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Europa-Schluss: Leichte Abschläge, UBS und Sanofi-Aventis im Fokus
Im Fokus stand heute der Bankensektor und hier besonders die Zahlen der Schweizer UBS. Die Großbank erlitt im vergangenen Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang und verfehlte zugleich die Prognosen der Analysten, die Anleger quittierten das vorgelegte Zahlenwerk mit einem satten Kursabschlag von 5 Prozent. Daneben gaben auch Papiere der Credit Suisse 1,5 Prozent nach. Europaweit tendierten Bankwerte wenig verändert, mit Spannung wartet man hier auf die Zahlen der Deutschen Bank morgen.
In London rückten Papiere von Imperial Tobacco nach der Vorlage von Ergebnissen um rund ein Prozent vor. Der britische Tabakkonzern verbuchte im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund eines höheren Absatzvolumens bei Zigaretten einen Ergebnisanstieg.
Deutlich rote Vorzeichen prägten das Bild indes bei Sanofi-Aventis, der Titel rutschte in Paris um mehr als 2,7 Prozent ab. Der Pharmakonzern musste im dritten Quartal aufgrund der verstärkten Konkurrenz von Generika-Präparaten einen Ergebnisrückgang hinnehmen und hat weniger als von Analysten erwartet verdient.
Anteilsscheine des Umweltservice-Dienstleisters Veolia, der in den ersten drei Quartalen aufgrund der starken Entwicklung in allen Kerngeschäftsfeldern einen Umsatz- und Ergebnisanstieg verbuchte, gaben leicht ab.
Rote Vorzeichen prägten das Bild außerdem bei Titeln des Energieversorgers SUEZ, nachdem dieser Umsatzzahlen präsentierte. Zudem hatte der Konzern Details zu anstehenden Fusion mit der Gaz de France veröffentlicht. Am Ende verloren die Aktien 0,6 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 4.004,80 (-0,00 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.669,15 (-0,20 Prozent)
EURONEXT 100: 924,10 (-0,16 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der niederländische Telekomdienstleister KPN N.V. (ISIN NL0000009082/ WKN 890963) verbuchte im dritten Quartal aufgrund der starken Entwicklung der deutschen Mobilfunktochter E-Plus einen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Konzernumsatz im Berichtszeitrum bei 3,04 Mrd. Euro, nach 2,93 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim operativen Ergebnis verzeichnete KPN einen leichten Rückgang von 581 Mio. Euro auf 574 Mio. Euro. Beim Nettoergebnis verzeichnete der Telekommunikationskonzern einen Anstieg von 334 Mio. Euro bzw. 15 Cent je Aktie auf 349 Mio. Euro bzw. 18 Cent je Anteilsschein. Wesentlichen Anteil an der verbesserten Ergebnisentwicklung im dritten Quartal hatte die deutsche Mobilfunktochter E-Plus, die vor allem durch die Einführung neuer Handy-Tarife punkten konnte. Für das Gesamtjahr erwartet KPN weiterhin einen Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) geht der Konzern nunmehr von einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich aus, nachdem man zuvor einen Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt hatte.
Der finnische Papierkonzern UPM-Kymmene Oyj (ISIN FI0009005987/ WKN 881026) meldete heute, dass er im dritten Quartal eine Gewinnsteigerung erzielt hat, was mit einem höheren Papierabsatz zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 147 Mio. Euro bzw. 28 Cent pro Aktie, im Vergleich zu 111 Mio. Euro bzw. 21 Cent pro Aktie im Vorjahr. Das jüngste Ergebnis beinhaltet eine Sonderbelastung in Höhe von 36 Mio. Euro. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 2,5 Mrd. Euro. Mit 2,8 Millionen Tonnen wurde im Berichtszeitraum 13 Prozent mehr Papier ausgeliefert als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.
Der schwedische Mobilfunkanbieter TeliaSonera AB (ISIN SE0000667925/ WKN 938475) gab heute bekannt, dass er Gewinn und Umsatz im dritten Quartal steigern konnte. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn belief sich auf 5,05 Mrd. Schwedische Kronen (SEK) bzw. 1,13 SEK pro Aktie, nach 3,76 Mrd. SEK bzw. 0,84 SEK pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz nahm von 22,23 Mrd. SEK im Vorjahr auf 23,16 Mrd. SEK zu. Der operative Gewinn erhöhte sich von 5,64 Mrd. SEK auf 7,68 Mrd. SEK bzw. von 6,16 Mrd. SEK auf 7,80 Mrd. SEK vor Einmaleffekten. Wie der Konzern weiter mitteilte, beabsichtigt er, in 2006 außerordentliche Dividenden in Höhe von 20 Mrd. SEK (zuvor angekündigt: 10 Mrd. SEK) an die Aktionäre auszuschütten. (31.10.2006/ac/n/m)
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Aktien in diesem Artikel
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