15.04.2008 20:32
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Europa-Schluss: Deutliche Zugewinne, Tesco gesucht

Westerburg (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Dienstag mit deutlichen Zugewinnen aus dem Handel. Angesicht der zurückhaltenden Impulse aus den USA profitierten die Märkte von einigen positiven Unternehmensmeldungen.

Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann bis zum Handelsende 0,53 Prozent auf 3.690,75 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 legte wiederum 0,48 Prozent auf 3.089,46 Zähler zu. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Plus von 0,34 Prozent auf 850,64 Punkte.

Tesco gewannen in London mehr als 7 Prozent. Der größte Einzelhandelskonzern in Großbritannien meldete heute, dass sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12 Prozent gestiegen ist. Dies entspricht zwar dem schwächsten Ergebniszuwachs in den letzten acht Jahren, allerdings wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Für AstraZeneca geht es um über 7 Prozent nach oben. Zuvor wurde bekannt, dass der Pharmariese den Patentstreit um das Magenmittel Nexium mit dem indischen Generikahersteller Ranbaxy beigelegt hat.

In Madrid sprangen Repsol um über 9 Prozent und in London BG Group um mehr als 5 Prozent nach vorne. Medienberichten zufolge ist vor der Küste Brasiliens möglicherweise das drittgrößte Ölfeld der Welt entdeckt worden. Neben dem brasilianischen Ölkonzern Petrobras sind unter anderem auch die beiden Konzerne an dem Feld beteiligt.

Der britische Luxusartikelhersteller Burberry Group hat sein Umsatzwachstum im zweiten Halbjahr beschleunigt, was auf eine starke Nachfrage nach Warrior-Handtaschen und eine erweiterte Verkaufsfläche zurückzuführen ist. Der Umsatz erhöhte sich demnach um 19 Prozent und damit stärker als erwartet. Die Aktie reagierte mit einem Plus von fast 11 Prozent.

Der britische Kaufhausbetreiber Debenhams meldete wiederum, dass sein Gewinn vor Steuern im ersten Halbjahr um 12,4 Prozent gesunken ist. Der Nettogewinn ging ebenfalls zurück. Der Umsatz erhöhte sich indes leicht. Die Aktie gab in der Folge 2,2 Prozent nach.

Der französische Automobilhersteller Renault hat die weltweiten Absatzzahlen für das erste Quartal 2008 veröffentlicht. Dabei konnte der Konzern den gesamten Absatz um 6,5 Prozent auf 638.554 Einheiten steigern. Die Zahlen überzeugten den Markt nur bedingt. Die Aktie verlor heute 1,4 Prozent.

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2008 um 5 Prozent auf 4,0 Mrd. Euro gesteigert. Organisch ist der Umsatz um 12 Prozent gewachsen. Die Aktie gewann heute 1,2 Prozent.

Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2008 leicht gesteigert. Der größte Kosmetikkonzern der Welt konnte den Umsatz um 2,1 Prozent auf 4,36 Mrd. Euro ausweiten. Das vergleichbare Umsatzwachstum belief sich dabei auf 5,1 Prozent. Die Aktie gewann heute 1,7 Prozent.

Der schweizerische Pharmakonzern Roche kündigte heute die Übernahme des britischen Biotechnologieunternehmens Piramed Ltd. für 160 Mio. Dollar an. Dabei handelt es sich bei der nicht börsennotierten Gesellschaft um einen Spezialisten zur Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente, die vorwiegend zur Behandlung von Krebs und immunbedingten Entzündungskrankheiten wie Arthritis und Asthma eingesetzt werden können. Die Genussscheine verloren heute 3,5 Prozent.

Die schwedische Hennes & Mauritz musste im März einen Rückgang der vergleichbaren Filialumsätze hinnehmen. Wie der Modekonzern erklärte, verringerten sich die Umsatzerlöse bei Niederlassungen, die länger als ein Jahr geöffnet waren, im Vorjahresvergleich um 8 Prozent. Die Aktie gewann dennoch 7,7 Prozent. (15.04.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

Tesco 4,8 +3,7%
Burberry Group 5,6 -3,1%
AstraZeneca 29,3 -0,3%
Debenhams 0,6 +8,3%
Renault 58,1 +2,9%
HennesMauritz AB (HM, H&M) 33,8 +4,1%
LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton 68,2 +3,2%
LOréal 66,2 +3,8%
BG Group 14,5 +1,8%
Roche 110,0 +1,4%
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