07.02.2008 20:33
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Europa-Schluss: EZB-Entscheidung im Fokus, GlaxoSmithKline brechen ein

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Donnerstag mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Wie bereits im Vorfeld erwartet, beschloss der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank auf seiner heutigen Sitzung in Frankfurt, das Zinsniveau unverändert zu belassen. Der Geldpolitische Rat (MPC) der Bank of England hat indes beschlossen, die Geldpolitik zu lockern und das Leitzinsniveau um 25 Basispunkte zurückzunehmen. Infolge der eingetrübten Konjunkturaussichten hatten Ökonomen diese Entscheidung erwartet.

Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 1,62 Prozent auf 3.699,29 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab wiederum 1,97 Prozent auf 3.152,60 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Minus von 1,76 Prozent auf 841,51 Punkte.

Mit Schrecken wurden die Quartalszahlen von GlaxoSmithKline aufgenommen. Der Gewinn des Pharmakonzerns ist im Schlussquartal um 10 Prozent gesunken und damit deutlicher als von Analysten geschätzt. Darüber hinaus erwartet GlaxoSmithKline für das laufende Jahr eine weitere Ergebnisverschlechterung. Die Aktie verlor daraufhin in London rund 7,6 Prozent.

Die spanische BSCH meldete heute, dass ihr Gewinn im vierten Quartal unerwartet deutlich um 6 Prozent zurückgegangen ist, was mit einer Abschreibung in Höhe von 737 Mio. Euro auf ihr Sovereign Bancorp-Investment zusammenhängt. Die Aktie der größten Bankgesellschaft in Spanien schloss am Ende unverändert.

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever konnte im vierten Quartal 2007 bei Umsatz und Ergebnis zulegen. So wuchsen die Umsatzerlöse um 6,1 Prozent. Ferner kletterte der Vorsteuergewinn um 3 Prozent. Die Zahlen konnten aber nicht überzeugen und die Aktie verlor in London 3,4 Prozent.

Die Fluggesellschaft Air France-KLM gab heute die Passagierzahlen für den Monat Januar bekannt. Dabei konnte bei leicht gestiegenen Passagierzahlen die Auslastung deutlich gesteigert werden. Die Aktie gab heute 0,2 Prozent nach.

Anteile der BT Group sackten in London um mehr als 9 Prozent ab. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien musste im dritten Geschäftsquartal eine Gewinneinbruch um knapp ein Drittel hinnehmen.

Papiere der Yell Group traf es mit einem Minus von 15 Prozent allerdings noch härter. Der britische Telefonbuchverlag schockte seine Anleger heute insbesondere mit einem schwachen Ausblick.

Gegen den Trend verteuerten sich Titel der BG Group um knapp 3,7 Prozent. Der Energie- und Erdgasversorger meldete heute, dass sein Gewinn im vierten Quartal um 25 Prozent gestiegen ist.

Die britische Rolls-Royce Group verzeichnete im abgelaufenen Fiskaljahr beim Umsatz einen Anstieg um 4 Prozent. Aufgrund höherer Ausgaben in der Verwaltung sowie bei Forschung und Entwicklung verringerte sich der operative Gewinn deutlich. Der Nettogewinn des Triebwerksherstellers reduzierte sich im Vorjahresvergleich ebenfalls. Die Aktie gab daraufhin um 10 Prozent nach.

Der italienische Sonnenbrillenhersteller Luxottica gab heute einen Umsatz- und Ergebnisausblick für das Fiskaljahr 2007 und die beiden Folgejahre. Da die Zahlen unter den Markterwartungen lagen, brach die Aktie um knapp 10 Prozent ein.

Syngenta knickten in Zürich trotz starker Geschäftszahlen um knapp 3 Prozent ein. Der schweizerische Pflanzenschutzhersteller und Chemiekonzern hatte seinen Gewinn um 75 Prozent steigern können, was mit einer stärkeren Nachfrage der Landwirtschaft nach Pestiziden und Herbiziden zusammenhängt. (07.02.2008/ac/n/m)

Aktien in diesem Artikel

GlaxoSmithKline 14,2 -0,6%
BT Group 3,0 +2,0%
Yell Group 2,5 +7,3%
BG Group 16,6 -0,6%
Rolls-Royce Group 5,6 +1,5%
Unilever 22,4 +2,3%
Unilever 21,8 -0,1%
Syngenta 195,8 -1,8%
Banco Santander Central Hispano 14,3 +0,1%
Luxottica Group 18,7 +1,5%
Air France-KLM 20,0 -0,2%

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