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Europa-Schluss: Knapp behauptet, Glücksspiel-Aktien brechen ein
In Amsterdam preschten Papiere des Bierbrauers Heineken nach einer Anhebung der Gewinnprognose um 3,9 Prozent vor. Demnach rechnet der Konzern nun mit einem organischen Nettogewinnwachstum von leicht über 10 Prozent. Zuletzt war noch ein Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden. In der Folge konnten auch die Wettbewerber SABMiller und InBev Kursgewinne von 1,4 bzw. 2,3 Prozent verzeichnen.
Dagegen brachen Anteilsscheine des Online-Spieleanbieters PartyGaming in London um mehr als 17 Prozent ein, in Wien reduzieren sich außerdem Aktien von BETandWIN.com um annähernd 24 Prozent. Die Verhaftung von David Carruthers, dem Vorstandsvorsitzenden des britischen Wettbewerbers BETonSPORTS, in den USA schürt die Angst der Anleger im gesamten Glückspielsektor vor möglichen politischen Einmischungen. Auch bei BETonSPORTS ging es rund 17 Prozent abwärts.
In Paris brachen Papiere von Atos Origin um mehr als 17 Prozent ein. Der IT-Diensteister hat heute die Umsatzzahlen für das erste Halbjahr vorgelegt und aufgrund von Verzögerungen im Neugeschäft in Großbritannien seine Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr nach unten revidiert.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.492,11 (-0,19 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.288,00 (-0,10 Prozent)
EURONEXT 100: 813,09 (-0,25 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die schwedische Electrolux AB (ISIN SE0000103814/ WKN 853138), der weltweit zweitgrößte Hersteller von Haushaltsgeräten, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 2,6 Prozent zurückgegangen ist. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 1,17 Mrd. Schwedische Kronen (SEK) bzw. 3,93 SEK pro Aktie, gegenüber 1,2 Mrd. SEK bzw. 4,09 SEK pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 4,5 Prozent auf 25,3 Mrd. SEK. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,02 Mrd. SEK und einem Umsatz von 25,6 Mrd. SEK ausgegangen. Grund für den Gewinnrückgang sind gestiegene Rohstoffkosten, durch Streiks bedingte Produktionsausfälle sowie Kosten aus Stellenstreichungen. Der langjährige Branchenprimus wurde in diesem Jahr als Nummer eins von der amerikanischen Whirlpool Corp. (ISIN US9633201069/ WKN 856331) abgelöst, nachdem diese Ende März die Übernahme des US-Konkurrenten Maytag abgeschlossen hatte.
Der britische Ölkonzern BP plc (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) kündigte heute den Verkauf seiner Minderheitsbeteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen Samsung Petrochemical Co., Ltd. (SPC) an. Demnach soll die 47,41-prozentige Beteiligung an dem auf die Herstellung eines zur Produktion von Polyester verwendeten Grundstoffs spezialisierten Joint Venture veräußert werden. Die Jahresproduktion von SPC bei Terephthalsäure liegt bei 1,8 Millionen Tonnen. Als Grund für den Verkauf der Minderheitsbeteiligung nannte BP unterschiedliche Ansichten bezüglich der Geschäftsstrategie beider Joint Venture-Partner.
Der norwegische Industriekonzern Aker Kvaerner ASA (ISIN NO0010215684/ WKN A0B97B) hat einen weiteren Großauftrag zur Lieferung von Bohrausrüstungen erhalten. Wie der Konzern heute erklärte, beinhaltet der von der MPF Corp Ltd. vergebene Auftrag die Lieferung von spezieller Bohrausrüstung für ein Bohrschiff, das für den Einsatz in extremer Tiefe geeignet ist. Der Auftragswert wurde auf rund 450 Mio. Norwegische Kronen (NOK) beziffert. Die Ausrüstung soll ab dem vierten Quartal 2007 ausgeliefert werden.
Der norwegische Düngemittelhersteller Yara International ASA (ISIN NO0010208051/ WKN A0BL7F) konnte im zweiten Quartal trotz höherer Energiekosten einen höheren Gewinn ausweisen. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Konzernumsatz im Berichtszeitraum bei 12,20 Mrd. Norwegischen Kronen (NOK), nach 12,17 Mrd. NOK im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 1,31 Mrd. NOK zwar unter dem Vorjahreswert von 1,50 Mrd. NOK, aufgrund positiver Wechselkurseffekte verbesserte sich der Vorsteuergewinn vor Minderheitsanteilen aber von 1,12 Mrd. NOK auf 1,41 Mrd. NOK. Der Nettogewinn nach Minderheitsanteilen kletterte von 846 Mio. NOK bzw. 2,68 NOK je Aktie auf 1,04 Mrd. NOK bzw. 3,.42 NOK je Aktie. Wesentlichen Anteil an der Ergebnisverbesserung hatten neben positiven Wechselkurseffekten auch höhere Absatzpreise bei Düngemitteln sowie Absicherungsgeschäfte in Zusammenhang mit Energiepreisen.
Der Vorstand der Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG (ISIN AT0000946652/ WKN 907391) hat den Rückkauf eigener Aktien beschlossen. Wie der Ölfeldservice-Dienstleister heute erklärte, sollen im Zeitraum vom 18.7.2006 bis 8.9.2006 insgesamt bis zu 800.000 Aktien bzw. 5 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft erworben werden. Die eigenen Aktien werden für mögliche künftige Mitarbeiterbeteiligungspläne oder zum Aufbau einer Möglichkeit für den Einsatz eigener Aktien bei Beteiligungskäufen verwendet. Die Gesellschaft behält sich vor, die zurückgekauften Aktien auch zu weiteren Zwecken zu verwenden, die im Einklang mit der Ermächtigung der Hauptversammlung stehen. Der Rückerwerb der eigenen Aktien soll dabei über die Börse erfolgen. (18.07.2006/ac/n/d)
| 14.01.2008 | Atos Origin neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 18.05.2005 | Atos Origin: Outperform | Goldman Sachs | |
| 17.05.2005 | Atos Origin: Overweight | JP Morgan | |
| 13.05.2005 | Atos Origin: Overweight | JP Morgan | |
| 10.05.2005 | Atos Origin: Outperform | Goldman Sachs |
Aktien in diesem Artikel
| Atos Origin | 17,4 | +5,6% | |
| Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment | 22,6 | -2,8% | |
| Heineken | 20,5 | -5,2% | |
| Electrolux AB (B) | 6,1 | +2,3% | |
| Yara International ASA | 10,1 | -3,3% | |
| bwin Interactive Entertainment | 11,4 | -0,9% | |
| PartyGaming |
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