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Europa-Schluss: Kräftige Zugewinne, Nokia nach Zahlen gesucht
Der EURO STOXX 50 gewann bis zum Handelsende 1,22 Prozent auf 4.288,66 Punkte. Der STOXX 50 legte wiederum 0,86 Prozent auf 3.770,93 Zähler zu. Der marktbreitere EURONEXT 100 verzeichnete ein Plus von 0,43 Prozent auf 1.006,47 Punkte.
Im Blick stehen dabei zahlreiche Unternehmensergebnisse. Anteilsscheine des finnischen Mobiltelefon-Herstellers Nokia gewannen an der Heimatbörse 6,6 Prozent. Der Konzern konnte Umsatz und Ergebnis im zweiten Quartal 2007 deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen.
In Paris sprangen Aktien der Bankgesellschaft Société Générale, die ihren Gewinn im zweiten Quartal um knapp 33 Prozent steigern konnte, um 4,3 Prozent nach vorne. Die drittgrößte Bank in Frankreich führte den Gewinnsprung auf Erträge aus dem Verkauf der Euronext-Beteiligung zurück. Um diesen Verkauf bereinigt stieg der Gewinn um 14 Prozent und damit stärker als erwartet.
In Zürich verfestigten sich Papiere der Credit Suisse um 0,7 Prozent. Die zweitgrößte Bankgesellschaft in der Schweiz teilte heute mit, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 48 Prozent gestiegen ist. Zudem wird das laufende Aktienrückkaufprogramm früher als geplant abgeschlossen.
Die britische Bankgesellschaft Barclays konnte ihren Gewinn im ersten Halbjahr um 14 Prozent steigern, was mit einer starken Entwicklung im Wertpapiergeschäft zusammenhängt. Die Nettozinseinnahmen konnten im Berichtszeitraum ebenfalls gesteigert werden, ferner lagen die Gesamteinnahmen über dem Vorjahresniveau. Die Aktie legte 1,2 Prozent zu.
Papiere von France Télécom zogen um 3 Prozent an. Der Gewinn des Telekommunikationskonzerns legte im ersten Halbjahr um 41 Prozent zu, was mit einer geringeren Steuerlast und mehr Breitband-Internetkunden zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden damit übertroffen. Der Umsatz nahm um 2,1 Prozent zu.
TOTAL-Aktien kamen indes unter die Räder und büßten 2,3 Prozent ein. Der drittgrößte Ölkonzern in Europa meldete heute, dass sein Gewinn im zweiten Quartal zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben ist, was auf geringere Einnahmen aus dem Raffinerie-Geschäft und einen schwächeren US-Dollar zurückzuführen ist.
Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever konnte seinen Gewinn im zweiten Quartal um 16 Prozent steigern, was mit der Einführung neuer Gesundheits-Snacks und angehobenen Preisen in Europa zusammenhängt. Die Schätzungen der Analysten wurden dabei übertroffen. Zudem gab der Konzern den Abbau von bis zu 20.000 Stellen bekannt. Am Ende legten die Aktien rund 4 Prozent zu.
Der britisch/australische Bergbaukonzern Rio Tinto musste im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang hinnehmen, was mit einem rückläufigen Kohleabsatz in Australien, einer geringeren Kupferproduktion und gestiegenen Kosten zusammenhängt. Der Gewinnrückgang ist der erste seit vier Jahren. Analysten waren im Vorfeld von einem höheren Gewinn ausgegangen. Die Aktie gab am Ende über 3 Prozent nach.
Der französische Baustoffhersteller Lafarge konnte im ersten Halbjahr dank der starken Nachfrageentwicklung in Europa und in Asien einen deutlichen Ergebnisanstieg vorweisen. Wie der Zementhersteller erklärte, resultierte der deutliche Ergebnisanstieg beim Nettogewinn neben dem operativen Ergebnis aus dem Verkauf von Geschäftsbereichen in der Türkei sowie der Veräußerung der Dachziegelsparte. Die Aktie gewann 1,6 Prozent.
Größter Verlierer im Schweizer Leitindex SMI war die Clariant-Aktie mit einem Minus von 5,8 Prozent. Der Spezialchemiekonzern konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr bei einem leichten Umsatzplus deutlich steigern. Kopfzerbrechen bereitet den Anleger allerdings die enttäuschende Margenentwicklung. (02.08.2007/ac/n/m)
| 04.07.2008 | Nokia neues Kursziel | Deutsche Bank AG | |
| 02.07.2008 | Nokia Ersteinschätzung | Sanford C. Bernstein and Co., Inc. | |
| 02.07.2008 | Nokia Turnaround-Spekulation für Risikobereite | Der Aktionär | |
| 01.07.2008 | Nokia underweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 30.06.2008 | Nokia Downgrade | Credit Suisse Group |
Aktien in diesem Artikel
| Nokia | 15,4 | -1,3% | |
| Barclays | 3,6 | -3,7% | |
| Unilever | 17,9 | +0,7% | |
| Unilever | 17,9 | -0,1% | |
| Rio Tinto | 70,9 | +3,2% | |
| TOTAL | 51,4 | -0,5% | |
| France Télécom | 19,8 | +0,3% | |
| Société Générale | 54,9 | -2,8% | |
| Credit Suisse Group (CS Group) (N) | 27,9 | -1,2% | |
| Lafarge | 89,4 | -1,9% |
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