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Europa-Schluss: Kaum verändert, Adecco profitiert von Umsatzzahlen
Die französische Bankgesellschaft Société Générale kündigte heute an, dass sie ihre Beteiligung an der russischen OAO Rosbank auf 20 Prozent minus eine Aktie verdoppeln wird. Demnach wird das Kreditinstitut gegen Zahlung von 317 Mio. Dollar einen weiteren 10 Prozent-Anteil an der russischen Geschäftsbank erwerben. Erst im Juni 2006 hatte man einen ähnlichen Anteil für denselben Preis gekauft. Zur Finanzierung dieser und anderer Transaktionen beabsichtigt der Bankkonzern, eigene Aktien im Wert von 2,4 Mrd. Euro zu verkaufen. Die Aktie reagierte mit einem Minus von 1,3 Prozent.
Bei der schweizerischen Novartis ging es dagegen 0,6 Prozent aufwärts. Hier sorgte Studienergebnisse beim MS-Medikament FTY720 (Fingolimod) für gute Laune.
Beim britischen Versicherungskonzerns Royal & Sun Alliance, der den Verkauf seiner US-Aktivitäten an Arrowpoint Capital ankündigte, ging es heute sogar über 4 Prozent nach oben. Der Konzern veräußert das US-Geschäft für 158 Mio. Britische Pfund (GBP) an eine von dessen Management-Team gegründete Gesellschaft. Im Zuge der Veräußerung wird Royal & Sun die US-Sparte zudem mit einer Kapitalspritze in Höhe von 151 Mio. GBP versorgen. Diese wird gemeinsam mit der Abschreibung von US-Nettovermögensbeständen und anderen Kosten im Zusammenhang mit der Transaktion zu einem Vorsteuerverlust von 443 Mio. GBP führen.
Die Aktien des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson gaben heute leicht nach. Zuvor hatte der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen von der neuseeländischen TelstraClear Ltd. einen Großauftrag erhalten. Im Rahmen des Abkommens wurde Ericsson zum alleinigen Lieferanten für den Bau und die Integration des 3G/WCDMA/HSPA Mobilfunknetzwerks von TelstraClear in Tauranga (Neuseeland) ernannt. Dabei zeichnet Ericsson verantwortlich für die Errichtung des Netzwerks sowie die Bereitstellung von Netzwerkdesign, -inbetriebnahme und entsprechenden Integrationsservices.
In Paris legten Renault-Papiere 0,8 Prozent zu. Dem "Wall Street Journal" zufolge sind die Verhandlungen über eine mögliche Allianz zwischen dem weltgrößten Automobilhersteller General Motors auf der einen Seite und Frankreichs zweitgrößtem Automobilhersteller Renault und dessen japanischem Partner Nissan auf der anderen Seite bisher nicht weit fortgeschritten.
Bei Adecco ging es heute 1,5 Prozent nach oben. Der weltgrößte Anbieter von Human Resources-Lösungen hatte in den ersten zwei Monaten des dritten Quartals den Umsatz um 11 Prozent steigern können. Zudem zeigen sich bei der jüngsten Entwicklung ähnliche Wachstumstrends wie im zweiten Quartal. Außerdem geht das Unternehmen unverändert davon aus, in Zukunft ein durchschnittliches Umsatzwachstum von mindestens 7 bis 9 Prozent pro Jahr zu erzielen. Darüber hinaus rechnet der schweizerische Konzern damit, bis 2009 eine Verbesserung der operativen Marge auf über 5 Prozent zu erreichen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.894,98 (-0,03 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.553,53 (+0,02 Prozent)
EURONEXT 100: 906,90 (+0,19 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der französische Ölfeldservice-Dienstleister Technip S.A. (ISIN FR0000131708/ WKN 891997) meldete heute, dass ihr Chairman und CEO Daniel Valot im April 2007 von seinen Ämtern zurücktreten wird. Das Board des Konzerns hat bereits einen speziellen Ausschuss (Nomination and Remuneration Committee) damit beauftragt, einen Auswahlprozess für einen Nachfolger vorzubereiten. Valot (62) steht seit 1999 an der Spitze von Technip und wird nach eigenen Angaben für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung stehen. Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass der Konzern weiterhin davon ausgeht, seine Finanzziele für das Gesamtjahr zu erfüllen.
Der niederländische Chemiekonzern DSM N.V. (ISIN NL0000009827/ WKN A0JLZ7) hat am Mittwochabend den Rückkauf eigener Aktien über 750 Mio. Euro angekündigt. Der Rückkauf soll im laufenden und kommenden Jahr stattfinden. Der Konzern will dabei zwischen 20 und 25 Millionen Aktien zurückkaufen was einem Anteil von 10 bis 13 Prozent der Aktien entspricht. Wie der Konzern weiter erklärte, wird über die Einführung einer Loyalitätsdividende zur langfristigen Bindung von Aktionären nachgedacht. Dabei sollen Aktionäre, die ihre Aktien drei Jahre halten, einen Dividendenaufschlag von 30 Prozent erhalten. Bis zum Jahr 2010 peilt DSM ein jährliches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent an. Ferner bekräftigte der Konzern seine Prognose für das Jahr 2006, demnach soll das operative Ergebnis über dem des Vorjahres liegen. (28.09.2006/ac/n/m)
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