognose rechnet die Kommmission nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,7 Prozent in 2008. Begründet wurde die neuerliche Abwärtsrevision mit der internationalen Finanzmarktkrise und dem verlangsamten Wirtschaftswachstum in den USA. Für 2009 wird nur noch ein Plus von 1,5 Prozent in Aussicht gestellt. Ferner geht die EU-Kommission für die gesamte EU von BIP-Zuwächsen von 2,0 Prozent in 2008 und 1,8 Prozent in 2009 aus.

Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann bis zum Handelsende 0,54 Prozent auf 3.814,76 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 legte wiederum 0,58 Prozent auf 3.229,19 Zähler zu. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Plus von 0,87 Prozent auf 890,15 Punkte.

Papiere der Royal Bank of Scotland gewannen in London 1,6 Prozent. Laut einem Bericht der "Financial Times" will die Bankgesellschaft im Zuge der geplanten Integration der von der niederländischen ABN AMRO übernommenen Investmentbanking-Aktivitäten ein groß angelegtes Stellenabbauprogramm durchführen.

In Stockholm gaben Titel von Electrolux 0,3 Prozent ab. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten hat im ersten Quartal einen Verlust erwirtschaftet, die Erwartungen aber dennoch übertroffen.

Scania lagen mit 2,2 Prozent im Minus. Wie der schwedische Nutzfahrzeughersteller heute mitteilte, konnte er seinen Gewinn im ersten Quartal um 22 Prozent steigern. Der Auftragseingang verringerte sich allerdings deutlich.

In Amsterdam gewannen TNT nach der Vorlage von Zahlen 0,7 Prozent. Der Logistikkonzern musste im ersten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen, bestätigte im Anschluss jedoch die Prognosen für das Gesamtjahr.

In Madrid zogen Papiere der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria um 1,7 Prozent an. Das Kreditinstitut hat seinen operativen Gewinn im letzten Quartal deutlich gesteigert. Beim Nettoergebnis wurde ein Gewinn auf dem Niveau des Vorjahreswertes erzielt.

Der französische Reifenhersteller Michelin hat im Anschluss an die Veröffentlichung der Umsatzzahlen für das erste Quartal 2008 eine Gewinnwarnung publiziert. Als Grund hierfür nannte der Konzern deutlich gestiegene Rohstoffpreise. Demnach wird beim unbereinigten operativen Gewinn nun nur noch ein Wert auf Vorjahresniveau erwartet. Zuvor hatte man hier einen Anstieg prognostiziert. Die Michelin-Aktie schloss heute in Paris 0,6 Prozent leichter. (28.04.2008/ac/n/m)

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