03.08.2007 20:18
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Europa-Schluss: Kräftige Abschläge, US-Konjunkturdaten belasten

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Aktienmärkte gingen am Freitag mit kräftigen Abschlägen aus dem Handel. Dabei standen vor allem die schwachen US-Arbeitsmarktdaten, sowie einige Quartalszahlen im Fokus.

Der EURO STOXX 50 verlor bis zum Handelsende 1,39 Prozent auf 4.229,19 Punkte. Der STOXX 50 gab wiederum 1,40 Prozent auf 3.718,31 Zähler ab. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Minus von 1,35 Prozent auf 992,89 Punkte.

Papiere der British Airways gaben in London 0,2 Prozent nach. Die Fluggesellschaft verbuchte im ersten Quartal trotz deutlich höherer Kerosinpreise einen überraschenden Gewinnanstieg.

Kursverluste von knapp 0,4 Prozent fuhren Aktien von Anglo American ein. Der Minenkonzern verbuchte im ersten Halbjahr einen kräftigen Ergebnisanstieg und kündigte zudem ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm an.

Weniger rund läuft es hingegen für die Aktie der Royal Bank of Scotland, der Titel verlor 2,8 Prozent. Die Bankgesellschaft konnte ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 19 Prozent steigern, hat die Schätzungen der Analysten aber verfehlt.

Anteilsscheine der UniCredito gaben in Mailand um 0,7 Prozent nach. Das Finanzinstitut verbuchte im zweiten Quartal dank der starken Entwicklung der Tochtergesellschaften Bank Austria Creditanstalt und HypoVereinsbank einen deutlichen Ergebnisanstieg.

Anteilsscheine des französischen Industriegaseherstellers Air Liquide gaben in Paris trotz überzeugender Ergebnisse ein Prozent ab. Der weltweit zweitgrößte Industriegasehersteller konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr unerwartet stark steigern, was auf eine erhöhte Nachfrage seitens der Raffinerien, Stahlhersteller und Gesundheitskonzerne in Europa und Asien zurückzuführen ist.

In Zürich kamen Papiere des weltweit führenden Aromenherstellers Givaudan nach Zahlen unter die Räder. Der Konzern konnte seinen Umsatz dank der Übernahme des Konkurrent Quest im ersten Halbjahr zwar kräftig steigern, verbuchte dabei allerdings auch einen deutlichen Gewinnrückgang. Am Ende schlossen die Aktien mit einem Minus von fast 4 Prozent.

Dagegen verzeichnete der österreichische Mischkonzern Andritz im ersten Halbjahr dank der anhaltend starken Nachfrageentwicklung einen deutlichen Ergebnisanstieg, der Wert stieg daraufhin in Wien um rund ein Prozent.

Der niederländische Nahrungsmittelhersteller Numico verbuchte im zweiten Quartal einen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Die Zahlen konnten aber alles in allem nicht überzeugen. Am Ende schloss die Aktie kaum verändert. (03.08.2007/ac/n/m)

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