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Europa-Schluss: Feste Notierungen, Scania im Fokus
In Stockholm preschten Papiere des Nutzfahrzeughersteller Scania um knapp 9 Prozent nach oben. Zuvor hatte der deutsche Mitbewerber MAN sein Interesse an einer Übernahme des schwedischen Unternehmens bestätigt. In Anbetracht der Pressespekulationen und der gestrigen Stellungnahme von Scania in Bezug auf ein angeblich bevorstehendes Übernahmeangebot durch MAN hatte sich der Konzern dazu entschlossen, sein Interesse an einer Kombination beider Unternehmen zu bestätigen. Nach Ansicht von MAN gibt es eine überzeugende industrielle Logik für eine solche Kombination. Zusammen würden beide Unternehmen zur Nummer eins im europäischen Markt für Nutzfahrzeuge werden und damit eine bedeutende Plattform für profitables Wachstum schaffen.
In London gaben Papiere des Rüstungskonzerns BAE Systems rund 0,7 Prozent ab. Zuvor hatte der Konzern die Zahlen zum ersten Halbjahr vorgelegt. Dabei konnte BAE Systems seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 28 Prozent steigern, was mit US-Aufträgen für nachgerüstete Bradley-Kampffahrzeuge zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 405 Mio. Britische Pfund (GBP) bzw. 12,4 Pence je Aktie, nach 317 Mio. GBP bzw. 10,8 Pence je Aktie im Vorjahr.
Daneben brachen Anteilsscheine des Reiseveranstalters MyTravel, der für das laufende Fiskaljahr von weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen ausgeht, um über 6 Prozent ein. Demnach wurde der bisherige Geschäftsverlauf im Sommer insbesondere durch den Zwischenfall in Großbritannien sowie die jüngsten Terroranschläge in Jordanien und der Türkei belastet. Als weitere Belastungsfaktoren wurden der steigende Ölpreis sowie negative Wechselkurseffekte genannt, wobei man in diesem Zusammenhang mit einer Belastung in Höhe von ca. 50 Mio. Britischen Pfund (GBP) rechnet. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Vorsteuergewinn von 40 bis 45 Mio. GBP, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 17,4 Mio. GBP ausgewiesen werden musste.
Alitalia-Aktien brachen in Mailand um mehr als 10 Prozent ein. Die Fluggesellschaft hatte ihren Verlust im ersten Halbjahr ausgeweitet und erwartet nun auch für das Gesamtjahr rote Zahlen. Die Umsatzerlöse gingen in den ersten sechs Monaten um 1,6 Prozent auf 2,239 Mio. Euro zurück. Der operative Verlust musste von 129 Mio. Euro auf 132 Mio. Euro ausgeweitet werden. Der Nettoverlust stieg von 125 Mio. Euro auf nun 221 Mio. Euro. Als Auslöser hierfür nannte der Konzern steigende Kerosinpreis und den härter werdenden Wettbewerb mit Billigfliegern.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.805,55 (+0,44 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.506,66 (+0,20 Prozent)
EURONEXT 100: 885,71 (+0,31 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Next plc (ISIN GB0032089863/ WKN 779551), der drittgrößte Bekleidungskette in Großbritannien, meldete heute, dass ihr Gewinn im ersten Halbjahr um 3,4 Prozent gestiegen ist, was auf größere Geschäfte und Preissenkungen zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich auf 124 Mio. Britische Pfund (GBP) bzw. 53,3 Pence pro Aktie, nach 119,9 Mio. GBP bzw. 47,9 Pence pro Aktie im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 116 Mio. GBP ausgegangen. Der Umsatz kletterte um 8,1 Prozent auf 1,51 Mrd. GBP. Der Gewinn vor Steuern lag in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres bei 178,9 Mio. GBP, im Vergleich zu 172,6 Mio. GBP im Vorjahr. Analysten hatten hier mit einem Vorsteuergewinn von 167,3 Mio. GBP gerechnet.
Die Finmeccanica S.p.A. (ISIN IT0003856405/ WKN A0ETQX) hat am Dienstag die Zahlen zum ersten Halbjahr 2006 vorgelegt. Dabei konnte der italienische Luftfahrt- und Rüstungskonzern aufgrund des Börsengangs eines 60-prozentigen Anteils an ihrer Tochtergesellschaft Ansaldo STS einen Gewinnsprung verzeichnen. Die Umsatzerlöse konnten in den ersten sechs Monaten von 4,72 Mrd. Euro auf nun 5,71 Mrd. Euro gesteigert werden. Das Betriebsergebnis EBIT erhöhte sich von 251 Mio. Euro auf nun 305 Mio. Euro. Das Nettoergebnis stieg von 101 Mio. Euro auf nun 564 Mio. Euro. Bereinigt um den IPO von Ansaldo STS hätte sich der Gewinn auf 170 Mio. Euro belaufen. Für das Gesamtjahr bestätigte Finmeccanica seine Prognosen. Dabei erwartet der Konzern Umsätze von 12,7 bis 13,0 Mrd. Euro und ein EBIT von 840 bis 860 Mio. Euro. Für 2007 erwartet Finmeccanica dann Umsätze von 13,6 bis 14,0 Mrd. Euro und ein EBIT von 0,96 bis 1,10 Mrd. Euro.
Die Sanpaolo IMI S.p.A. (ISIN IT0001269361/ WKN 916898) veröffentlichte am Dienstag die Zahlen zum ersten Halbjahr 2006. Dabei konnte das italienische Kreditinstitut, dass derzeit vor einer Fusion mit der Banca Intesa S.p.A. (ISIN IT0000072618/ WKN 850605) steht, den Gewinn um 27,5 Prozent steigern. Den Angaben zufolge stieg der Nettogewinn von 894 Mio. Euro auf nun 1,140 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 23,5 Prozent auf 1,769 Mrd. Euro. Der Bruttogewinn stieg um 10,3 Prozent auf 4,354 Mrd. Euro. Dabei ging die Cost-Income-Ratio von 56,4 Prozent auf 53,1 Prozent zurück. In den ersten sechs Monaten gelang es dem Konzern 35.000 neue Retail-Kunden zu gewinnen. (13.09.2006/ac/n/m)
| 24.10.2007 | Scania neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 30.07.2007 | Scania neutral | JP Morgan | |
| 05.10.2006 | Scania neutral | Merrill Lynch | |
| 02.05.2005 | Scania: Neutral | JP Morgan | |
| 29.04.2005 | Scania: Buy | Sal. Oppenheim |
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