19.10.2006 20:20
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Europa-Schluss: Ruhiger Handel, Nokia nach Zahlen schwächer

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen gingen am Donnerstag kaum verändert aus dem Handel. Angesichts der unklaren Vorgaben aus Übersee und der weltweiten Zahlenflut halten sich viele Anleger zurück.

Im Fokus stand heute Nokia. Der finnische Mobiltelefon-Hersteller musste im dritten Quartal trotz höherer Umsatzerlöse einen Gewinnrückgang hinnehmen, die Aktie verlor daraufhin 4,2 Prozent. Als Belastungsfaktor erwiesen sich hier ferner die teilweise enttäuschenden Ergebnisse des US-Chipherstellers AMD sowie eine Gewinnwarnung des japanischen Elektronikkonzerns Sony. Papiere des schwedischen Telekommunikationsausrüsters Ericsson rückten dagegen in Stockholm 1,7 Prozent vor. Der weltgrößte Hersteller von Mobilfunknetzen konnte seinen Gewinn im dritten Quartal um 17 Prozent steigern und präsentierte einen starken Ausblick.

Im Pariser Handel schossen Aktien von Atos Origin um über 10 Prozent nach oben. Einem Pressebericht zufolge will der Finanzinvestor Blackstone den französischen IT-Diensteister übernehmen.

Nestlé-Aktien knickten in Zürich um 2,2 Prozent ein. Die präsentierten Umsatzzahlen des Nahrungsmittelkonzerns lagen nur im Rahmen der Erwartungen, Anleger hatten allerdings auf eine positive Überraschung gehofft.

Dagegen verfestigen sich Titel von Novartis nach Vorlage robuster Quartalszahlen um 2,2 Prozent. Der weltweit sechstgrößte Pharmakonzern und die Nummer vier in Europa hatte seinen Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten 2006 deutlich verbessern können.

In Madrid stand die Aktie von Banco Popular Espanol im Fokus. Das Kreditinstitut verbuchte im dritten Quartal einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg, die Aktie reagierte mit einem Plus von 1,1 Prozent auf die Ergebnisse.

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.986,82 (-0,11 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.676,46 (-0,09 Prozent)

EURONEXT 100: 924,34 (+0,04 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Die Prudential plc (ISIN GB0007099541/ WKN 852069), der zweitgrößte Versicherungskonzern in Großbritannien, meldete heute, dass das Versicherungs-Neugschäft nach neun Monaten um 11 Prozent auf 1,8 Mrd. Britische Pfund (GBP) gestiegen ist. Die Steigerung wird auf ein Wachstum in Asien und ein gutes Geschäft der Jackson National Life Insurance Co. in den USA zurückgeführt. Bei M&G, der Prudential-Sparte für Investment Management in Europa, ist der Netto-Mittelzufluss um 87 Prozent auf 5,1 Mrd. GBP gestiegen. Jedoch war die Internet-Bank Egg im dritten Quartal von einer Verschlechterung des Konsumentenverhaltens betroffen, weshalb Prudential bei Egg für das zweite Halbjahr 2006 nun einen operativen Verlust erwartet.

Der schweizerische Hardware-Hersteller Logitech International S.A. (ISIN CH0025751329/ WKN A0J3YT) erzielte im zweiten Quartal des Geschäftsjahrs 2006/2007 neue Höchststände bei Umsatz und Gewinn. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, erhöhten sich die Umsatzerlöse um 19 Prozent auf 502 Mio. Dollar. Der Nettogewinn kletterte sogar um 36 Prozent auf 49 Mio. Dollar. Konzernvorstand Guerrino Di Luca hob hervor, dass die Bruttomarge im Berichtsquartal deutlich verbessert werden konnte. Für das Gesamtjahr hob Logitech seine Ziele an. So soll der Umsatz um 17 Prozent statt um 15 Prozent zulegen, während beim Betriebsergebnis ein Zuwachs um 20 bis 25 Prozent erwartet wird, nach ursprünglich 15 Prozent.

Der schweizerische Uhrenhersteller Swatch Group AG (ISIN CH0012255151/ WKN 865126) gab heute die vollständige Übernahme des Zifferblattherstellers MOM Le Prélet S.A. mit Sitz in Les Geneveys-sur-Coffrane bekannt. Im Rahmen des Abkommens übernimmt Swatch dabei mit sofortiger Wirkung 100 Prozent der von der bisherigen Aktionärin Frau Monique Giorgis sowie den bisherigen Aktionären Herren Olivier Schwab und Jean-Marie (Mario) Mathez gehaltenen Anteilsscheinen. Der bisherige Hauptaktionär und Direktor, Herr Olivier Schwab, wird die Führung des neuen Swatch Group Unternehmens mit rund 125 Beschäftigten in Les Geneveys-sur-Coffrane weiterhin wahrnehmen und die Kontinuität der Belieferung aller bisherigen Kunden innerhalb und ausserhalb der Swatch Group sicherstellen. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Die skandinavische OMX AB (ISIN SE0000110165/ WKN 889656) verbuchte im dritten Quartal aufgrund des deutlich gestiegenen Handelsvolumens einen Ergebnisanstieg. Wie der in Schweden ansässige Börsenbetreiber heute erklärte, lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 238 Mio. Schwedischen Kronen (SEK), nach 232 Mio. SEK im Vorjahreszeitraum. Der Nachsteuergewinn verbesserte sich von 151 Mio. SEK auf 171 Mio. SEK, während der Gewinn je Aktie von 1,27 SEK auf 1,43 SEK verbessert werden konnte. Beim Gesamtumsatz verbuchte die OMX einen Anstieg von 776 Mio. SEK auf 817 Mio. SEK. Neben höheren Provisions- und Gebühreneinnahmen in Zusammenhang mit der gestiegenen Handelsaktivität profitierte die OMX auch von der positiven Entwicklung im Segment Informationsdienstleistung und Technik sowie von einer gestiegenen Anzahl von Neuemissionen. (19.10.2006/ac/n/m)

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Aktien in diesem Artikel

Nokia 9,9 -5,1%
Banco Popular Espanol 5,7 +0,9%
Telefonaktiebolaget LM Ericsson (B) 4,6 -6,8%
Novartis 35,1 -6,0%
Nestlé 27,1 -4,8%
Atos Origin 17,4 +5,6%
Prudential 2,9 -9,4%
Swatch Group 78,7 +0,1%
OMX AB

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