22.11.2006 20:39
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Europa-Schluss: Schwacher Handel, Crédit Agricole belastet

Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen gingen am Mittwoch mit leichten Abschlägen aus dem Handel. Angesichts gemischter Vorgaben aus Übersee und einer anhaltend dünnen Nachrichtenlage hielten sich auch zur Wochenmitte viele Anleger zurück. Im Blick steht dabei der morgige Feiertag in den USA und der dadurch am Freitag eingeschränkte Handel.

Der größte Verlierer unter den europäischen Standardwerten war die Aktie von Crédit Agricole. Die größte Bankgesellschaft in Frankreich hatte zuvor gemeldet, dass sich ihr Gewinn im dritten Quartal um 12 Prozent erhöht hat, wobei die Erwartungen der Analysten damit jedoch verfehlt wurden. In der Folge gab der Titel bis zum Abend über 4 Prozent nach.

Kräftige Kursgewinne konnte dagegen der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS verzeichnen. Einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge steht der Einstieg mehrerer Banken beim EADS-Konzern offenbar kurz vor dem Abschluss. Auslöser für die Suche nach neuen Partner ist der geplante, teilweise Ausstieg des Großaktionärs DaimlerChrysler. Die Anleger honorierten diese Nachrichten mit Aufschlägen von fast 5 Prozent.

Daneben schossen heute Papiere von Imperial Chemical Industries (ICI) um über 9 Prozent nach oben, nachdem der britische Chemiekonzern den Verkauf seiner Parfum-Sparte an den schweizerischen Aromenhersteller Givaudan für 1,2 Mrd. Britische Pfund ankündigte. Die Aktionäre von Givaudan stehen dem Deal offensichtlich auch aufgeschlossen gegenüber und verhalfen dem Wert in Zürich zu einem Kursplus von rund 4 Prozent.

Daneben profitierten zur Wochenmitte Airlines von der aufkommenden Konsolidierungsphantasie im Sektor, nachdem die australische Fluggesellschaft Qantas heute eine Übernahmeofferte von einem Investorenkonsortium um die Investmentbank Macquarie Bank erhalten hat. Dabei könnte sich der Wert der Offerte möglicherweise auf bis zu 10,3 Mrd. Australische Dollar belaufen. Aktien der British Airways zogen in der Folge um 2,4 Prozent und Papiere von Air France-KLM sogar um über 3 Prozent an.

Dow Jones EURO STOXX 50: 4.094,97 (-0,03 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 3.691,00 (-0,29 Prozent)

EURONEXT 100: 943,18 (-0,18 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der belgische Bierkonzern InBev S.A. (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) meldete heute, dass er im Rahmen der Betrachtung aller Standorte beschlossen hat, die Brauerei Dinkelacker-SchwabenBräu in Stuttgart zu verkaufen. Käufer wird voraussichtlich der frühere Miteigentümer Wolfgang Dinkelacker sein, dessen Familie die Brauerei einst gegründet hatte. InBev und Dinkelacker-SchwabenBräu wollen künftig in verschiedenen Bereichen eng kooperieren und gemeinsame Wege in Baden-Württemberg beschreiten. Beide Parteien sind davon überzeugt, zum beiderseitigen Vorteil neue Akzente im südwestdeutschen Biermarkt setzen zu können.

Die französische Television FSE 1 S.A. (TF1) (ISIN FR0000054900/ WKN 873608) veröffentlichte gestern Abend die Neun-Monats-Zahlen 2006. Dabei konnte der Medienkonzern seinen Umsatz deutlich steigern, während der Gewinn rückläufig war. Die Umsatzerlöse beliefen sich in den ersten neun Monaten 2006 auf 1,885 Mrd. Euro, nach 1,782 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum. Der operative Gewinn sank dagegen von 243,4 Mio. Euro auf nunmehr 194,5 Mio. Euro. Der Nettogewinn ging wiederum von 181,2 Mio. Euro auf 172,3 Mio. Euro zurück. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiterhin ein Wachstum der Werbeumsätze von 3,5 bis 4 Prozent. (22.11.2006/ac/n/m)

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Aktien in diesem Artikel

Crédit Agricole 6,9 -1,7%
EADS 10,6 +1,0%
Television FSE 1 9,8 +3,4%
InBev 21,6 -17,2%
Daimler 20,1 -3,1%
Givaudan 482,3 -5,4%
Imperial Chemical Industries 2
British Airways 1,6 +5,4%
Air France-KLM 9,3 -3,1%

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