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Europa-Schluss: Schwacher Handel, Quartalszahlen im Fokus
Bei den Anlegern standen auch heute wieder Quartalszahlen im Blickpunkt. So meldete die französische AXA, dass ihr Umsatz im ersten Quartal um 12,1 Prozent gestiegen ist. Die Erlöse des zweitgrößten Versicherungskonzerns in Europa nahmen demnach von 19,62 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 21,99 Mrd. Euro zu. Die Aktie gab bis zum Abend 1,4 Prozent nach. Dagegen gab die Aktie der ING Groep nur leicht nach. Der niederländische Allfinanzkonzern hatte seinen Gewinn im ersten Quartal leicht steigern können. In Madrid verloren Repsol-Aktien nach der Präsentation von Ergebnissen, die im Rahmen der Erwartungen lagen, 1,2 Prozent.
Aktien der britischen Royal & Sun Alliance fielen nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen rund 0,9 Prozent, die der BOC Group tendierten dagegen nach der Vorlage von Ergebnissen 0,4 Prozent fester. In Paris verloren Aktien des Energieversorgers EdF 1,6 Prozent, nachdem der Konzern am Vorabend Umsatzzahlen für die ersten drei Monate 2006 auf den Tisch legte.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.837,86 (-0,67 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.549,79 (-0,36 Prozent)
EURONEXT 100: 902,16 (-0,34 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die italienische UniCredito Italiano S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) verbuchte im ersten Quartal aufgrund gestiegener Provisionseinnahmen und der starken Entwicklung der deutschen Tochter Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG (HypoVereinsbank) (ISIN DE0008022005/ WKN 802200) einen Ergebnisanstieg. Wie das Kreditinstitut heute erklärte, lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum bei 2,66 Mrd. Euro, nach 2,08 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Vorsteuergewinn kletterte von 1,78 Mrd. Euro auf 2,12 Mrd. Euro. Beim Nettogewinn verbuchte Unicredito einen Anstieg von 1,13 Mrd. Euro auf 1,36 Mrd. Euro. Dabei profitierte der Bankkonzern im Vorjahresquartal von einem Einmaleffekt in Höhe von 200 Mio. Euro aus dem Verkauf der 20,3-prozentigen Beteiligung an der Autostrada Brescia Verona Vicenza Padova ("Serenissima"). Als wesentlich für den erfolgreichen Verlauf des ersten Quartals wurden die gestiegenen Provisionseinnahmen (+21,3 Prozent), die positive Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten sowie der starke Ergebnisbeitrag der HypoVereinsbank genannt.
Der italienische Energieversorger Enel S.p.A. (ISIN IT0003128367/ WKN 928624) verbuchte im ersten Quartal einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum bei 1,58 Mrd. Euro, nach 1,49 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 768 Mio. Euro auf 842 Mio. Euro. Als wesentliche Ursache für die Ergebnisverbesserung nannte der Konzern vor allem Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie die starke Entwicklung der internationalen Geschäftsaktivitäten. Der Konzernumsatz verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 8,41 Mrd. Euro auf 10,07 Mrd. Euro. Angesichts der starken Ergebnisentwicklung bekräftigte Enel die Prognose, im Gesamtjahr einen höheren Nettogewinn ausweisen zu können. Die Konzernverschuldung konnte im Vergleich zum Vorjahreswert von 12,31 Mrd. Euro auf 10,54 Mrd. Euro verringert werden.
Der französische Getränkekonzern Pernod Ricard S.A. (ISIN FR0000120693/ WKN 853373) meldete heute, dass sich sein Umsatz nach neun Monaten deutlich erhöht hat. Aufgrund der kürzlich übernommenen Marken von Allied Domecq konnten die Erlöse in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres demnach um 67,4 Prozent auf 4,57 Mrd. Euro gesteigert werden. Wie der weltweit zweitgrößte Anbieter von alkoholischen Getränken weiter mitteilte, rechnet er für das Gesamtjahr unverändert mit einem EPS am oberen Ende der Planspanne von 7,25 bis 7,60 Euro.
Der spanische Mobilfunkanbieter Telefonica Moviles S.A. (ISIN ES0178401016/ WKN 589401) verbuchte im ersten Quartal einen Ergebnisanstieg. Wie die Tochter der Telefonica S.A. (ISIN ES0178430E18/ WKN 850775) heute erklärte, lag der Gewinn vor Steuern Im Berichtszeitraum bei 692 Mio. Euro, nach 708 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn verbesserte sich von 432 Mio. Euro auf 447 Mio. Euro. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 3,68 Mrd. Euro auf 4,33 Mrd. Euro. Wesentlichen Anteil an der deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserung hatte die starke Neukundenentwicklung in Spanien sowie in Lateinamerika.
Der Sportwettenanbieter BETandWIN.com Interactive Entertainment AG (ISIN AT0000767553/ WKN 936172) verbuchte im ersten Quartal aufgrund des anhaltend starken Neukundenanstiegs im Sportwettengeschäft sowie der Erstkonsolidierung der Ongame e-solutions AB einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der österreichische Sportwettenanbieter heute erklärte, lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Berichtszeitraum bei 14,78 Mio. Euro, nach 1,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, was einem Plus von 673 Prozent entspricht. Ohne die Berücksichtigung der Erstkonsolidierung von Ongame e-solutions ergab sich ein Anstieg von 342 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich im Vorjahresvergleich aufgrund höherer Abschreibungen von 1,02 Mio. Euro auf 1,01 Mio. Euro. Der Gewinn vor Ergebnisanteilen Dritter lag bei 1,45 Mio. Euro bzw. 5 Cent je Aktie, nach einem Verlust von 312.000 Euro bzw. 1,3 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum.
Die Bank Austria Creditanstalt AG (BA-CA) (ISIN AT0000995006/ WKN 813030) verbuchte im ersten Quartal aufgrund der starken Entwicklung in Zentral- und Osteuropa einen deutlichen Gewinnanstieg. Wie das österreichische Kreditinstitut heute bekannt gab, lag das Betriebsergebnis im Berichtszeitraum bei 405 Mio. Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (245 Mio. Euro) einem Anstieg von 65 Prozent entspricht. Zur Ergebnisverbesserung haben alle Geschäftsfelder der BA-CA beigetragen: Das Kundengeschäft in Österreich - es besteht aus den drei Geschäftsfeldern Privatkunden, Firmenkunden sowie Großkunden und Immobilien - hat das Betriebsergebnis um 28,2 Prozent auf 153 Mio. Euro gesteigert (Q1 2005: 119 Mio. Euro). Das Geschäftsfeld Zentral- und Osteuropa hat das Betriebsergebnis um 58,9 Prozent auf 181 Mio. Euro (Q1 2005: 114 Mio. Euro) gesteigert. Der Vorsteuergewinn verbesserte sich von 280 Mio. Euro auf 421 Mio. Euro. Der Periodenüberschuss nach Anteilen Dritter verbesserte sich von 207 Mio. Euro auf 308 Mio. Euro, während der Gewinn je Aktie von 1,41 Euro auf 2,09 Euro zulegen konnte.
| 07.11.2008 | AXA neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 05.11.2008 | AXA buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 10.10.2008 | AXA neues Kursziel | Morgan Stanley | |
| 08.10.2008 | AXA buy | Société Générale Group S.A. (SG) | |
| 22.09.2008 | AXA buy | Deutsche Bank AG |
Aktien in diesem Artikel
| AXA | 11,5 | -3,8% | |
| UniCredito Italiano | 1,7 | -0,6% | |
| Bayerische Hypo- und Vereinsbank | 41,8 | -0,5% | |
| ING | 5,4 | -8,2% | |
| Repsol | 14,7 | +3,4% | |
| Enel | 5,0 | -1,8% | |
| Linde | 53,8 | -2,3% | |
| RoyalSun Alliance Insurance Group | 1,5 | -5,2% | |
| Pernod Ricard | 40,1 | -6,8% | |
| Telefonica Moviles |
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