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Europa-Schluss: Kräftige Abschläge, Bankenkrise erreicht Europa
Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 4,70 Prozent auf 3.008,19 Punkte. Der Dow Jones STOXX 50 gab wiederum 4,90 Prozent auf 2.588,72 Zähler nach. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete wiederum ein Minus von 5,46 Prozent auf 677,85 Punkte.
Die Finanzkrise belastet zunehmend auch die europäische Bankenlandschaft. In Frankfurt brachen Papiere des Hypothekenfinanzierers HRE um über 70 Prozent ein. Der Konzern ist im Zuge der Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten nur haarscharf an einer Pleite vorbeigeschlittert.
In London gaben Bradford & Bingley fast 6 Prozent ab. Wie heute bekannt wurde, steht der Finanzkonzern ab sofort unter staatlicher Kontrolle. Im Anschluss wurde der Verkauf des Spareinlagengeschäfts und der Filialniederlassungen an die spanische Banco Santander bekannt gegeben. Deren Aktien gaben über 4 Prozent nach.
In Amsterdam büßten Fortis rund 23 Prozent ein. Offenbar konnte der ins Trudeln geratene Finanzdienstleister nur durch ein milliardenschweres Rettungspaket vor einer Existenz bedrohenden Schieflage bewahrt werden. Dabei stellen Belgien, die Niederlande sowie Luxemburg insgesamt 11,2 Mrd. Euro zur Verfügung, um die Kapitalbasis von Fortis nachhaltig zu sichern. Dabei übernimmt Belgien im Gegenzug für seine Einlage in Höhe von 4,7 Mrd. Euro 49 Prozent der Anteile von Fortis, während die Niederlande 49 Prozent der Anteile der Fortis-Tochter Fortis Bank Nederland übernehmen.
Für Akzo Nobel ging es um fast 8 Prozent nach unten. Zuvor hat der Chemiekonzern den Abbau von 3.500 Arbeitsplätzen und die Aussetzung des Aktienrückkauf-Programms angekündigt.
Der belgische Bierbrauer InBev gab heute bekannt, dass seine Aktionäre der geplanten Übernahme des amerikanischen Wettbewerbers Anheuser-Busch zugestimmt haben. Die Transaktion bedarf nun noch der Zustimmung durch die Aktionäre von Anheuser-Busch und der Genehmigung durch die Behörden. InBev geht weiterhin davon aus, die 52 Mrd. Dollar teure Übernahme bis Ende dieses Jahres abschließen zu können. Die Aktie büßte 0,7 Prozent ein. (29.09.2008/ac/n/m)
| 01.02.2005 | Bradford&Bingley: Underperform | Credit Suisse First Boston |
Aktien in diesem Artikel
| BradfordBingley | 0,3 | -16,7% | |
| BSCH | 5,1 | -3,3% | |
| Fortis | 0,6 | -1,8% | |
| InBev | 21,6 | -17,2% | |
| Anheuser-Busch Cos | 55,3 | +3,0% | |
| Akzo Nobel | 24,4 | +1,5% |
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